ich hatte es vor ein paar tagen schon mal gesehen und jetzt bei tanya ein zweites mal entdeckt, das projekt 52 von mondgras.de. es startete bereits in kalenderwoche eins. macht nichts. ab sofort bin ich dabei und werde auch alle bisher verpassten themen nachholen. nächste woche gibt es einfach täglich ein foto.
das wäre doch sicher auch etwas für einige meiner fototechnisch bestens ausgestattenen nachbarn, oder???
der erste termin fürs nächste jahr steht. gerade habe ich beim friseur angerufen. leiderleiderleider ist der mir empfohlene haarabschneider erst mitte februar wieder verfügbar. weil ich nicht so lange warten will und das als überaus ungeduldiger mensch auch gar nicht kann, habe ich mich für die juniorchefin des ladens entschieden. die wird sich hoffentlich sehr viel mühe geben, mich gut beraten und etwas hübsches aus meinem kopf machen. jetzt muss ich nur noch bis zum zweiten januar warten. och menno, das ist noch so lange …
ein paar kleinigkeiten sind noch zu machen. an die wand über der essecke soll ein schienensystem, an dem ich bilder, kalender und so weiter aufhängen kann. eine uhr in magenta wünsche ich mir. vielleicht lässt die sich mit meinen kontakten zu t-mobile organisieren. und es fehlt weiterhin der schacht für den dunstabzug. doch auch das kriege ich noch hin. ansonsten ist sie fertig - meine küche.
ach so, falls sich jemand nicht ganz sicher ist, die oberen bilder zeigen den alten zustand, die unteren den neuen. und es handelt sich wirklich um den gleichen raum
status: fast fertig
die möbel kamen gestern früh und waren nach zweieinhalb stunden aufgebaut. tisch und stühle stehen. das geschirr ist aufgeräumt. herd und backofen sind getestet. ein paar kleinigkeiten müssen noch gemacht werden, lampen und rollo aufhängen beispielsweise. für den dunstabzug fehlt der passende schacht. und der wasserhahn liegt noch im karton, weil ich kein werkzeug habe, um ein loch in die spüle zu kriegen. da werde ich wieder mal jemanden um hilfe bitten müssen. aber immerhin kann ich inzwischen normal geschirr spülen, wenn ich das wasser im bad hole. den abfluss habe ich nämlich selbst zusammengebaut. ist sogar dicht
mir geht es saugut. die wände in der küche sind fertig, und ich sage Ihnen, ich hätte mich fast dazu hinreißen lassen, schon mal ein bild davon zu veröffentlichen. aber da ich manchmal ein echt gemeines miststück sein kann, lasse ich Sie noch ein paar tage zappeln. ^^
frank hat wirklich hervorragendes geleistet. er war so begeistert von meinem mut zur von mir gewählten farbe, dass er mich glattweg dazu überredet hat, etwas mehr davon zu verarbeiten. seine vorschläge zur gestaltung der wände klangen sehr interessant. ich ließ ihn dann einfach machen. das ergebnis hat mich fast umgehauen. seien Sie also gespannt.
weshalb ich aber auch noch so gut gelaunt bin: ich habe genau das rollo gefunden, das ich haben wollte. seien Sie also noch gespannter. es lohnt sich.
es ist an der zeit für ein wenig neuen küchencontent.
gestern hat frank, der maler (äußerst appetitlich, furchtbar nett, passendes alter, aber dummerweise verheiratet), kurz nach den wänden der küche geschaut und war mit meiner am montag geleisteten verputzerei sogar sehr zufrieden. heute mittag begann er mit dem verspachteln der wände. zur gleichen zeit hat klaus, der elektrofuzzi, den steckdosen etwas leben eingehaucht und erste vorarbeiten für den dunstabzug geleistet. innerhalb von drei stunden war alles fertig. nun sehen die wände schon richtig hübsch aus. ehrlich gesagt sehen sie sogar besser aus als vor beginn der renovierung. die küche ist jetzt allerdings in einem nicht mehr bewohnbaren zustand, weil überall material und werkzeug rumliegt und ich bisher keinerlei lust verspürte, mehr als den groben dreck zu entfernen. morgen geht es nämlich schon ab neun uhr weiter. da wäre ein großputz pure zeitverschwendung gewesen.
seit heute ist übrigens der bodenbelag da. und fünf liter farbe mit dem wenig phantasievollen namen H2.50.70 wurden extra für mich von einem computergesteuerten maschinchen gemixt.
erstes fazit nach einer woche baustelle: es sieht so was von gut aus, dass mir fast schlecht wird. alle beteiligten haben ihre termine genauestens eingehalten. nichts ist schief gegangen. ich liege zu einhundert prozent im zeitplan. das ist nicht normal. so perfekt kann die sanierung eines raumes der marke altbau nicht laufen. da wartet doch sicher irgendwo eine böse überraschung in ihrem versteck nur darauf, mich hinterlistig anspringen zu können. sie hat noch eine woche zeit.
heute ging es in der küche weiter. ein appetitlicher, aber leider viel zu junger monteur, machte sich am wasser zu schaffen. nachdem er seine arbeit verrichtet hatte, bin ich zum baumarkt gefahren. die löcher und schlitze in der wand mussten schließlich mit irgendetwas gefüllt werden. und weil sich für diesen job nicht mal unter gewaltandrohung jemand finden ließ, hatte ich beschlossen, das ganze einfach selbst zu machen. ich verspürte allerdings keine lust, zwischen all den vielen baumaterialien das zeug zu suchen, was ich brauchte. also entführte ich einen der angestellten, lächelte ihn an und erzählte von meinem vorhaben. als mann wäre ich mir dabei wohl ziemlich dämlich vorgekommen. im gegensatz dazu ist das bei einer frau mit tiefem ausschnitt, hohen absätzen und lackierten nägeln völlig legitim und wahrscheinlich sogar erwünscht. der nette herr packte mir alles benötigte auf den wagen, und ich war gespannt, ob ich das alleine auch wirklich hinkriege. zu hause stand ich vor dem ersten problem. ich wollte ja keine fünfundzwanzig kilo von dem zeug verarbeiten, sondern erst mal nur ein bisschen. wieviel wasser braucht man denn da? keine ahnung. also putz abwiegen, wasser abmessen und dann rechnen? ich entschied mich für die variante “pi mal daume ins quadrat”, kippte etwas vom putz in den kübel, schüttete ein wenig wasser dazu, rührte eine pampe von cremigzarter konsistenz zusammen und dachte voller wehmut an die sandkastenabenteuer meiner kindheit. *seufz* schließlich beförderte ich ein häppchen auf die kelle und warf es an die wand. in zeitlupe rutschte das zeug runter und klatschte auf den boden. verdammte scheiße, das versprach eine echt üble angelegenheit zu werden. noch ein versuch mit etwas mehr schwung. aha, diesmal blieb es kleben. so geht das also, dachte ich mir und schmiss die nächste ladung an die wand. dann drückte und verrieb ich das ganze ein bisschen. so machte ich immer weiter, bis ich irgendwann fertig war. am ende sah der küchenboden aus wie ein schlachtfeld und die wände nicht wirklich schön. aber alle löcher waren zu, und der maler spachelt ja sowieso noch was obendrüber … am freitag … falls der putz bis dahin trocken ist.
wenn Sie auch mal etwas zu verputzen haben und mich um hilfe bitten wollen - vergessen Sie’s. ich habe nicht vor, mich jemals wieder zu so einer idiotischen drecksarbeit hinreißen zu lassen. das nächste mal organisiere ich einen profi (mit durchtrainiertem oberkörper, sonnengebräunt und einer kiste coca cola auf der schulter, grrrrr).
übrigens - ein bild vom derzeitigen zustand der küche erspare ich Ihnen lieber.
pünktlich um neun uhr kam ein kollege und hat eckbank, tisch und stühle geholt. er war gerade weg, als auch schon der elektriker klingelte. zusammen haben wir die schränke nach draußen befördert, teilweise durchs treppenhaus, teilweise durchs küchenfenster. schön, wenn man unten wohnt. ein bekannter kam mit seinem anhänger und hat das alte zeug gleich entsorgt. und dann wurde es dank hilti erst mal mächtig laut und staubig. jetzt sind die wasserrohre freigelegt, die kabel und steckdosen vorinstalliert, und ein loch für den dunstabzug ist auch da. es hat also alles reibungslos geklappt. und eine kleine überraschung gab es auch. vor mir gehörte die wohnung waschechten schwaben. die haben den bodenbelag auf das ursprünglich vorhandene linoleum gelegt. und weil das schwabenvolk bekanntlich sehr geizig sparsam ist, wurde der PVC nur ganz sporadisch mit klebeband fixiert. es sollte also kein großes problem sein, den rückstandsfrei zu entfernen. damit hätte ich den idealen und glatten untergrund für den neuen belag.
und hier ist ein aktuelles bild meiner küche. man beachte vor allem die tapete rechts im bild. so hat wohl mal der ganze raum ausgeschaut. ich will mir das gar nicht vorstellen. wirklich nicht.

die schränke sind leer. das meiste konnte ich verpackt in kartons und kisten im schlafzimmer unterbringen. ein teil des geschirrs wurde in den keller evakuiert. bilder, kalender, gardine, blumen, alles weg. nur dem kühlschrank habe ich keinerlei beachtung geschenkt. der bleibt noch stehen, bis der maler kommt.
ich bin ein kleines bisschen aufgeregt und werde heute nacht wahrscheinlich nicht so gut schlafen können. die küche ist das erste “projekt”, dass ich alleine geplant und durchorganisiert habe. hoffentlich klappt alles.
in KW 22 wird meine neue küche geliefert. langsam sollte ich mir also gedanken darüber machen, welcher handwerker was und wann zu erledigen hat, damit das ganze reibungslos abläuft und nicht in einem disaster endet. heute nachmittag hat der maler den raum inspiziert und sich meine wünsche und vorstellungen angehört. das gleiche projekt hat er letztes jahr bereits bei bine gestemmt. bei ihr wurden damals alle fliesen entfernt, was ich eigentlich auch vorhatte. das ganze würde auf jeden fall eine menge arbeit, krach und dreck mit sich bringen. zeitraubend wäre es auch, denn dort, wo bisher die fliesen sind, müsste recht dick verputzt werden, was einen mehrtägigen trocknungsprozess bedeutet. außer däumchen drehen kann währenddessen nichts anderes getan werden. nun unterbreitete mir der maler einen verlockend klingenden vorschlag. die fliesen bleiben an der wand und werden überspachtelt. die oberfläche sieht am ende aus wie schiefer, was perfekt zur arbeitsplatte passen würde, und lässt sich problemlos reinigen. und das allerbeste: dafür und für sämtliche anderen malertätigkeiten veranschlagt er nur zwei tage arbeit. er wird mir demnächst ein muster zeigen, damit ich weiß, wie das endergbnis aussieht. bis jetzt kann ich mir das nämlich nicht so richtig vorstellen. aber es klingt auf jeden fall verdammt gut. ich halte Sie auf dem laufenden.