Monatsarchiv für Januar 2009

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sonntagsbraten

ich weiß ja nicht, wie es euch beim anbraten von rouladen geht. bei mir entstehen dann jedenfalls immer zweifel an der funktionstüchtigkeit des dunstabzuges. das ding auf höchste stufe zu stellen, bringt rein gar nichts. es hilft nur noch das öffnen des fensters, wenn man nicht in nebelschwaden ersticken will. was mich aber am allermeisten ärgert, das ist die tatsache, dass die ganz küche danach geputzt werden muss, weil sich während der herstellung des sonntagsbratens ein fieser fettfilm gleichmäßig im raum und auf allem, was da so rumsteht, verteilt. deshalb werden rouladen auch schon am samstag gemacht und am nächsten tag nur noch mal aufgewärmt. so kann wenigstens in einer sauberen küche gegessen werden. ich bin dann mal mit putzen beschäftigt …

Geschrieben von emily am 31. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 9 Kommentare

projekt 52, woche 39: liebe

eins der vier noch ausstehenden themen zum projekt 52 des letzten jahres dreht sich um die liebe. und dazu ist mir bei meiner heutigen frischluftzufuhr endlich ein foto gelungen.
schaut doch mal, wie liebevoll sich der efeu an die tanne schmiegt und sie umarmt. *seufz*
(klick macht BIG)

projekt52_39_klein.jpg

Geschrieben von emily am 29. Januar 2009 | Abgelegt unter projekt 52 | 2 Kommentare

unterm strich NULL

ich wollte euch die ganze zeit schon etwas erzählen und hätte es doch glattweg vergessen, wenn die frau wortteufel mich nicht daran erinnert hätte. sie hat nämlich mit ganz entzückenden worten zum ausdruck gebracht, in welch schönem land wir leben. und da ist es mir dann wieder eingefallen, was ich euch erzählen wollte.
um zehn euro wurde das kindergeld erhöht. das wissen sicher alle, weil diese finanzielle heldentat ja ausreichend in den medien publiziert wurde. welch fürsorgliche geste unseres kinderfreundlichen staates werden sich viele dabei vielleicht gedacht haben, und ich könnte es sogar als solche betrachten, obwohl zehn euro nichts weiter als der berühmt-berüchtige tropfen auf den heißen stein sind. doch was die meisten nicht wissen, weil diese nachricht natürlich weniger bis kaum medienwirksam an die öffentlichkeit gelangte, das möchte ich euch an dieser stelle verraten: der unterhaltsvorschuss wurde zeitgleich um zehn euro gekürzt.

Geschrieben von emily am 29. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

da bin ich wieder!

krank zu sein, das ist echt anstrengend. ich steckte seit samstag in zwei bis drei schichten klamotten und wickelte mir außerdem noch meinen dicken, flauschigen, kuscheligen, selbstgestrickten schal um den hals. ich kochte und trank so viel tee, dass mir das zeug theoretisch zu den ohren hätte herauslaufen müssen. ich dachte und denke drei mal täglich an die eine und zwei mal täglich an die andere medizin. ich lag stundenlang auf der couch und habe gelesen, kataloge durchgeblättert, zwischendurch den tee auf die pipibox gebracht, immer wieder probiert, ob die schoki nach schoki schmeckt (definitiv die beste möglichkeit, um die funktion der geschmacksnerven zu testen), habe geschlafen, mir die nase geputzt und mit salbe versucht, eine optische katastrophe zu vermeiden (hat nicht so ganz geklappt), trotz zwei bis drei schichten klamotten und dem dicken, flauschigen, kuscheligen, selbstgestrickten schal gefroren, gehustet, geniest, gelitten, geflucht, geweint …
die nase läuft noch ein bisschen. keine ahnung, wo sie hin will. die stimme ist einigermaßen ok. ich habe keine schmerzen mehr und denke mal, dass das knistern und gelegentliche quietschen im rechten ohr auch noch ganz verschwindet. falls nicht, kaufe ich mir einfach ein anderes. (weiß jemand, was ein neues ohr kostet? und wenn ich das alte verschrotten lasse, spendiert mir die krankenkasse dann eine abwrackprämie?)
DANKE an alle, die an mich gedacht und wahrscheinlich auch mit mir gelitten und mir gute besserung gewünscht haben :)

Geschrieben von emily am 29. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

außer gefecht

ich war ja fest davon überzeugt, dass es mir heute besser geht. allerdings quälte ich mich erneut völlig kraftlos und mit schmerzendem kopf aus dem bett. zusätzlich musste ich dann noch feststellen, dass die rechte gesichtshälfte leicht angeschwollen ist. die rüsselpest nahm also doch besorgniserregende ausmaße an, und ich entschied mich deshalb gegen die fahrt ins büro und stattdessen für einen kleinen plausch mit dem arzt meines vertrauens. das war auch gut so, denn: nasennebenhöhle dicht, stirnhöhle dicht, stark geschwollene lymphknoten, eitrige mandeln. nun darf ich antibiotika schlucken, soll weiterhin viel tee trinken, mit kamillenaufgüssen inhalieren, täglich zehn minuten an die frische luft gehen und mich die ganze woche vom schreibtisch fernhalten. und wenn bis mittwoch keine deutliche besserung spürbar ist, will mich der herr K. noch mal sehen, weil dann die wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass der pharmazeutische hammer bei mir nicht anschlägt. bleibt zu hoffen, dass ich zu den neunzig prozent der menschheit gehöre, bei denen das zeug hilft. ich wäre nämlich wirklich gern wieder schmerzfrei.

Geschrieben von emily am 26. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

jammercontent

die ganze woche wurde um mich herum gehustet und geniest. freitag mittag verspürte ich dann selbst die ersten unheilbringenden symptome im hals. am spätnachmittag war es bereits so schlimm, dass ich die nächtliche fotosession mit der alex absagte. nachdem sie mich mit einem mir gänzlich unbekannten medikament versorgt hatte, ging es mir zwischenzeitlich wieder besser, und wir fuhren doch noch ins PT. nach knapp zwei stunden fühlte sich mein kopf allerdings an, als wolle er explodieren. ab nach hause. ab ins bett. die einzigen unternehmungen am gestrigen tag bestanden darin, den wöchentlichen großeinkauf zu erledigen, eine fertigpizza in den ofen zu schieben und im einkaufstempel den reparierten DS des sohnes abzuholen. ansonsten lag ich niesend, tee trinkend, lesend und schlafend auf der couch und fühlte mich sehr elend. und heute? ich fühlte und fühle mich noch elender. vom nudelauflauf, den ich trotz allem zusammen mit dem sohn gekocht habe, behaupte ich mal, dass er hervorragend geschmeckt hat, denn die kinder haben gut gegessen. meine geschmacksnerven sagten rein gar nichts dazu. ich war eine halbe stunde mit der alex an der frischen luft, bin danach völlig erschöpft auf die couch gesunken und beim lesen des aktuellen buches nach ein paar seiten eingeschlafen. und wie so oft hat der grippale infekt nur eine kopfhälfte befallen. es tränt und brennt das rechte auge. es ist das rechte nasenloch abwechselnd verstopft oder am laufen. es ist das rechte ohr, mit dem ich nur noch halbe kraft voraus etwas höre. und es ist die rechte kieferseite, die mit allen dort verwurzelten zähnen weh tut. nur der restliche körper schmerzt komplett beidseitig und links etwas schlimmer als rechts. kann mir mal jemand erklären, warum ich nicht ganz normal wie der rest der welt krank sein kann? und vor allem, warum erwischt es mich bevorzugt am wochenende?
emi, hör auf zu jammern. sei doch dankbar dafür, dass zumindest die linke kopfhälfte ok ist. morgen fängt ne neue woche an. morgen bringst du die scheiß viren dahin zurück, wo du sie her hast. dann soll sich jemand anders um deren wohlergehen kümmern. und jetzt schau, dass du ins bett kommst. deine nachbarn kannst du morgen auch noch lesend besuchend.

Geschrieben von emily am 25. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

es hat mich doch erwischt …

… das jahresrückblickstöckchen. und auch wenn jule meint, dass sich niemand genötigt fühlen muss, es aufzuheben, so tue ich es mit etwas verspätung doch noch. bin ja schließlich ein braves mädchen. 

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
mehr als eine sechs kann ich ihm nicht geben.

2. Zugenommen oder abgenommen?
zugenommen. drei kilo wegen übermäßigen schokoladenkonsums mit gleichzeitigem mangel an bewegung. blöde sache.

3. Haare länger oder kürzer?
sie sind ein paar zentimeter kürzer, aber das fällt kaum auf.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
die augen betreffend bin ich noch genauso kurzsichtig. dagegen hat sich das leben betreffend meine kurzsichtigkeit ganz rasant in eine weitsichtigkeit gewandelt.

5. Mehr Kohle oder weniger?
unterm strich eindeutig weniger, denn die summe der einnahmen und die summe der ausgaben wurden sich trotz sparkurs immer ähnlicher.

6. Besseren Job oder schlechteren?
ich habe immer noch den gleichen, aber ich habe ihn letztes jahr auf jeden fall noch besser gemacht als vorher.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
weniger, unfreiwilligerweise

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
einen erstklassigen maulkorb

9. Mehr bewegt oder weniger?
weniger

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
das waren nur zwei, glaube ich. bei der ersten handelte es sich um einen ausfall meines nervenkostüms, und im august war ich drei tage wegen einer fiesen erkältung krankgeschrieben.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
die erste

12. Der hirnrissigste Plan?
für andere partei ergreifen

13. Die gefährlichste Unternehmung?
festwoche ohne urlaub

14. Die teuerste Anschaffung?
ein neuer auspuff für meinen altersschwachen corsa

15. Das leckerste Essen?
da musste ich jetzt aber wirklich ernsthaft nachdenken. wann habe ich wo gegessen und was? sehr lecker war es beim inder meines vertrauens, wobei ich nicht mehr sagen kann, wie das gericht hieß. da muss ich unbedingt wieder mal hin.

16. Das beeindruckendste Buch?
feuchtgebiete
(ich weiß, dass ich komisch bin.)

17. Der ergreifendste Film?
sweeney todd - der teuflische barbier aus der fleet street
(JAAAAA, ich bin komisch.)

18. Die beste CD?
philipp poisel - wo fängt dein himmel an?

19. Das schönste Konzert?
konzerte gab’s letztes jahr leider nicht so viele. am schönsten war die weihnachtsparty der presley family.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
arbeit

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
verrat ich nicht

22. Zum ersten Mal getan?
mit den kindern urlaub gemacht

23. Nach langer Zeit wieder getan?
geweint, weil ich glücklich war und mich rundum wohlgefühlt habe

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
der gewinn eines erstklassigen maulkorbs

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
dass es bereits seit drei jahren MEIN job ist

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
mich selbst

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
zwei minuten

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
das bleibt mein geheimnis.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
das bleibt ebenfalls mein geheimnis.

30. Dein Wort des Jahres?
sonnenschein

31. Dein Unwort des Jahres?
produktverantwortlichkeit

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
ein lieblingsblog habe ich nicht. bei allen, die in meiner liste stehen, bin ich gern zu gast. stellvertretend nenne ich hier allerdings mal das nachbarland, weil der herr axel nach langer zeit endlich wieder dort eingezogen ist.

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!
im vorjahr flog das stöckchen an mir vorbei. (nächstes jahr bitte auch.)

wer selbst noch mal auf null acht zurückblicken will, der möge sich bedienen. viel spaß :)

Geschrieben von emily am 23. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt, gefangen | 4 Kommentare

montags an der tanke

ist in einem oder mehreren der erdölfördernden länder krieg ausgebrochen? neigen sich die ölvorräte ihrem ende entgegen? oder liegt es einfach nur daran, dass am montag nachmittag der sprit am billigsten ist?
es war wieder mal ein anblick, der mich fast zu einer vollbremsung verleitet hat. einfach herrlich. dicht an dicht gedrängt standen die autos an der tankstelle und bildeten einen rückstau bis auf die straße. irgendwann werde ich mal anhalten, mich hämisch grinsend an diesem bild ergötzen, die kamera aus der tasche holen und den irrsinn für die nachwelt konservieren.

Geschrieben von emily am 19. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

projekt 52/09, woche 2: zeit

und auch dieses jahr gibt es das projekt 52, und obwohl ich noch nicht alle fotos für null acht geschafft habe, bin ich wieder dabei. geändert hat sich an den spielregeln zwar, dass es keine extra fürs projekt angefertigten werke sein müssen, ich werde aber trotzdem versuchen, immer frischware zu liefern. gleich beim ersten thema “deine stadt” habe ich damit leider ein problem, weshalb es sich in die warteschlange einreihen muss. das thema der zweiten woche ist dagegen recht einfach: zeit. aus sekunden werden minuten, aus minuten stunden, aus stunden tage und so weiter. die zeit tickt beständig vor sich hin. manchmal vergeht sie mir zu langsam, meistens jedoch viel zu schnell. dann bin ich bestrebt, sie möglichst effektiv zu nutzen und nicht mit leerlauf zu verschwenden. wenn sich die arbeit in der hütte beispielsweise wieder mal stapelt und mir die waschmaschine mit ihrer anzeige verrät, dass sie in zwölf minuten fertig ist, setze ich mich nicht tagträumend daneben und warte darauf, von ihrem piepsen geweckt zu werden, sondern schnappe mir die kamera, mache ein foto und putze anschließend noch schnell ein fenster.

projekt52_09_02.jpg

Geschrieben von emily am 17. Januar 2009 | Abgelegt unter projekt 52/09 | 2 Kommentare

what has happened in the wood of fairytales?

kinder, ich lach mich kringelig …
verstehen werden diesen beitrag eventuell nur diejenigen, die wie ich zur teenager spätlese gehören und im osten des landes aufgewachsen sind. aber alle anderen dürfen und sollen ihn natürlich auch lesen ;-)
gestern abend schaute ich das serienprogramm unserer österreichischen nachbarn, und da drangen bei der werbung für eine andere serie die klänge von “who needs enemies” vom montana sextet feat. nadiyah an mein ohr. kennt das außer mir eigentlich noch jemand? moment mal, dachte ich mir. da war doch noch was. damals im osten. und so machte ich mich auf die suche und wurde nach dem durchwühlen diverser foren auch endlich fündig. ja, damals im osten, da wurde nämlich nicht nur gejammert. es gab auch menschen, die kreativ waren und mit den meistens nur dürftig zur verfügung stehenden mitteln etwas richtig geiles gemacht haben. einer von ihnen war frank habetha, techniker bei DT64, dem jugendsender der ehemaligen DDR. und er hat sich “who needs enemies” geschnappt und das stück mit passagen der kindersendung “zu besuch im märchenland” zu etwas verrührt, das wahrscheinlich weltweit einmalig ist. wie er das gemacht haben könnte, wird hier ganz unten erklärt. das hat in den achtzigern natürlich keinen interessiert. wir wollten das nur hören, und - in der heutigen zeit unvorstellbar - der mix lief nicht nur im radio. er wurde sogar in diskotheken gespielt. und gestern habe ich sie endlich wiedergefunden, diese perle ostdeutscher kultur (das meine ich ernst!!!), und ich kindisches ding könnte mich beim anhören kringelig lachen. klickt doch einfach mal hier und lacht ein bisschen mit.

Geschrieben von emily am 15. Januar 2009 | Abgelegt unter gelebt, gehört | 2 Kommentare

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