kennt ihr joe und sally?
mein pinguin hat keinen namen, und im gegensatz zu den beiden ist er auch noch nicht in der welt herumgekommen. doch trotzdem oder vielleicht gerade deswegen steht er stellvertretend für das thema fernweh beim projekt 52 modell. zum einen möchte ich nämlich gern mal in die antarktis und seine lebenden artgenossen besuchen, und zum anderen hat man ja bei reisen meistens eine kamera dabei. ausgestattet ist der frackträger außerdem mit dem stadtplan von wien, der vom letztjährigen urlaub “übrig” ist und bald ein weiteres mal verwendung findet …

die themen beim projekt 52 sind im moment relativ schwierig umzusetzen. für mich zumindest. teilweise fehlt es an ideen, teilweise mangelt es an der umsetzung, und natürlich fehlt oftmals auch die zeit. deshalb hinke ich ganz schlimm hinterher. aber als ich am samstag mitten im trubel des faschingsumzuges mal einen blick zum himmel warf, entdeckte ich die eiszapfen. genau das richtige motiv für die längst vergangene dritte woche, dachte ich mir, denn sie sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern vor allem kalt und leblos, genau wie das gebäude und der mittelprächtig graue himmel.

erstens: dankeschön für die diskussion zum vorigen beitrag. ich habe eure kommentare natürlich aufmerksam verfolgt, mich aber ganz bewusst nicht noch mal zu wort gemeldet, weil ich zu diesem thema ja schon alles gesagt hatte.
zweitens: es war die letzten tage hier so ruhig, weil ich mich entweder dem faschingstrubel hingab oder mich von selbigem erholen musste. immer schön im wechsel. aber nun ist der spuk vorbei, und nach erster selbsteinschätzung sind keine bleibenden schäden erkennbar. beim cometsball war ich übrigens als rotkäppchen unterwegs, beim faschingsumzug mit anschließender party auf dem rathausplatz als blaukäppchen und zur bitches & players im PT als schwarzkäppchen lady in black.
drittens: freitag gehe ich sehr wahrscheinlich auf ein ganz besonderes konzert. und am sonntag findet die alljährliche hexenverbrennung statt. das leben bleibt also auch weiterhin lustig, spannend, aufregend und so weiter
jungs, bevor ihr euch in den kommentaren des letzten beitrages anfangt zu streiten, sage ich wohl lieber noch mal was dazu.
ich bin ja generell dagegen, zum zwecke des autoauftauens den motor laufen zu lassen. vielleicht hätte ich gestern fotos vom corsa machen sollen, dann würdet ihr sicher einsehen, dass er anders nicht in einen fahrtüchtigen zustand gebracht werden konnte. es waren alle scheiben von innen komplett zu. die karre ist nun mal undicht und innen ständig zu nass. letzte nacht hatte ich dem auto sogar eine große mütze aufgesetzt. bei minus zwanzig grad wirkt das aber keine wunder. die frontscheibe war wieder von innen gefroren. da hilft auch kein alter strumpf mit reis. ich habe schon ein ähnliches experiment mit stapelweise zeitungen versucht, weil papier die feuchtigkeit ja auch aufnimmt. ein erfolg war kaum wahrnehmbar.
und weil in den beiträgen des verlinkten forums die rede davon war, dass die autobesitzer eben geld in eine garage investieren sollen … ich hätte gern eine. wirklich. ob ich aber zu den glücklichen gehöre, die eine kriegen? und wo kann ich dann das geld einsparen, um sie zu finanzieren? wegen der großen nachfrage sind nämlich die preise inzwischen unverschämt hoch. man zahlt in unserem viertel bis zu fünfundsechzig euro pro monat!
ach ja, da wären noch die öffentlichen verkehrsmittel, die im forum erwähnt wurden. die gibt es natürlich. zwei buslinien halten sogar fast vor meiner haustür. wäre theoretisch eine sehr geschmeidige sache. praktisch brauche ich dann allerdings für die fünf kilometer ins büro fast eine dreiviertelstunde, und nach hause dauert es noch länger. ich musste das schon mal über mich ergehen lassen, bevor ich ein auto hatte, und ihr könnt mir glauben, dass das alles andere als lustig ist. das ist noch weniger lustig, als morgens bei klirrender kälte ein auto in gang zu kriegen. dazu kommt außerdem, dass die tochter dann nachmittags um halb fünf bei ebenfalls klirrender kälte und mit einem ranzen bepackt, dessen empfohlenes höchstgewicht (maximal zehn prozent des körpergewichts seines trägers) ganz gewaltig überschritten wird, nicht mehr von mir abgeholt werden könnte, sondern knapp zwei kilometer laufen müsste.
fazit: wenn es sich vermeiden lässt, dann wird das auto natürlich ohne laufenden motor freigekratzt, was sowieso fast immer der fall ist. und wenn es nicht anders geht, dann werde ich auch zukünftig zum umweltsünder und missachter von vorschriften.
es ist morgens sechs uhr fünfzig. nur mit allergrößter gewalt schaffe ich es, die fahrertür zu öffnen. es bietet sich mir ein anblick des grauens, denn die scheiben sind nicht nur von außen, sondern ganz besonders schlimm von innen gefroren. nach dem geräusch beim anlassen des motors zu urteilen, liegen die temperaturen bei etwa minus zwanzig grad. aber der corsa springt zumindest an. beim anziehen der handbremse vernehme ich knirschende geräusche, die mir angst machen. ich drehe die lüftung auf volles rohr und extra warm und steige mit dem eiskratzer bewaffnet wieder aus. scheiß auf die umwelt, das auto muss schließlich in zwanzig minuten aufgetaut sein. das eis auf den scheiben erweist sich als eins der ganz üblen sorte. ich bin geneigt, in die hütte zu laufen und die kinder zur bushaltestelle zu schicken, weil ich bezweifle, dass sie sonst pünktlich zur schule kommen. da naht die alex und überhäuft mich mit so vielen zuversichtlichen worten, dass ich ihr glaube und tapfer weiterkratze. die gelenke der scheibenwischer sind eingefroren. nicht so schlimm. wischi-waschi werden wir eh nicht brauchen. ich lasse mich auf den fahrersitz fallen und probiere es von innen mit der kratzerei. das führt dazu, dass es im auto schneit. wieder raus. verdammt, der wohnungsschlüssel ist mit dem autoschlüssel verkuppelt. mit meinen trotz handschuhen tiefgekühlten fingern kriege ich den niemals vom schlüsselring. ich stapfe zur haustür und will klingeln, damit mich die kinder reinlassen. der klingelknopf bewegt sich nicht mal ansatzweise. eingefroren. noch mal mit mehr druck. keine reaktion. jetzt aber, ordentlich mit der faust draufhauen. funktioniert … und der knopf bleibt drin stecken. ok, dann klingelt es eben ununterbrochen. wir sind sowieso gleich weg. im befehlston sage den kindern, dass sie sich anziehen sollen. inzwischen hat die klingel ein einsehen und verstummt. ich verfrachte alles gepäck, wir steigen ins auto. handbremse lösen, rückwärtsgang. die räder drehen durch. erster gang und bis zur bordsteinkante vorwärts fahren. das klappt. jetzt wieder den rückwärtsgang und vollgas. ich möchte jubeln, weil wir uns endlich von der stelle bewegen. ich lasse es sein. gang raus, handbremse anziehen, aussteigen, das reserviertschild in der parklücke platzieren. wieder rein ins auto und los.
ich will eine garage.
meine seele war heute ganz schön zerknittert. ich musste sie mir vorhin beim friseur glattföhnen lassen. nun geht’s mir wieder besser. und an morgen früh denke ich erst mal noch nicht.
dass alle halbe stunde ein bus unsere straße entlang fährt, erwies sich heute früh als wahrer segen. es hatte in der nacht ordentlich geschneit, und wie immer sah es schlecht aus mit dem einsatz von räumfahrzeugen in den stadtrandgebieten. aber die busse hatten das weiße zeug zumindest einigermaßen plattgewalzt. trotzdem musste ich natürlich erst mal das auto von einer dicken schicht schnee befreien und dann außenrum schippen. morgendliche körperertüchtigung vom feinsten. im städtchen selber fiel die schneemenge um einiges geringer aus, und auf dem firmengelände war es nicht mal die hälfte. es ist doch immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich sich das wetter innerhalb von fünf kilometern präsentieren kann. den ganzen tag schneite es dann fleißig weiter, und ich war sehr gespannt, was mich bei meiner rückkehr vom büro erwartet …
chaotische zustände auf dem parkplatz. was sonst. ich rutschte also erst mal in eine ungeräumte lücke, griff erneut zur schneeschaufel und schippte einen hübschen platz für den corsa frei. und damit auch niemand auf die dreiste idee kommt und sein auto dort abstellt, während ich weg bin, habe ich danach einen wäschekorb mit einem hinter folie verpackten schild versehen, auf dem steht: “freigeschippt von/reserviert für familie B.” das kommt jetzt immer zum einsatz, sobald ich den parkplatz verlasse. hat letztes jahr hervorragend funktioniert. bin gespannt, ob es diesmal auch wieder so gut klappt.
ich finde, dass die welt gerade wunderschön ist. sie sieht so strahlend weiß aus. wie frisch gewaschen. aber jetzt kann es trotzdem wieder aufhören zu schneien. wo soll das zeug denn noch hingeschoben werden? ist doch nirgendwo mehr platz …
war wohl nix.
traumhafter schnee, aber dermaßen pulverig, dass mein vorhaben, einen schneemann zu bauen, zum scheitern verurteilt war. der nachmittag gestaltete sich trotzdem schön. ich habe erst mal vor lauter wut das weiße zeug vom parkplatz geschippt. dann kam die alex. es ist ja inzwischen fast schon tradition, dass wir am sonntag ein wenig zeit miteinander verbringen. wir sind zunächst eine runde durch die winterliche landschaft gestapft, wärmten uns anschließend mit viel tee auf, kühlten uns mit etwas wein wieder ab, verschlangen eine unmenge kuchen, schauten während all dem DSDS, rach, der restauranttester und bauer sucht frau und amüsierten uns aufs allerköstlichste.
der nachmittag war also doch mehr als nix. kommt gut in die neue woche
unser rattenkäfig ist inzwischen kein einfaches “gefängnis” mehr, sondern ein hochsicherheitstrakt. nachdem yoshiko es geschafft hat, die türen aufzustemmen, dachte ich anfangs, es würde reichen, diese zusätzlich mit gardinenklipsern zu sichern. falsch gedacht. die türen gehen so zwar nicht mehr auf, sie geben aber immer noch weit genug nach, um ein entwischen durch den so entstanden spalt zu ermöglichen. masako saß neulich trotz geschlossener türen AUF dem käfig. und glaubt mir, wenn ratten grinsen könnten, dann hätte sie es getan. ich musste mir also etwas anderes einfallen lassen und verriegel nun den fluchtweg mit schaschlikspießen.
faschingskostüm nummer zwei passt. bleibt nur zu hoffen, dass es am rosenmontag nicht so kalt ist. gefrierbrand am hintern sieht nämlich unschön aus.
wenn man etwas mit viel liebe kocht, dann schmeckt es einfach besser. heute hat der sohn beim kochen geholfen und außer den lebensmittelbestandteilen anscheinend zu meiner liebe noch seine liebe in den topf geworfen. es schmeckte auf jeden fall um welten besser als sonst.
ich müsste jetzt die küche einer grundreinigung unterziehen und wäsche abnehmen und so weiter und so fort. aber die sonne scheint ganz wunderprächtig, und da wäre es ja eine schande, in der hütte zu bleiben. darum geh ich lieber einen schneemann bauen.
einen schönen sonntag und bis bald
wenn ich die viel zu vielen salzkörner, die sich auf den belegten seelen des bäckers um die ecke befinden, zukünftig nicht mehr in den müllkübel krümel sondern in einer luftdicht verschließbaren dose aufbewahre, dann reicht die auf diese weise von frühjahr bis herbst gesammelte menge sicher aus, um mit ihr im winter den gehweg vorm haus schnee- und eisfrei zu halten.
mathe ist ein arschloch? kann gar nicht sein. das arschloch heißt englisch. und morgen gibt es zeugnisse. am freitag, dem dreizehnten. wer ist eigentlich auf diese flachgeistige idee gekommen?
das zweite faschingskostüm kam heute mit der post. ich hab mich noch nicht getraut, es anzuprobieren, werde allerdings ganz bitter enttäuscht sein, wenn es nicht passt.
es schneit. schon wieder. oder immer noch. so genau weiß ich das nicht. sieht jedenfalls schön aus da draußen.
ich muss jetzt noch wäsche aufhängen …
sagt man ja manchmal. es gibt aber auch sachen, bei denen man nicht allzu lange nachdenken darf, weil die entscheidungsfindung dadurch nicht einfacher wird.
die abwrackprämie ist ja gerade in aller munde. ob sie den gewünschten wirtschaftlichen aufschwung bringen wird? ich glaube es nicht. nachdem unser unersättlicher staat mir die kohle aber immer wieder ohne mit der wimper zu zucken aus der tasche zieht und diese prämie auch meine steuergelder enthält, überlegte ich in den letzten tagen wirklich ernsthaft, ob ich mir davon nicht etwas zurückholen soll. zumal beim zehn jahre alten corsa in nächster zeit einige hochpreisige reparaturen zu erwarten sind und die kiste ohnehin nicht mehr viel wert ist. also tummelte ich mich ein wenig im www und schaute gestern in der mittagspause mal beim autohaus um die ecke vorbei. da ich relativ knapp bei kasse bin und nicht viel eigenkapital beisteuern kann, ließ ich mir unter berücksichtigung des staatlichen zuschusses und des zusätzlich vom hersteller gewährten bonus ein leasingangebot machen und staunte nicht schlecht, als bei der monatlich zu berappenden miete der gleiche betrag herauskam, den ich noch bis august für den corsa zahlen muss. heute mittag bin ich erneut zu dem netten autoverkäufer und habe ihm gesagt, dass ich das schnuckelige ding nehme. natürlich hätte ich noch weitere angebote bei anderen händlern einholen können. aber genau das wäre mir dann wohl zum verhängnis geworden, denn ich hätte mich schlussendlich für EIN auto entscheiden müssen und wahrscheinlich nicht gewusst für welches und am ende gar keins “gekauft”. und außerdem hat mir der kleine auf anhieb gefallen. nicht zu groß und trotzdem mit ausreichend platz, jede menge ausstattung serienmäßig und als extra eine klimaanlage. und falls ihr jetzt wissen wollt, mit was ich demnächst unterwegs bin … da müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. so lange, bis das auto auf mich zugelassen ist. gut ding will schließlich weile haben