Monatsarchiv für Januar 2009

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ein käfig voller pelznasen

es war nicht einfach, wenigstens halbwegs vernünftige bilder meines nachwuchses zustande zu kriegen. die kleinen sind viel zu aufgeregt und zappelig und wollen nun mal nicht still sitzen. schon gar nicht, wenn sie von etwas so interessantem wie einer kamera angeschaut werden. aber was soll’s. ich präsentiere voller stolz …

… hiroko …

hiroko.jpg

… masako …

masako.jpg

… und die komplette rasselbande.

gewusel_klein.jpg

Geschrieben von emily am 14. Januar 2009 | Abgelegt unter geknipst | 5 Kommentare

eine handvoll pelznasen

nun sind es also fünf ratten, die bei mir wohnen. die beiden neuzugänge sind übrigens schon ausgewachsen und dürften ungefähr so alt sein, wie die drei anderen. nachdem sie mich und die kinder heute ausreichend beschnuppern und in die finger beißen durften, stellte sich für mich die frage nach der zusammenlegung aller pelznasen in den großen käfig. würde das funktionieren oder nicht? man liest ja in so ziemlich jedem buch zu diesem thema, dass man da viel zeit und geduld mitbringen muss und am besten schrittweise vorgeht. für den erstkontakt soll man zunächst die käfige nebeneinander stellen. so können sich die kleinen nager mit sicherem abstand betrachten, ohne dass es zu beißereien kommt. danach wird empfohlen, die tiere in den jeweils anderen käfig umzusiedeln, damit diese die gerüche aller annehmen, und den tausch dann wieder rückgängig zu machen. und erst dann soll versucht werden, alt und neu in einen käfig zu setzen. das war mir natürlich viel zu umständlich. und so schnappte ich mir heute die kleine yoshiko, übrigens die wildeste der rasselbande, und ließ sie einfach auf die neuen los. ich muss zugeben, dass ich dabei ziemlich bauchweh hatte. und mal ehrlich, wenn es schiefgegangen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich ein problem gehabt, yoshiko wieder dort raus zu kriegen, ohne selber böse gebissen zu werden. aber es hat hervorragend geklappt. nach ein paar minuten war naoko dran, zum schluss mitsuko. natürlich kam es zu kleineren rangeleien, weil die position der chefin des rudels neu festgelegt werden musste. das war allerdings auch recht schnell geklärt, weil sich yoshiko wie erwartet durchgesetzt hat. nun herrscht ruhe, denn vom vielen klettern und rumwuseln sind die fünf müde. sie liegen zusammengekuschelt in ihren häusern und schlafen …

Geschrieben von emily am 10. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

hiroko und masako

des einen freud ist bekanntlich des anderen leid. und so gab es heute nicht nur lachende gesichter, sondern auch ein weinendes.
am vormittag erzählte mir die kollegin von ihrer freundin und dass deren tochter zwei ratten hat, auf die sie allergisch reagiert und die deshalb wieder weg müssen. sie sprach dabei nur vom käfig und fragte mich, ob ich interesse an ihm hätte. er wäre schön groß und fast neu und mit ein bisschen zubehör. preis = verhandlungssache. in der mittagspause fuhr ich nach hause und rief bei der familie an. doch als erstes erkundigte ich mich natürlich nicht nach dem käfig, sondern danach, ob es sich bei den tieren um männliche oder weibliche handelt. weiblich. klasse. für mich stand sofort fest, dass ich den käfig mit komplettem inhalt nehme, also mit den ratten, wenn der preis stimmt. etwa zweihundert euronen hat alles gekostet. ich rechnete mit mindestens der hälfte und glaubte, mich verhört zu haben, als mir vorgeschlagen wurde, dem kind dreißig euronen dafür zu geben. ich packte die transportbox ins auto und fuhr nach feierabend los, um alles abzuholen. und da gab es dann tränen bei der bisherigen besitzerin. verständlich, aber hilft ja nix. und sie kann uns ja mal besuchen und schauen, wie es den beiden pelznasen geht. sie hat auch nicht nur dreißig, sondern fünfzig euronen von mir bekommen, wobei selbst das für mich ein unglaublicher schnäppchenpreis war. als ich schließlich mit meiner fracht zu hause ankam, brachte ich zunächst nur den käfig ins wohnzimmer. die kinder machten große augen und waren begeistert, dass yoshiko, mitsuko und naoko nun so viel platz haben werden. dann holte ich die box mit dem nachwuchs … was für eine überraschung, welch freudestrahlende gesichter!!!
leute, ab sofort gehören hiroko und masako zu unserer familie. fotos werden selbstverständlich nachgereicht.

Geschrieben von emily am 9. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 8 Kommentare

heute schon in den spiegel geschaut?

kinder, ich hätte mir vor ein paar minuten fast in die hose gemacht. da sitze ich so im wohnzimmer, matsche mit acryllack rum und lasse mich nebenbei von einer tausenprozentig sinnfreien TV-sendung berieseln. und da muss doch ausgerechnet guildo horn sagen, dass henry valentino (der sang zusammen mit uschi “im wagen vor mir”) irgendwie eklig ausgeschaut hat.
warum stopfe ich eigentlich keine DVD in den player? wäre doch eine echt gute alternative. mach ich jetzt mal …

Geschrieben von emily am 6. Januar 2009 | Abgelegt unter gesehen | 3 Kommentare

ein blick in die zukunft???

so sieht das gebilde aus, das für mich beim bleigießen in der silvesternacht entstanden ist. und ich dachte mir, am ersten dienstag des jahres könnte ich euch dazu gleich mal etwas fragen. was stellt das denn eurer meinung nach dar? welche überraschung hält null neun für mich bereit? und wie steht ihr zu dingen wie bleigießen und den damit verbundenen deutungen für die zukunft?

bleigiessen_vorn.jpg

bleigiessen_oben.jpg

Geschrieben von emily am 6. Januar 2009 | Abgelegt unter geknipst, gefragt | 12 Kommentare

ärger mit frau A.

wenn eine eigentümergemeinschaft jemanden dafür bezahlt, gebäude und grundstück zu verwalten, dann sollte diese person das auch zuverlässig tun. leider ist das bei der für uns zuständigen frau A. nicht der fall. sie kriegt nicht mal die einfachsten dinge auf die reihe. trotz meiner und einiger anderer gegenstimmen wurde im frühjahr null sieben mehrheitlich beschlossen, dass die treppenhäuser, es handelt sich dabei um neun stück, ab jahresmitte von einer firma gereinigt und die kosten dafür durch die anzahl der wohneinheiten geteilt werden. als dann die nebenkostenabrechnung kam, wurde ich allerdings stutzig, denn der betrag für diesen posten erwies sich als höher, als er hätte sein dürfen. es stellte sich heraus, dass frau A. als verteilerschlüssel nun doch die wohnfläche genommen hatte. ein fehler, der eigentlich nicht passieren darf, zumal sich diese umlegung logisch auch nicht nachvollziehen lässt. theoretisch hätte ich darauf bestehen können, dass sie die ganze abrechnung noch mal und richtig macht. weil ich aber kein unmensch bin und ihr die arbeit ersparen wollte, beließ ich es dabei und zahlte einfach ein paar euronen mehr. und das war wirklich ein netter zug von mir, denn … nachdem weder ich noch die beiden familien über mir mit der reinigung des treppenhauses zufrieden waren, hatte ich frau A. einige tage vorher (im april null acht!!!) schriftlich mitgeteilt, dass wir zum nächstmöglichen zeitpunkt aus dem putzvertrag heraus wollen. das würde auch gehen, sagte sie mir, allerdings nicht im laufenden jahr. eine erklärung dafür blieb sie mir schuldig. der vertrag, der zur jahresmitte abgeschlossen wurde, konnte zur jahresmitte also nicht gekündigt werden. ich behaupte jetzt einfach mal, der einzige grund dafür war, dass frau A. bei der nächsten abrechnung etwas mehr arbeit gehabt hätte. nun gut, ich hatte schlichtweg keinen bock, mich mit ihr rumzustreiten. dann würde eben bis zum jahresende auch weiterhin schlampig geputzt werden. was soll’s. doch nun hat ein neues jahr begonnen, und *trommelwirbel* heute wurde der dreck wieder gleichmäßig auf den stufen verteilt. da bin ich natürlich sofort raus und habe die dame und den herrn gefragt, ob sie denn nicht wüssten, dass dies nicht mehr ihr terrain ist. und jetzt kommt’s: man hätte ihnen das zwar telefonisch mitgeteilt, aber sie haben keine schriftliche kündigung erhalten und würden nun in der luft hängen. sozusagen. hab ich mir das telefon geschnappt und frau A. angerufen. sie bat darum, mit den “putzenden” sprechen zu dürfen, die mir kurz darauf den hörer zurückreichten und abzogen. da hatte frau A. bereits aufgelegt. schade eigentlich. aber sie wird schon wissen, warum. ich wäre nämlich nicht mehr nett zu ihr gewesen. zu menschen, die einen haufen kohle einstreichen und es dann nicht mal schaffen, innerhalb eines dreivierteljahres eine kündigung zu schreiben, will ich nicht mehr nett sein. und frau A. kann sich schon auf die nächste eigentümerversammlung freuen, denn wenn mich vorher nicht jemand medikamentös ruhigstellt und/oder knebelt, werde ich mit bitterbösen worten um mich schmeißen, weil das leider nicht die einzige sache ist, bei der frau A. versagt hat und es sich bei allen anderen unzulänglichkeiten, die sie wissentlich ignoriert, bei weitem nicht um derartige peanuts handelt.

Geschrieben von emily am 5. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

projekt 52, woche 31: wertvoll

das foto zum thema wertvoll war für mich in der umsetzung das schwierigste beim gesamten projekt 52. nicht, weil mir dazu nichts eingefallen ist. eine idee hatte ich recht schnell. ganz besonders wertvoll ist für mich nämlich die fähigkeit, meine umwelt sehen zu können. und so dachte ich mir, ich könnte eine collage machen, die nur aus augen besteht. gar nicht so einfach, denn es hat echt lange gedauert, bis ich genug material zusammen hatte. heute habe ich mich nun hingesetzt, aus den vielen fotos die passenden teile rausgeschnitten und daraus meinen projektbeitrag gebastelt. darauf zu sehen sind die augen von freunden, deren kindern, meinen kindern und natürlich meine eigenen. von ernst bis freudig strahlend, von weit aufgerissen bis zusammengekniffen, es ist fast alles dabei. ein dickes DANKE an diejenigen, die ich knipsen durfte :)
(klick macht BIG)

projekt52_31_klein.JPG

Geschrieben von emily am 2. Januar 2009 | Abgelegt unter projekt 52 | 9 Kommentare

rutschige angelegenheit

wenn man kinder hat, dann stellt sich einem ja immer die frage, wie und wo silvester gefeiert wird. eine party zu hause ist natürlich am einfachsten. doch diesmal hatte B. zu sich eingeladen, und so fuhren wir also ins städtchen und freuten uns auf eine prächtige nacht im kreise von ein paar freunden. es gab zunächst mal lecker essen mit diversen salaten und würstchen, und danach wurde der schokobrunnen, den B. zu weihnachten geschenkt bekommen hatte, in betrieb genommen.

 schokobrunnen.jpg

die zeit raste dahin, und dann war es auch schon viertel nach elf. den jahreswechsel wollten wir mitten im getümmel feiern, und so packten wir uns warm ein und marschierten los. als wir das haus verließen, hatte es gerade angefangen zu schneien. eine hauchdünne weiße schicht bedeckte die welt, und kleine flöckchen wirbelten um uns herum. war das schön! kurz vor mitternacht erreichten wir unser ziel: die burghalde, die über allem thront und von der man einen wunderbaren blick aufs städtchen genießen kann. die party war bereits in vollem gange. gerade noch rechtzeitig schaffte ich es, die plastikbecher mit sekt zu füllen und dann … anstoßen, alle umarmen und mit wünschen überhäufen, mit knallern die bösen geister vertreiben, die fast ein meter langen wunderkerzen anzünden, dem nicht enden wollenden glitzern und funkeln der raketen zuschauen. die kinder hatten so ein spektakel noch nicht erlebt, und beim sohn hat man gemerkt, dass er damit fast schon überfordert war. er hat trotzdem gut durchgehalten und mit mir sogar noch eine kleine schneeballschlacht veranstaltet. gegen eins traten wir den rückzug an. es schneite immer noch, und die straßen waren inzwischen komplett zu. hier eine kreuzung mitten im städtchen.

neujahrsschnee.jpg

wieder im warmen und trockenen angekommen, hatten wir natürlich noch nicht genug. es war ja erst halb zwei, und wir wollten schließlich beim bleigießen erfahren, was das jahr so alles mit sich bringen könnte. das haben wir dann also auch noch gemacht, wobei ich nicht so genau sagen kann, als was ich das gebilde, das bei mir entstand, überhaupt deuten soll. ich zeige euch das demnächst mal. und irgendwann, es muss gegen halb drei gewesen sein, herrschte aufbruchstimmung. aber wie sollte ich mit den kindern eigentlich nach hause kommen? mein pegel war zu hoch, um noch selber fahren zu dürfen. ich versuchte eine halbe stunde lang, ein taxi zu kriegen. keine chance. also fußmarsch. doch - wie sollte es auch anders sein - gestern taten mir das erste mal in meinen geliebten schnürstiefeln die füße weh. richtig weh. mit tenzend zur offenen wunde. mir war klar, dass ich so auf gar keinen fall bis zu meiner hütte laufen kann. barfuß wäre bei dem wetter aber auch nicht empfehlenswert gewesen. ich rief bei S. an, die gerade zwei andere freundinnen über spiegelglatte straßen chauffiert hatte, und sie fuhr dann tatsächlich noch mal einen umweg, hat uns auf halber strecke eingesammelt und um halb vier zu hause abgesetzt. die kinder fielen erschöpft in ihre betten, und ich tat es ihnen gleich, nachdem ich meine geschundenen füßchen mit panthenol und pflaster versorgt hatte.
so sah also mein jahreswechsel aus. schön war er. anstrengend, aber wirklich schön. und am heutigen tag stand faulenzen auf dem programm. ich habe nicht mal mittagessen gekocht, sondern mit dem sohn um die wette cornflakes geknuspert, denn die tochter lag sowieso bis nachmittags halb drei im bett und hat ihren schlafanzug gar nicht erst ausgezogen.
willkommen null neun. bis jetzt gefällst du mir :)

Geschrieben von emily am 1. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | 5 Kommentare

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