ein funken hoffnung

es passierte am vormittag um kurz nach zehn, und ich war den tränen nahe. masako, meine schokoladenbraune pelznase, ist beim laufen plötzlich zur seite gekippt und machte einen völlig hilflosen und verwirrten eindruck. ich rief sofort bei der tierärztin an, und obwohl die sprechstunde schon ein paar minuten zu ende war, sollte ich mit der kleinen schnellstens vorbei kommen. die untersuchung ergab zwar keine klare diagnose, am wahrscheinlichsten ist aber, dass sie einen schlaganfall hatte. als es hieß, es bestünde ein funken hoffnung und dass man durchaus versuchen könnte, sie medikamentös und mit viel liebe wieder aufzupäppeln, zögerte ich keine sekunde und ließ ihr die drei notwendigen spritzen geben. wer selber haustiere hat, wird sich denken können, wie erleichtert ich darüber war, meine masako lebend wieder mit nach hause nehmen zu können. und nun heißt es: einzelhaft und abwarten …

Geschrieben von emily am 17. Oktober 2009 | Abgelegt unter gelebt |

5 Kommentare zu “ein funken hoffnung”

  1. Kathrinam 18. Oktober 2009 um 19:52 Link zum Kommentar

    Na dann wünsche ich deiner Katze mal gute Besserung, kann mir vorstellen was du da durchgemacht hast.

  2. herr axelam 19. Oktober 2009 um 08:00 Link zum Kommentar

    oh nein. es gibt kaum etwas schmerzlicheres, als ein tier leiden zu sehen, da es noch viel hilfloser ist als der mensch. ich drücke mal alle daumen, die ich habe, daß es aufwärtsgeht.

  3. crosaam 19. Oktober 2009 um 19:15 Link zum Kommentar

    *heul* erst vor kurzem bei Frau Glühwürmchen und …. es tut mir verdammt leid, auch wenn das immer so geheuchelt klingt, wenn man sich nur virtuell kennt. Ein Familienmitglied leiden zu sehen…gehen zu sehen…..das tut unsagbar weh.

  4. emilyam 19. Oktober 2009 um 21:02 Link zum Kommentar

    @alle: dankeschön.

    @kathrin: masako war eine meiner ratten. jetzt sind’s leider nur noch vier …

    @herr axel: hilfloser als der mensch, das trifft es sehr gut. und der mensch muss am ende eine gewissenhafte entscheidung treffen und richter über leben und tod sein.

    @crosa: das klingt überhaupt nicht geheuchelt. du bist einer derjenigen, die verstehen, dass ein tier nicht einfach nur ein tier ist, sondern zur familie gehört und der verlust deshalb sehr schmerzhaft ist.

  5. herr axelam 20. Oktober 2009 um 08:23 Link zum Kommentar

    scheisse scheisse scheisse. mein aufrichtiges beileid. lass dich mal feste umarmen, emily.

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