vier uhr morgens hat mich gestern der wecker aus dem schlaf gerissen. eine stunde später verließ ich die hütte, um mich nach münchen chauffieren zu lassen. ich musste vor dem flughafenpersonal meine stiefel ausziehen, und wegen unpassend gewählter unterwäsche mit integriertem metallschmuck piepste es mehrfach. das wetter am boden war bescheiden, und durch das ruckeln der boing 737 auf ihrem weg zur abschussrampe ist das foto leider verwackelt und deshalb im gegensatz zu allen noch folgenden auch nicht in BIG verfügbar.
es war nicht mein erster flug, trotzdem empfand ich das abheben vom boden intensiver und viel schöner als sonst. beim durchdringen der wolkendecke holperte es ein bisschen, aber selbst das habe ich genossen. und dann bot sich mir ein anblick, den ich am liebsten täglich genießen würde. von einfach so in den himmel geworfenen wattebällchen …
… über ein meer mit sanften wellen …
… bis zu fluffig weichem badewannenschaum …
… bekam ich in einer stunde so ziemlich alle wolkenformen zu sehen, teilweise so schön von der sonne gestreichelt, dass meine seele vor freude fast überlief. ja ihr lieben, solch simple dinge bringen mich echt aus der fassung. die landung kam leider viel zu schnell, und es folgte … die fahrt nach bonn zu einem geschäftlichen termin, unterbrochen von einem zweiten frühstück bei starbucks mit freundlicher und sehr flotter bedienung und caramel macchiato plus wild blueberry muffin, mittagessen in einer kantine mit dem prädikat dringend verbesserungswürdig. am nachmittag die rückfahrt zum flughafen köln, stiefel ausziehen und lustiges gepiepse beim scannen meiner unterwäsche, essen bei subway mit extrem muffeliger bedienung im schlaftablettentempo, abheben vom boden, landung in münchen, rückfahrt nach hause mit behinderungen durch einen überbreiten schwertransporter, der nur auf weisung der polizei überholt werden durfte. kurz nach zehn war ich in meiner hütte, todmüde und trotzdem so aufgedreht, dass ich noch fotos gesichtet und post beantwortet habe und in diverse grübeleien versunken bin.
der gestrige tag war lang und echt anstrengend, und meine kids habe ich gar nicht gesehen, sondern nur zwei mal am telefon gehört. allzu oft möchte ich solche tagestrips nicht machen, aber hin und wieder und mit entsprechend wichtigem hintergrund … das wär schon ok. vor allem wegen des überdenwolkenseins.
liebe emily. wunderst du dich warum es hier so ruhig geworden ist? na klar: wir warten alle sehnsüchtigst auf bilder von der unterwächse mit denm metallgedöns… jawollo!