Monatsarchiv für Juli 2009

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quicklebendig

da war doch was. eine bewegung ganz am rande meines blickfeldes. oder hab ich mir das nur eingebildet? nein, da war es schon wieder …
und da war tatsächlich was. eine raupe, ungefähr einen zentimeter kurz, hatte sich in mein wohnzimmer verirrt und den grünen und wahrscheinlich wenig schmackhaften puzzleteppich mit saftigem rasen verwechselt. keine angst, die kleine lebt noch. ich hab ein blatt meiner clematis abgerissen, sie draufklettern lassen und dann nach draußen in die große weite welt getragen.
heute konnte ich also gutes karma sammeln. ob das allerdings die vielen toten mücken, fliegen, wespen und spinnen aufwiegt …
(klick macht BIG. ist übrigens von fünfundzwanzig fotos das einzige, auf dem die raupe einigermaßen gut zu erkennen ist. fazit: herr im himmel, wirf geld herab. ich brauch ne bessere kamera.)

raupe-klein.jpg

Geschrieben von emily am 30. Juli 2009 | Abgelegt unter geknipst | 4 Kommentare

bildungsfernsehen?

meistens ist der fernseher abends aus. doch während ich heute am laptop saß und immer noch sitze, lief und läuft immer noch die glotze. ich hab mich ein bisschen durchgezappt, bin bei einem der öffentlich-rechtlichen sender hängengeblieben und dachte mir schaust mal “hart aber fair” an, damit du nicht ganz umsonst kohle an die GEZ abdrückst. und nun sitze ich da mit der erkenntnis, dass in deutschland als reich gilt, wer dreitausendfünfhundert euro netto pro monat für sich allein zur verfügung hat und frage mich, was diese leute eigentlich mit so viel geld machen. ich frage mich auch, als was man diejenigen einstuft, die ein einkommen ab dem fünfstelligen bereich haben. und ganz besonders frage ich mich, was ich bin, denn ich liege weit unterhalb der dreitausendfünfhundert euro, und die kohle muss für drei personen reichen …

Geschrieben von emily am 29. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

abgestürzt

der kleine ist wohl gegen eine fensterscheibe geprallt und hat dieses zusammentreffen nicht überlebt. wie mir ein kollege sagte, lag er schon am morgen auf dem boden direkt vor der treppe. zig menschen sind an ihm vorbei gegangen und haben ihn sicher gesehen. “beerdigt” hat ihn aber niemand. das hab ich dann gemacht, nachdem die kamera wieder verstaut war.
(klick macht BIG, falls jemand das elend noch genauer sehen möchte.)

toter-vogel-klein.jpg

Geschrieben von emily am 27. Juli 2009 | Abgelegt unter geknipst | 3 Kommentare

schöhöhööön

war das ein unspektakuläres und trotzdem schönes wochenende. am freitag sah es noch ganz danach aus, als würde rein gar nichts passieren, aber darauf hatte ich natürlich null bock und startete deshalb einen kleinen rundruf. ich dachte anfänglich an einen ausflug zum seenachtsfest mit feuerwerk, darauf hatte allerdings wegen des risikofaktors wetter keiner lust. stattdessen kam von den mädels der vorschlag, wir könnten mal zusammen essen gehen. in eine bar, die noch niemand von uns kannte. wir waren zu fünft, sehr angetan vom ambiente (außer von den kunstblumen), erschrocken über die preise, von den speisen und getränken aber positiv beeindruckt. so gemütlich saßen wir schon lange nicht mehr zusammen, und so fassten wir den beschluss, das zukünftig ein mal im monat zu machen. wär schön, wenn’s hinhaut.
und heute … man hätte bei dem prachtvollen wetter natürlich baden gehen können. nachdem ich aber ohnehin nicht in von keimen und bakterien besiedeltes wasser darf, kam die einladung zum kaffeeklatsch gerade recht. also schnell ein käsesahne-mandarinen-törtchen gezaubert, ins blumig-bunte sommerkleidchen geschlüpft und abfahrt. wieder waren wir zu fünft plus meine kinder, und wieder war es richtig lustig und erfrischend.
ich bin schon gespannt aufs nächste wochenende …

Geschrieben von emily am 26. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt | 1 Kommentar

erkenntnisse

babyshampoo vermittelt einem durch sein nichtschäumen und nichtriechen das gefühl, dass die haare überhaupt gar nicht sauber sein können.

wenn man die kurve zu eng nimmt und deshalb mit dem frisch zerlöcherten ohr ungebremst gegen die türkante prallt, ist das nachlassen des schmerzes und das ausbleiben von blutigen rinnsalen einfach nur geil.

am freitag zu beschließen, dass am samstag abend das geld nicht zum seenachtsfest gefahren, sondern am anderen endes des städtchens versoffen verspeist wird, erweist sich angesichts des nichtsommerwetters als wahrlich kluge entscheidung.

unbekannte rufnummern auf dem handy und anrufer, die wieder auflegen, wenn ich mich brav mit meinem namen gemeldet habe, kotzen mich nach wie vor an.

wenn man denkt, man habe alles, wirklich alles, was erinnerungen wachruft, in die hinterste ecke des schrankes geräumt, dann findet man eben doch noch etwas, was einen daran erinnert und fühlt sich hilflos und klein und einfach nur beschissen.

Geschrieben von emily am 25. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

wer ist eigentlich paul?

der gedanke schlummerte schon längere zeit in mir. es war wie damals, kurz vorm dreiunddreißigsten geburtstag, als ich mir mein erstes (und einziges) tattoo machen ließ. ich hatte monatelang darüber nachgedacht, endlich das für mich perfekte motiv gefunden und war mir sicher, dass ich es keinen einzigen tag meines lebens bereuen werde, mit dieser verzierung durch die welt zu stolpern. seitdem sind sieben jahre vergangen, und ich habe es bisher auch noch nie bereut. vielleicht war das ein grund dafür, dass ich vor gut zwei wochen die endgültige entscheidung traf, erneut von fremden händen eine kleine aber feine änderung meines äußeren vornehmen zu lassen. als ich der besten freundin davon erzählte, stand für sie sofort fest, wer der auserwählte sein muss. paul.
heute sind wir gemeinsam zu paul, einem äußerst angenehmen vertreter der menschlichen rasse, gefahren. er hat genau erklärt, wieso dies und jenes beachtet werden muss, warum ich in den nächsten wochen babyshampoo verwenden soll, weshalb die haare hochgesteckt gehören. und dann verrichtete er seine arbeit. es hat weh getan. etwas anderes zu behaupten, das wäre ganz einfach mal gelogen. mir wurde zwischendurch sogar schwarz vor den augen, was bei einem gestörten kreislauf aber normal zu sein scheint. die nächsten wochen werde ich nicht wie gewohnt auf der linken körperhälfte schlafen können. und es dauert sagenhafte drei monate, bis die wunden verheilt sind. aber ich bin unglaublich glücklich darüber, dass mein ohr jetzt so aussieht …

piercing.jpg

Geschrieben von emily am 22. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | 12 Kommentare

spieglein, spieglein an der wand …

nehmen wir mal an, die menschen müssten sich nach ihrer äußeren erscheinung auf der erdkugel verteilen. ganz unten am südpol würden sich dann diejenigen ansiedeln, die besser mit ner tüte überm kopf das haus verlassen, die richtig schönen dürften am nordpol wohnen, und ich erlaube mir mal, in höhe des äquators einzuziehen.
was ich euch damit sagen will? ich halte mich für nichts besonderes und reihe mich gern beim mittelmaß ein, und es gibt durchaus menschen, die meine nachbarn sein könnten, es aber nicht sind, weil sie entweder keinen spiegel haben, der ihnen ihre optischen entgleisungen schonungslos auf die sehorgane knallt oder selbiger inzwischen erblindet ist. ab mit ihnen an den südpol, und den pinguinen spendieren wir eine großlieferung scheuklappen, damit sie von all dem visuellen elend verschont bleiben. 
hach, ihr lieben, so ein paar gramm boshaftigkeit tun der seele einfach gut …

Geschrieben von emily am 21. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

zu besuch bei den nachbarn …

geschlossen *schluchz*
SOMMER(?)PAUSE!
kleine Blog-Pause
urlaub

aber hier tut sich endlich wieder was :)

Geschrieben von emily am 20. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

projekt 52/09, woche 28: groß und klein

es stellt schon fast eine ausnahme dar, dass ich wieder mal ein projektfoto pünktlich abgeben kann :)  gefragt war diese woche das thema groß und klein. das lässt zwar sehr viel spielraum für die verschiedenartigsten interpretationen, trotzdem wollte mir zunächst nichts einfallen, was sich problemlos mit der kamera einfangen lässt. bis ich gestern im rahmen meiner “beschäftigungstherapie” mit dem zusammensetzen eines puzzles begann. und das passt, wie ich finde, sehr gut, denn aus tausend kleinen teilen wird mit ein bisschen zeit und geduld ein großes gesamtwerk.

gross-und-klein.jpg

Geschrieben von emily am 19. Juli 2009 | Abgelegt unter projekt 52/09 | 2 Kommentare

projekt 52/09, woche 19: freiheit

es herrscht leinenzwang im städtchen. ein diskussionsfreudiges thema, zumal es die wenigsten hundehalter interessiert. sie gönnen ihren vierbeinern die freiheit und lassen sie laufen und springen und überall hinscheißen. anders lässt sich zumindest nicht erklären, warum diese leine ohne hund am baum hängt ^^

freiheit.jpg

Geschrieben von emily am 17. Juli 2009 | Abgelegt unter projekt 52/09 | 3 Kommentare

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