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projekt 52, woche 38: gedichtinterpretation

ach herrjeh, ein foto zum gedicht! niemals im leben fällt mir dazu etwas ein. das waren meine ersten gedanken, als ich vom thema gedichtinterpretation erfuhr. aber natürlich meldete sich daraufhin der in mir schlummernde und nicht totzukriegende ehrgeiz zu wort und ließ nicht locker, bis ich mich daran erinnerte, dass irgendwo ganz hinten im schrank das buch ”am südpol, denkt man, ist es heiß” steht, welches elke heidenreich komplett in versform geschrieben hat. perfekt. hier zunächst der beginn der geschichte:

Am Südpol, denkt man, ist es heiß.
Ganz falsch gedacht! Nur Schnee und Eis!
Am Südpol stehn mit ernster Miene …
… zweihunderttausend (!!!) Pinguine -
vielleicht auch noch ein bisschen mehr,
vielleicht ein bisschen wenigér.

und nun die zeilen, die zum foto gehören:

Doch alle Pinguine wissen,
dass sie stets elegant sein müssen.
Denn ab und zu, man ahnt nie, wann,
legt hier am Pol ein Dampfer an.
Er kommt ganz plötzlich, wann er will,
mal im August, mal im April,
so etwa alle drei, vier Jahre.
An Bord, da hat er keine Ware.
Er bringt nicht Heizöl, nicht Touristen,
die hier ja auch nur frieren müssten.
(Sie würden denken: Südpol? Heiß!
Ihr wisst es besser: Schnee und Eis.)
WO WAR ICH? Ja, da kommt ein Schiff,
umfährt mit Vorsicht Eis und Riff,
es will nicht sinken wie Titanic,
nein, bitte nie mehr diese Panik!
Da kommt es gerade - seht mal hin!
Das ist - das Opernschiff aus Wien.
Ein Opernschiff? Was will das hier?
Im Eis? Am Südpol? Mit Klavier?
Mit Geigen, Trommeln, Klarinetten?
Spielt man am Südpol Operetten?
An Bord: ein Dirigent, zwei Chöre,
und, guckt doch bloß:
DIE DREI TENÖRE!!!!

projekt52_38.jpg

Geschrieben von emily am 27. September 2008 | Abgelegt unter gesammelt, projekt 52 | 4 Kommentare

fred und die neue schublade

sehr verehrte leser dieses logbuches!

ich bin fred und wohne nun schon seit fast zweiundzwanzig jahren bei der emily. ich war ihr erster pinguin. inzwischen hat sie noch ganz viele meiner artgenossen bei sich aufgenommen. die emily ist immer sehr lieb zu mir, krault mir oft den bauch und hat mir auch schon mehrmals den hals wieder zusammen genäht. heute hat sie eine neue schublade eingerichtet, und ich bin der erste, der dort reinschauen darf. bin ganz aufgeregt. und Sie dürfen schon gespannt sein, welche mitglieder meiner familie Ihnen die emily in nächster zeit noch vorstellt.

mit frostigen grüßen
Ihr fred

fred.jpg

Geschrieben von emily am 30. Oktober 2006 | Abgelegt unter gesammelt | 6 Kommentare