ich hatte schon oft von ihr gehört, sie auch in büchern gesehen, aber in echt war ich ihr noch nicht begegnet. bis ich sie vor etwa einem jahr bei einem spaziergang entdeckte, am waldrand stehend, ungefähr einen meter fünfzig hoch, von unauffälliger gestalt und äußerst giftig: die schwarze tollkirsche alias atropa belladonna. der heutige sonntagsausflug führte mich mit den kindern erneut an die stelle, an der ich sie letztes jahr gefunden hatte, und dabei entstand dieses bild meiner schönheitskönigin.

eine der noch zu bewältigenden altlasten beim projekt 52 war für mich das thema kontraste, zu dem mir lange zeit keine passende idee kommen wollte. doch heute beim entrümpeln der schuhschränke machte es klick in meinem kopf und anschließend klick in der kamera, und herausgekommen ist ein foto mit zwei paar schuhen, die beide mir gehören, die ich beide ganz wunderschön finde und die vom stil her wahrlich kontrastreich sind.
(klick macht BIG)

achtung, baufahrzeuge!
radfahrer kreuzen die fahrbahn!
weg wird im winter nicht geräumt und nicht gestreut!
ölspur!
hier wache ich, und briefträger sind meine bevorzugte beute. wuff!
dieser raum wird videoüberwacht!
warnungen gibt es viele. bei der altersfreigabe für ton- und bilddatenträger handelt es sich genau genommen sogar um ein verbot. allerdings auch nur solange, bis sich diese medien in privaten händen befinden …
für meine kinder sind diese filme übrigens tabu. den herrn manson dürfen sie sich aber jederzeit anhören

sie soll die tiefste felsenschlucht mitteleuropas sein - die breitachklamm. in diese schlucht wanderte ich am donnerstag mit meinen kindern, der kamera und dem festen vorsatz, ein foto zum thema naturgewalten hinzukriegen.
überwältigend und atemberaubend schön, ein wechselspiel aus wild wuchernder natur und kargem felsgestein, friedlich plätscherndem wasser und ohrenbetäubender wucht, sonnenschein und dunkelheit, wärme und kälte.
es fällt mir echt schwer, das erleben und erfühlen dieses wundervollen fleckchens erde mit worten zum ausdruck zu bringen. noch schwerer jedoch war die auswahl eines fotos. schlussendlich habe ich mich für dieses entschieden, auf dem sich die breitach zwar etwas ruhiger ihren weg durch die klamm bahnt, das durch den nackten baumstamm die unzähmbare gewalt des wassers aber trotzdem sehr eindrucksvoll widerspiegelt.
(klick macht BIG)

wer den film die monster AG gesehen hat, wird sich bestimmt daran erinnern: james p. sullivan liegt im schnee des himalaya, mit verzweifeltem blick und fest entschlossen, die kleine boo (eingedeutscht: buh) zu retten. ich kenne keine zweite szene in einem computeranimierten film, bei der einer figur per rechenleistung so viel leben eingehaucht wurde und bin wirklich jedesmal aufs neue fasziniert, wenn ich sehe, wie sich beim warmherzigsten fellmonster aller zeiten jedes einzelne haar im wind bewegt.
und jetzt schaut mal, wer da zwischen den kissen meiner “neuen” couch herausgekrochen kommt …

ein echter schnappschuss mit dem handy ist mein längst überfälliger beitrag zum thema vehikel der neunten kalenderwoche. man möge mir die qualität der kategorie unter aller sau also gnädigerweise verzeihen. entstanden ist das foto heute abend auf der allgäuer festwoche, als ein zeppelin in aller gemütlichkeit seine runden über dem gelände drehte.

die farbe blau - das ist wieder mal ein einfaches thema, denn blaue dinge gibt es schließlich zur genüge, angefangen bei der kuscheldecke auf der couch über mineralwasserflaschen, stifte, blumenübertöpfe, den ungeliebten bluescreen, legobausteine … bis hin zum himmel an diesem wundervollen nachmittag. und zwischen all die farblosen gläser im schrank hat sich extra fürs projekt 52 eins der blauen gemogelt.

das wochenende … normalerweise dauert es vom feierabend am freitag nachmittag bis zum zubettgehen am sonntag abend.
normalerweise.
bei mir sieht das gerade ein bisschen anders aus, denn am freitag hielt die fünfte allgäuer jahreszeit einzug im städtchen. damit verlängert sich das wochenende auf zehn tage. für mich jedenfalls. mein foto zeigt das allerwichtigste utensil, das sich derzeit in meinem täschchen befindet: die 10er abendkarte für die FeWo
mehr dazu demnächst hier auf diesem sendekanal …

es sind die kleinen dinge des lebens, die mich glücklich machen.
eine tafel schokolade … am stück gegessen.
ein eis … bei glühender hitze gierig geleckt.
ein bunter schmetteling … beim landeanflug auf eine blume beobachtet.
meine kinder … beim king genüsslich burger, nuggets, pommes und cola vertilgend.
und paul.
paul hat heute die titankugeln gegen zwei süßwasserzuchtperlen getauscht. fünfzig euronen habe ich in diese (scheinbar) nutzlose aktion investiert. aber ganz ehrlich, mir hat kein einziger cent weh getan, denn beim blick in den spiegel war er da - einer dieser glücksmomente, die unbezahlbar sind und die man nicht mit worten beschreiben, sondern nur fühlen kann. und jippie ya yeah schweinebacke, in drei bis vier wochen wird das teflondingens gegen einen titanstab getauscht. was braucht frau mehr zum glücklichsein

das projektthema der letzten woche hieß schlicht und einfach himmlisch. seitdem habe ich jeden tag die wettergötter darum gebeten, beim nächsten vollmond keine wolken vor das dicke ding zu schieben. ich wurde erhört, schlich mich vor etwa einer dreiviertelstunde im treppenhaus ganz nach oben, öffnete das fenster, deaktivierte bei der kamera den blitz und … hach.
