ändere zeile vierzig in deinem programm

bei vielen liedern trällert man einfach mit und macht sich kaum gedanken darüber, was man eigentlich singt. bei den deutschsprachigen fetenhits versteht man zumindest die meist sehr sinnfreien inhalte. aber wie ist es denn bei englischen songtexten? aktuell dudelt im autoradio eine CD mit den best of the 80s. unter anderem ist “changing minds” von 16 bit dabei. der herr väth gibt da folgendes von sich …

read the instructions on your plasma screen
store your program on disc
and now you move with the cursor
up and down
left and right
printing directly from the keyboard
change line fourty in your program
insert a sheet of paper
and let the system run

wie ist das denn bei euch? denkt ihr manchmal darüber nach, was für seltsame lyrics euch um die ohren gehauen werden? singt ihr dann trotzdem noch mit? vielleicht sogar lauter als vorher? und habt ihr ein beispiel für etwas besonders “gelungenes” parat?

Geschrieben von emily am 28. Oktober 2008 | Abgelegt unter gefragt |

9 Kommentare zu “ändere zeile vierzig in deinem programm”

  1. Uweam 28. Oktober 2008 um 18:49 Link zum Kommentar

    Ein spannendes Thema, was sie da anschneiden :-) Ich ärgere mich gerne mal über die teilweise grottigen englischen Texte vieler Titel, freue mich über anspruchsvolles wie Pink Floyd und singe auch gerne überall mehr oder weniger unpassend mit. Ein Highlight ist dabei für mich die Coverversion “Der Hund von Baskerville” von Cindy & Bert, basierend auf (festhalten) Black Sabbath’s Paranoid. Das ist textlich so ziemlich das grausamste was ich kenne und trotzdem cool finde - genug Alkohol vorausgesetzt ;-)

  2. crosaam 28. Oktober 2008 um 21:52 Link zum Kommentar

    Ich habe ja die 80er geliebt, aber so mancher Text ging ja mal gar nicht. Aber genau das war vielleicht das schöne an den 80ern, es ging eben einfach doch….

  3. herr axelam 29. Oktober 2008 um 07:44 Link zum Kommentar

    ich kann mich dem nicht so ganz anschliessen, da für mich die lyrics bei der musik fast am wichtigsten sind. unsinnige texte, die keinen sinn ergeben, kommen bei mir daher nicht aus den boxen und werden auch nicht nachgeträllert. künstler, die es schaffen, die musik und die texte zu einem gelungenen gesamtwerk zu vereinen, daraus eine richtige stimmung erzeugen, sind für mich die wahren musikalischen helden. und am besten schaffen dies nach wie vor die jungs meiner absoluten lieblingsband: radiohead.

  4. Beachballam 29. Oktober 2008 um 19:34 Link zum Kommentar

    Im allgemeinen stehe ich ausdrücklich auf Musik mit guten Texten. Wenn die Lyrics nur das Alibi dafür abgeben, dass da jemand singt, ist es Essig mit dem wahren Kunstgenuss! Immerhin können sich ja Musik und Text gegegnseitig stützen und eine viel intensivere Aussage formulieren, als es eines der beiden Medien allein könnte. Darum liebe ich zettbee die Nits und Calexico. Da geh ich mit Signore Axel konform!
    Aber fiese Übersetzungen können auch einen Heidenspaß bereiten. Siehe “Rhythmus ist ein Tänzer” von “Snap” (sie ruhen in Frieden). Oder “The Great Commandment” von “Camouflage” - die Mucke fand ich seinerzeit ganz gut, aber der “englische” Text offenbart Perlen wie einen “peinlichen Bürgersteig” (embarrassing pavement) - sollte eigentlich “beschämende Armut” geheißen haben, wie die beigelegte offizielle deutsche Übersetzung verriet. So etwa auf dem Niveau spielte sich der komplette Text ab. Toll! Besser noch sind nur chinesische Gebrauchsanleitungen und Touri-Speisekarten in spanischen Ferienorten.

  5. Katjaam 29. Oktober 2008 um 21:38 Link zum Kommentar

    Herr Axel, ich kann und muss Ihnen sowas von uneingeschränkt zustimmen….

  6. Herr Schmidtam 30. Oktober 2008 um 10:39 Link zum Kommentar

    Ich finde man muss zwischen anspruchsvoller und Spaß-Musik unterscheiden. Wenn ich einfach nur Spaß haben will, ist mir der Text egal.

  7. Beachballam 30. Oktober 2008 um 23:25 Link zum Kommentar

    Nö Herr Schmidt! Richtig Spaß macht nur die “anspruchsvolle” Musik. Die Radiogülle kann man nur im Suff ertragen.

  8. Beachballam 30. Oktober 2008 um 23:27 Link zum Kommentar

    Ach ja Frau Emily: Ist das erfreuliche Headerfoto ne Eigenkreation? Besticht jedenfalls durch den erlesen zartbitteren Geschmack!

  9. emilyam 31. Oktober 2008 um 20:18 Link zum Kommentar

    @alle: tausend dank für eure meinungen. zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir wohl alle mehr auf die inhaltlich wertvollen texte stehen (wobei auch da die ansprüche sicher sehr verschieden sind) und nur in ausgelassener stimmung die geistigen tiefflieger ok finden. etwas anderes hatte ich von euch auch nicht erwartet :)

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