wenn die sonne uns in die suppe spuckt

und dann verlässt man das kino und fragt sich, was wohl als nächstes kommt. zumindest ich habe mir diese frage gestellt, nachdem ich heute gesehen habe, wie im jahre 2012 die welt aus den fugen gerät.
der film ist nach dem üblichen muster gestrickt. eine gescheiterte beziehung, natürlich sind kinder im spiel, doch dann nimmt die globale katastrophe ihren lauf, und weil die erde risse bekommt, werden die risse zwischen den menschen gekittet. dem schönheitschirurgen gelingt es auf wundersame weise, ein flugzeug an vom vulkan ausgespuckten brocken und herumfliegenden hochhauselementen vorbei zu manövrieren. der selbstsüchtige russe rettet seine kinder gerade noch rechtzeitig, bevor er in die tiefe stürzt. der arrogante oberfehlshaber schaut ziemlich dumm aus der wäsche, als der kleine geologe das wort an die präsidenten der nicht mehr vorhandenen länder richtet und deren zustimmung für sein vorhaben erhält. und natürlich gibt es auch die szene, die auf gar keinen fall fehlen darf - die szene, bei der ich mir dachte die arche knallt gleich gegen den mount everest, und du dämlicher dreibeiner küsst in aller seelenruhe deine exfrau. jetzt sieh aber zu, dass du dieses verfickte hydraulikproblem lösen kannst, sonst wird das nix mit dem versöhnungssex!!!
der film ist nach dem üblichen muster gestrickt. das sagte ich bereits. man weiß genau, was einen erwartet und wie die geschichte verlaufen wird. trotzdem hat der herr emmerich eine wahrhafte glanzleistung vollbracht, und damit kehre ich zurück zu den ersten beiden sätzen dieses beitrages, denn ich weiß echt nicht, womit er sein werk eigentlich noch toppen will. was kommt als nächstes?
fünf von fünf EMIs.

ps. meine kinder waren heute das erste mal bei einem erwachsenenfilm im kino, und sie fanden ihn “richtig geil”.

Geschrieben von emily am 28. November 2009 | Abgelegt unter gesehen |

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