projekt 52, woche 41: was macht mich glücklich?

wenn ich die menschen in meiner umgebung beobachte, dann habe ich sehr oft den eindruck, dass die vielen kleinen und doch so schönen dinge des lebens keinerlei gefühlsregung mehr in ihnen verursachen. sie gelten als selbstverständlich und werden mit emotionaler blindheit gestraft. man freut sich nicht mehr über sie, und glücklich machen sie erst recht nicht. es muss schon etwas ungewöhnliches und ganz besonderes sein, sonst bleibt das gefühl des glücks weg. bei mir ist das nicht so. aber vielleicht definiere ich glück auch einfach anders und setze die maßstäbe nicht so hoch …
als ich gestern mittag einen spaziergang machte, kam ich an einem bauernhof vorbei, auf dessen benachbarter wiese das braunvieh stand. der morgendliche nebel war immer noch nicht verschwunden, sondern nur ein bisschen höher gerutscht, doch ich konnte spüren, wie die sonne ganz hartnäckig versuchte, ihn zu durchdringen. in dieser herbstlichen stimmung, umgeben von ruhe und angenehm kühler luft, gingen mir für ein paar minuten die von stress und sorgen belasteten gedanken verloren. und das hat mich glücklich gemacht.
(klick macht BIG)

projekt52_41_klein.jpg

Geschrieben von emily am 11. Oktober 2008 | Abgelegt unter projekt 52 |

7 Kommentare zu “projekt 52, woche 41: was macht mich glücklich?”

  1. crosaam 11. Oktober 2008 um 21:53 Link zum Kommentar

    Frau Emily, was sie glücklich macht, das macht sie sehr sympathisch :)

  2. emilyam 11. Oktober 2008 um 22:04 Link zum Kommentar

    tausend dank. ich bin ja froh, dass das wenigstens einige menschen nachempfinden können. von den meisten werde ich deshalb nämlich nur seltsam belächelt. wobei mir genau die im grunde genommen leid tun, weil sie vielleicht gar nicht mehr wissen, wie sich glücklichsein anfühlt.

  3. lilitham 12. Oktober 2008 um 08:01 Link zum Kommentar

    Hei,
    ich kann das verstehen! Nachdem ich eigentlich rund um die Uhr mit den Zwillingen zu tun habe, bin ich Donnerstag abend mal alleine spazierengegangen. Und da zeigte sich der Herbst in wunderschönster Pracht. Der Himmel war dunkel. Die Bäume in der Straße, durch die ich ging, waren so mächtig, dass sie über der Straße zusammenstießen. Inmitten der Kronen befanden sich Straßenlaternen, die die herbstlichen Blätter erstrahlen ließen. Vor dem dunklen Himmel dieses wundervolle orange-rot, es war schön kühl und ich hatte Musik in den Ohren, kein Kind dabei und statt dessen ein bisschen Zeit. Was war das schön!

    (aber wenn ich gerade die Zwei sehe, wie sie drüben mit dem Papa spielen, dann ist es doch noch schöner. Aber dennoch…)

  4. Arminsanam 13. Oktober 2008 um 17:27 Link zum Kommentar

    Unser Allgäuer Braunvieh ROCKT! :-D

  5. emilyam 13. Oktober 2008 um 18:38 Link zum Kommentar

    @lilith: so einfach kann es sein, sich glücklich zu fühlen. (schick mir doch bitte wieder mal ein bild von den beiden!!!)

    @arminsan: und wie!!! (schön, dass du noch lebst. hab ja schon ewig nix mehr von dir gehört. weißt du eigentlich noch, wie gut mein kaffee schmeckt?)

  6. Arminsanam 21. Oktober 2008 um 09:55 Link zum Kommentar

    Jup weiss ich ncoh :-) der Kaffe war auch lecker ;-)

  7. emilyam 21. Oktober 2008 um 19:46 Link zum Kommentar

    dann beweg doch deinen entzückenden hintern einfach wieder mal zu mir. oder lad mich mal zu dir ein. ich bring auch kaffee mit ;-)

Einen Kommentar schreiben