Monatsarchiv für Oktober 2008

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einen neuen header braucht die welt

Ist das erfreuliche Headerfoto ne Eigenkreation? Besticht jedenfalls durch den erlesen zartbitteren Geschmack!

das wollte beachball in seinem letzten kommentar wissen. und weil es vielleicht noch mehr von euch interessiert: ja, es ist eine eigenkreation, und es war an der zeit, wieder mal ein anderes bild online zu stellen. am montag hat mich der himmel mit diesem morgenrot begrüßt. obwohl mir bewusst war, dass sich mit ihm schlechtes wetter einstellen wird, war ich ganz fasziniert davon und musste es festhalten. das fast schon als kalt zu bezeichnende rot, von den göttern zwischen die dunklen wolken gepinselt, das sieht man einfach so selten. der header wurde übrigens nur aus dem originalfoto in der richtigen größe herausgeschnitten und nicht bearbeitet. lediglich den namen dieses weblogs habe ich ergänzt.
meinungen, lob und natürlich auch kritik sind wie immer erwünscht.
und damit später, wenn es ein neues headerbild gibt, nachvollziehbar ist, wovon ich überhaupt geredet habe, ist es hier noch mal.

header_sonnenaufgang.jpg

Geschrieben von emily am 31. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | 4 Kommentare

willst du dir den tag …

… versauen, musst du aus dem fenster schauen.
wenn kleine kinder sich etwas wünschen, dann sind sie furchtbar traurig, wenn sie es nicht bekommen. so ging es mir gestern auch, obwohl ich definitiv kein kleines kind mehr bin. der wetterbericht hatte schnee vorhergesagt, und den wollte ich auch unbedingt haben. ich erinnerte mich dabei nicht an die unannehmlichkeiten, die er mit sich bringt. ich sah vor meinem geistigen auge dicke weiße flocken, die durch die luft wirbeln und freute mich darauf, dem lautlosen treiben vom fenster aus zuzusschauen. der erste schnee der saison ist nämlich etwas ganz besonderes für mich. aber dann fielen am vormittag nur ein paar winzige flöckchen, vermischt mit regentropfen. kurze zeit später war alles schon wieder vorbei und ich sehr enttäuscht. und als ich heute früh aus dem fenster sah, war das kleine bisschen gute laune, das sich gerade an die oberfläche kämpfen wollte, ebenfalls dahin, denn von den scheiben des autos grinste mich eine eisschicht an.
memo an mich: nicht so oft aus dem fenster schauen und stattdessen lieber die winterausrüstung ins auto packen.
und sonst? ein lustiges wochenende steht mir bevor. nachdem die alex gerade bei mir war und ich ganz verzückt ihre neue haarfarbe bewundern durfte, haben wir für morgen gleich mal einen dem gedankenaustausch dienlichen spaziergang vereinbart. so was mache ich äußerst gern, und mit der alex ist das jedesmal ein wahres vergnügen. außerdem bin ich am abend auf eine einzugs- und indengeburtstagreinfeierparty eingeladen. ich weiß gar nicht, wo die überhaupt stattfindet. aber noch ist ja zeit, um sich nach dem weg zu erkundigen. der sonntag wird der erholung dienen (müssen). und … trommelwirbel … montag bis mittwoch steht URLAUB in meinem kalender. URLAUB. lasst euch dieses wort mal auf der zunge zergehen. ganz langsam. drei tage nicht mit dem weckerklingeln aufstehen, gemütlich frühstücken, ein paar notwendige dinge erledigen und ganz viel faulenzen. herrlich.
freunde, das war’s für heute. ich wünsche euch allen ein prächtiges wochenende.

Geschrieben von emily am 31. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

ändere zeile vierzig in deinem programm

bei vielen liedern trällert man einfach mit und macht sich kaum gedanken darüber, was man eigentlich singt. bei den deutschsprachigen fetenhits versteht man zumindest die meist sehr sinnfreien inhalte. aber wie ist es denn bei englischen songtexten? aktuell dudelt im autoradio eine CD mit den best of the 80s. unter anderem ist “changing minds” von 16 bit dabei. der herr väth gibt da folgendes von sich …

read the instructions on your plasma screen
store your program on disc
and now you move with the cursor
up and down
left and right
printing directly from the keyboard
change line fourty in your program
insert a sheet of paper
and let the system run

wie ist das denn bei euch? denkt ihr manchmal darüber nach, was für seltsame lyrics euch um die ohren gehauen werden? singt ihr dann trotzdem noch mit? vielleicht sogar lauter als vorher? und habt ihr ein beispiel für etwas besonders “gelungenes” parat?

Geschrieben von emily am 28. Oktober 2008 | Abgelegt unter gefragt | 9 Kommentare

wer hat an der uhr gedreht?

seit donnerstag habe ich euch nichts mehr erzählt, und ich würde mich glattweg in grund und boden schämen, wenn faulheit der grund dafür gewesen wäre. wo ist sie nur hin … die zeit, die seitdem vergangen ist?
nun, am freitag lag ich gedanklich bereits mit schaurigschöner lektüre auf der couch, als es klingelte. kann nur die alex sein, dachte ich mir. sie war es auch. ob ich schnell mal zeit für sie hätte. sie müsste jetzt sofort und auf der stelle zum friseur und bräuchte mich als beraterin. ich wechselte also die gerade angezogenen wohlfühlklamotten gegen straßentaugliche kleidung und fuhr mit ihr ins städtchen. um halb acht war ich zurück. kurz darauf klingelte es erneut, und wieder stand die alex vor der tür. mit einer flasche wein. der abend war also gelaufen gerettet.
samstag gab ich mich dem haushalt und dem wöchentlichen großeinkauf hin und stellte dabei wieder mal fest, dass die arbeit einfach kein ende nimmt. am abend wurde ich von M. abgeholt. zusammen mit der alex hatten wir uns fürs mallorca night fever in der ortsansässigen brauereigaststätte entschieden. die party an sich war großartig. allerdings erwiesen sich die überwiegend sehr jungen gäste in ihrem alkoholrausch als teilweise unmöglich. jetzt mal ehrlich und im klartext: ich habe mir früher auch die rübe vollgesoffen bis zum filmriss und wusste am nächsten tag meistens nicht mehr, ob ich das zeug wieder rausgekotzt habe oder nicht. doch ich habe niemanden verbal oder tätlich belästigt und schon gar nicht durch rumrempeleien so zu fall gebracht, dass eine prellung und eine zwar harmlose, aber dennoch offene wunde die folge war. zum glück passierte das erst kurz vor feierabend. wobei, von feierabend konnte selbst früh um drei noch keine rede sein, denn die liebreizende alex hatte die idee, dass M. auf MEINER couch übernachten soll. das hat er dann auch getan … nachdem ich diverse scherben und multivitaminsaft von tisch und wohnzimmerboden entfernt hatte.
der sonntag begann erst richtig, als die alex und M. nach einem zweiten frühstück so gegen zwölf uhr meine hütte verließen. nach ein paar aufräumarbeiten flüchtete ich mit der tochter in den wald. gut zwei stunden marschierten wir in straffem tempo kreuz und quer durch die gegend. die ruhe war einfach himmlisch und das sonnenlicht, das sich zwischen den bäumen durchdrängelte, eine wohltat für die seele. nur das letzte stück des weges erwies sich als qual, weil mein vom nächtlichen zwischenfall ramponiertes bein ganz böse schmerzte und pochte. wieder zu hause tat ich dann endlich das, was schon längst überfällig war. ich lümmelte mich auf die couch und ließ den restlichen sonntag fast gänzlich untätig an mir vorüberziehen. und falls jetzt jemand auf die idee kommen sollte, das als faulheit zu bezeichnen, ist er nicht mehr mein freund.
und heute? heute hatte ich wieder einen sehr … ach, ich weiß nicht. es war einer dieser tage, an denen ich mir vorkomme, als wäre ich im zirkus. versteht ihr, wie ich das meine? es wird eine große show präsentiert, aber verflixt und zugenäht, die artisten machen doch eigentlich nichts anderes als ihren gottverdammten job und sind nicht besser als diejenigen, die ganz still und leise und ohne doppelten boden hinter dem vorhang agieren. vielleicht sollte ich auch mal in die manege. ein bisschen applaus würde mir gut tun …

Geschrieben von emily am 27. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

fast so wie in der werbung

als ich heute nachmittag auf dem weg nach hause war, musste ich unweigerlich an einen werbespot denken. da gab’s mal einen, in dem eine frau bei schönem wetter mit ihrem auto an einer roten ampel steht. sie trägt ein recht knappes kleidchen, welches ihre beine hübsch zur geltung bringt. neben ihr steht ein bus, aus dem ein junge ganz verzückt von oben in das auto schaut und diese beine betrachtet. das wiederholt sich jeden tag, und irgendwann regnet es, aber der kleine kerl, der im bus sitzt, kommt trotzdem auf seine kosten, weil das autodach so ziemlich komplett aus glas ist.
mein auto ist von oben vollkommen blickdicht. aber auch ich stand heute an einer roten ampel zum links abbiegen und neben mir ein bus zum weiter geradeaus fahren. ein knappes kleidchen hatte ich nicht an, aber einen sehr kurzen rock, der so weit  nach oben gerutscht war, dass die spitze meiner strümpfe sichtbar wurde. das hat mich überhaupt nicht gestört. den busfahrer, der seitlich durch das beifahrerfenster meines autos genau zu mir schauen konnte, auch nicht. er hat mit seinen augen ganz gierig meine beine abgetastet, und weil ich ja manchmal ein kleines miststück sein kann, bin ich dann bei grün ganz bewusst nicht losgefahren. ich wollte mal testen, was passiert, und den gegenverkehr musste ich ja sowieso erst durch lassen. und natürlich ist der busfahrer auch nicht losgefahren. mit seinen blicken an meinen beinen klebend, hat er das grüne licht nämlich erst bemerkt, als hinter ihm wie wild gehupt wurde. schade, dass ihm der von mir zum abschied zugeworfene kuss und mein schelmisches grinsen entgangen sind :mrgreen:

Geschrieben von emily am 23. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt | 12 Kommentare

die uhr tickt …

bei den lokalisten kann man sich nicht nur prächtig mit anderen leuten unterhalten, sondern man findet manchmal auch richtig lustige dinge. vorhin bin ich über etwas gestolpert, was ich sofort im selbstversuch testen musste: die todesuhr. und nun weiß ich, wann mein letztes stündchen geschlagen hat. keine angst, ihr braucht noch keine kränze und blumengestecke bei der friedhofsgärtnerei ordern. das zeug würde nur sinnlos vergammeln, denn es dauert noch ein bisschen, bis ich das zeitliche segne. und auch wenn diese berechung rein fiktiv ist, für die umsetzung des plans, an meinem dreiundneunzigsten geburtstag in der rentner-WG auf dem tisch zu tanzen, scheinen die von mir gesetzten rahmenbedingungen optimal zu sein ;-)

todesuhr.jpg

Geschrieben von emily am 22. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt | 12 Kommentare

mangelndes selbstbewusstein???

bei meinem sohn hatte ich bisher die befürchtung, dass es ihm an selbstbewusstsein mangelt. er kann nämlich oftmals nicht so aus sich heraus, wie ICH das bei einem zwölfjährigen für angebracht halte und erklärt sich bei vielen dingen selbst für unfähig. aber heute … heute waren wir im schuhladen meines vertrauens. und während ich gemeinsam mit der tochter nach etwas hübschem und preislich zu meinem katastrophal aussehenden kontostand passenden ausschau hielt, bekam der sohn den auftrag, sich ganz allein auf die suche nach seinen tretern zu begeben. als er mir kurz darauf mit strahlenden augen seinen fund präsentierte, war ich mächtig stolz auf das, was ich bisher für einen hoffnungslosen fall hielt. ich finde jedenfalls, dass ein zwölfjähriger eine ganze menge selbstbewusstsein haben muss, wenn er zukünftig mit grasgrünen und lackglänzenden chucks in die schule gehen will. und mal ganz ehrlich, sehen die dinger nicht geil aus???

chucks.jpg

Geschrieben von emily am 21. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | 7 Kommentare

mit allen sinnen: tasten

beim letzten der fünf offiziell existierenden sinne geht es heute um den tastsinn. wie schon bei den vorherigen beiträgen zum hören, sehen, schmecken und riechen möchte und werde ich auch diesmal keine wissenschaftliche abhandlung dazu niederschreiben, weil ich zum einen viel zu faul bin, um mich darüber bis ins letzte detail schlau zu machen und weil die dienstagsfrage zum anderen auch weiterhin ein locker-lustiges spiel bleiben soll. ich nenne je ein beispiel zu den verschiedenen mechanischen reizen druck, berührung, vibration, schmerz und temperatur und möchte dann folgendes wissen: was fällt euch ganz spontan noch dazu ein? ist ja eigentlich ganz einfach, und deshalb hoffe ich auch auf rege beteiligung :)

druck - unbequeme schuhe
berührung - schneeflocken, die auf meiner haut landen
vibration - mein handy, wenn es klingelt
schmerz - verursacht durch spritzen aller art 
temperatur - heiße luft, die aus dem backofen strömt

Geschrieben von emily am 21. Oktober 2008 | Abgelegt unter gefragt | 2 Kommentare

so viel kleinkram

ich muss jetzt aufhören, kräutertee zu trinken, weil mir das zeug inzwischen bis oberkante unterkiefer steht und bei geschlossenem mund sonst zu den ohren rausläuft.

langsam aber sicher könnten die mit ihrer dämlichen baustelle mal zum ende kommen. dass die straße stadtauswärts seit einiger zeit nicht befahrbar ist und ich deshalb einen umweg nehmen muss, stört mich eher weniger. aber dass die verlegung von ein paar fernwärmerohren seit august andauert, ist wohl nicht als normal zu bezeichnen. und ich verstehe auch nicht, warum da so häppchenweise gearbeitet wird. komplett sperren, alles auf einmal aufbaggern, die rohre hübsch verlegen, alles ordentlich zubuddeln, dann am stück frisch asphaltieren, fertig und ende. ich sehe darin nur vorteile. die autofahrer wären nicht genervt, die bauarbeiter müssten nicht ständig darauf achten, was stadteinwärts im slalom unterwegs ist, und die straße selber wäre nach relativer kurzer zeit endlich wieder in einem topp zustand. vielleicht hätte unser straßenbauamt mal leute fragen sollen, die von so was keine ahnung haben. leute wie mich beispielsweise. und überhaupt, wer hat sich eigentlich die umleitungsstrecke ausgedacht? dreißigerzone und rechts vor links. da fahre ich doch lieber einen noch größeren bogen außenrum und bin trotzdem eher zu hause.

tief durchatmen und einem schöneren thema zuwenden. die tochter ist ja seit sechs wochen auf dem gymnasium. und heute brachte sie voller stolz die erste ex in biologie mit nach hause, von der mich ein einser anlächelte. nun bin ich gespannt, was in englisch rauskommt, denn diese ex lief nach ihrer aussage zu urteilen nicht so prächtig. über die letzten schulnoten des sohnes hülle ich mich lieber in schweigen und decke den mantel des vergessens darüber.

das konzert von extrabreit, das mir nächste woche freitag mit sicherheit zu einem orgasmus in den gehörgängen verholfen hätte, wurde inzwischen abgesagt. ich nehme an, dass im vorverkauf nicht genügend karten weggingen. aber so ist das nun mal südlich des weißwurstäquators. die leute meckern ständig rum, weil nichts los ist, und wird ihnen doch etwas geboten, sind sie mit dem arsch an der couch festgewachsen. das muss besser werden. für nächstes jahr haben sich nämlich die toten hosen angekündigt. und ihr wisst bestimmt, wer da unbedingt hin muss.

sonst noch was? ja. für mittwoch abend wurde ich vom lieblingskollege zum essen eingeladen. sein angebot, mich abzuholen, nehme ich selbstverständlich an. er hat allerdings gleich erwähnt, er könnte mich danach nicht mehr nach hause fahren. egal. selbst wenn ich im rotweinrausch ein bisschen zickzack laufe, sollte ich bei unter zwei kilometern bleiben. das schaffe ich auch zu fuß.

und gerade erreichte mich so was wie eine hiobsbotschaft. ich bin zutiefst entsetzt, und der sich im aufbau befindliche glauben an das gute im menschen zerfällt in seine einzelteile. es wird verdammt schwer werden, den wieder einigermaßen zu reparieren.

genug für heute. macht euch einen schönen abend, ihr hoppelhäschen. wir lesen uns morgen bei der dienstagsfrage.

Geschrieben von emily am 20. Oktober 2008 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

was vom sommer übrig blieb

mit erschrecken habe ich festgestellt, dass ich es dieses jahr versäumt habe, den urwald auf meinem balkon zu knipsen. und nun gibt es ihn nicht mehr. also, den balkon gibt es natürlich noch, aber der urwald ist verschwunden. in einem anfall von es-wird-bald-winter-panik habe ich nämlich gestern einen teil der pflanzen in der biotonne entsorgt, einen teil im treppenhaus platziert und den kümmerlichen rest an ort und stelle gelassen. tisch und stühle sind verschwunden, und der boden wurde noch mal geputzt.
das ist alles, was vom sommer übrig blieb. und das vogelhäuschen erinnert mich an das, was hoffentlich noch ein bisschen auf sich warten lässt …

sommerende.jpg

Geschrieben von emily am 19. Oktober 2008 | Abgelegt unter geknipst | 4 Kommentare

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