das war heute wieder ein marathon im www. von einer seite zur anderen bin ich gesprungen. hier ein bisschen schauen, dort ein bisschen mitmachen und gelegentlich etwas dazu sagen. so war das eigentlich nicht geplant. es passiert mir aber immer wieder, dass ich mich hoffnungslos in den tiefen des internet verlaufe und den weg aus dem irrgarten nicht so schnell finde.
geht euch das auch so? oder gehört ihr eher zu den konsequenten leuten, die nach ein paar minuten mit der klickerei aufhören können?
im www habe ich gerade ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass man von ameisen nicht nur angepinkelt wird. einige von diesen so harmlos aussehenden krabbeldingern beißen auch. und eine von ihnen hat am freitag während des feuchtfröhlichen grillabenteuers genau das bei mir getan. ihr könnt euch nicht vorstellen, dass so ein kleines vieh größeren schaden anrichten kann? konnte ich bisher auch nicht. inzwischen weiß ich es besser. die bissstelle ist deutlich erkennbar. das gift, das dabei in die wunde gelangte, hat sich auf eine fläche von etwa dreißig mal dreißig zentimetern ausgebreitet und ließ das bein dick anschwellen. die haut hat sich teilweise dunkelrot verfärbt und ist heiß. und das allerschlimmste: das ganze ist verdammt schmerzhaft.
nun ja, etwas zum schmunzeln gibt es bei der sache allerdings auch. meine suche im www führte mich unter anderem auf diese seite. wenn die ameise noch ein bisschen weiter unter meinen rock gekrabbelt wäre, dann könnte ich die frage des herrn zumindest aus weiblicher sicht beantworten
es tut mir ganz furchtbar leid, wenn es hier im moment so still ist. es gäbe vieles zu erzählen, und ich würde euch am liebsten mehrmals täglich an meinem leben teilhaben lassen wollen. die mangelnde zeit macht mir aber immer wieder einen strich durch die rechnung. doch heute werde ich zumindest das wichtigste von der front berichten.
zunächst die sache mit dem sohn. da besteht ja dringender aufklärungsbedarf. genau einen tag hielt seine wundersame wandlung an. bereits am dienstag zeigte er sich wieder in gewohnter form, wobei mir das kein kopfzerbrechen bereitete. natürlich hätte ich mich darüber gefreut, wenn die überraschende wendung von dauer gewesen wäre. andererseits hat er zumindest an einem tag gezeigt, was in ihm steckt, wenn er wirklich will. das ist doch schon mal was. ich muss also nur schauen, wie ich das wollen zur mitarbeit bewegen kann. irgendwelche ideen?
heute stand ein besonderes ereignis im kalender. mit reichlich verspätung hat die nachbarschaft das erste mal gegrillt, und es waren diesmal, sehr zur freude der üblichen verdächtigen, auch zwei angehörige der älteren generation anwesend. leider hielt der wetterbericht, was er versprochen hatte. wir saßen richtig schön gemütlich zusammen, als das angekündigte gewitter einsetzte. zunächst waren es nur ein paar tropfen. doch schon kurze zeit später musste ein sonnenschirm zweckentfremdet über dem grill platziert werden, der den vom wind in die horizontale gezwungenen regen allerdings auch nicht so ganz abhalten konnte. oben vom wasser und unten von ameisen angepisst, saß ich vor brutzelndem fleisch und aufgespießten scampis und hatte reichlich mühe, mein vierspuriges getränk vor unnötiger verdünnung zu bewahren. der rest der veranstaltung verzog sich derweil mit tischen und bänken ins treppenhaus und feierte einfach im kellergeschoss weiter. das gab es in dieser form auch noch nie. aber was soll man denn machen? einfach aufhören? dann hätte das wetter ja gewonnen. nicht mit uns!!! es war trotz allem oder vielleicht sogar deswegen ein ganz besonders schöner abend. und nächstes mal haben wir sicher den sonnenschein auf unserer seite und können dann auch die nachtleuchtenden federbälle ausprobieren.
heute gab es in bayern übrigens zeugnisse. es wäre übertrieben zu sagen, dass ich sie mit spannung erwartet habe. man weiß ja so ungefähr, was da auf einen zukommt. bei der tochter sah es auch sehr gut aus. und beim sohn … naja, ich finde zwei vierer nicht wirklich schlimm. dafür, dass er ein stinkenfauler kerl ist, hätte es schlimmer sein können.
so ihr lieben, das war’s auch schon wieder. ich wünsche euch und vor allem mir eine entspannte nachtruhe. ein bisschen schlaf, wenn’s geht unterbrechungsfrei, ist das einzige, wonach ich derzeit verlange.
bis demnächst. bussi von eurer emily