Monatsarchiv für Mai 2008

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wolfgang joop - im wolfspelz

ich wusste über das buch rein gar nichts. es stand im regal der bücherei, wurde von mir entdeckt, und ich habe nur schnell den text des einbandes überflogen. klang interessant. eine autobiographische geschichte, geschrieben vom herrn joop. ich mag den eigentlich sehr. das buch hat mir trotzdem nicht besonders gut gefallen. stellenweise erweckte es den eindruck, als hätten zwei völlig verschiedene menschen daran gearbeitet. ganze passagen waren sehr gefühlvoll und tiefgründig, die dialoge dagegen zumeist mehr als oberflächlich und regelrecht gedankenlos zu papier gebracht. es mag ja sein, dass die personen, die in seinem leben damals eine rolle spielten, genauso mit ihm sprachen. das passte aber nicht ins gesamtbild. sorry, lieber wolfgang, aber du solltest doch lieber mode entwerfen. davon verstehst du einfach mehr.
einen kurzen auszug möchte ich Ihnen aber trotzdem nicht vorenthalten.

Streifte er durch die Straßen, sah Wolf nur fremde Gesichter. Das, was er suchte, fand er nicht. Er wußte nicht einmal genau, wonach er Ausschau hielt. Natürlich suchte er wie alle nach Liebe und Glück. Aber das hätter er nie zu sagen gewagt. Er war alt genug zu wissen, daß beide nur kommen, wenn man nicht nach ihnen ruft. Und er wußte, daß Glück und Liebe schon bei ihm gewesen waren, er aber so viel gefordert hatte, daß sie beide wieder gingen. Manchmal glaubte er zu spüren, daß sie Hand in Hand mit seinem Schutzengel dicht hinter ihm waren. Aber er wagte nicht, sich umzuschauen.

Geschrieben von emily am 16. Mai 2008 | Abgelegt unter gelesen | Keine Kommentare

emily erklärt die welt: UVG

UVG steht für UnterhaltsVorschussGesetz. was das ist? wenn die eltern unterhaltsberechtiger kinder nichts mehr miteinander zu tun haben wollen, dann muss derjenige, bei dem der nachwuchs NICHT wohnt, ein bisschen kohle für seine brut abdrücken. kann oder will er das nicht, tritt das jugendamt in erscheinung und springt als sponsor ein. das UVG kommt zur anwendung. theoretisch ist das ein wirklich feines gesetz, weil es die existenz der kinder absichert. es hat allerdings einen haken, der vielen unbekannt ist. das geld fließt nämlich nicht auf dauer. für längstens sechs jahre beziehungsweise bis zur vollendung des zwölften lebensjahres sind die so versorgten kinder für den staat interessant. danach werden die zahlungen eingestellt und derjenige, der den kindern aufenthalt gewährt, muss selber schauen, wie er über die runden kommt.
der sohn ist seit ein paar tagen zwölf. für ihn wird also nicht mehr gezahlt. ich kann ja durchaus verstehen, dass den öffentlichen kassen auch nur begrenzte mittel zur verfügung stehen, aber mir fehlen jetzt monatlich einhundertachtundsechzig euronen. das ist echt nicht lustig, und mich würde wirklich interessieren, wie lange diejenigen, die dieses gesetzt zu verantworten haben, mit meiner finanziellen ausstattung überlebensfähig wären.

Geschrieben von emily am 15. Mai 2008 | Abgelegt unter gelebt | 10 Kommentare

ein GROSSER hilferuf

ich hätte heute gern ein backup zurückgespielt. das hatte ich nämlich extra für den fall erstellt, dass die vogonen kommen und meine welt sprengen. genau das haben sie auch getan. und nun frage ich Sie: wenn ein backup im root-verzeichnis liegt und genau dort nichts, aber auch rein gar nichts entfernt wird, warum ist dann das backup plötzlich verschwunden? gibt es eine antwort auf diese frage? und wenn ja, lautet sie 42?
wie schön, dass domainfactory jede nacht ein backup anfertigt. dadurch konnte, natürlich kostenpflichtig, meine welt wiederhergestellt werden. es bleibt die frage, was ich falsch gemacht habe. das löschen der alten verzeichnisse und dateien: kein problem. das hochladen der neuen verzeichnisse und dateien: mit geduld geht alles. danach war allerdings ende im gelände, denn mir wurde folgendes präsentiert:

fatal_error_klein.jpg

ehrlich gesagt zweifel ich momentan an meinen fähigkeiten. ich fühle mich sogar ein bisschen dümmer als vorher. das einzige, was ich heute gelernt habe, ist, dass ich backups zukünftig nicht nur auf dem server herumliegen lasse, sondern zusätzlich an mindestens zehn verschiedenen orten eine kopie davon deponiere.
und wenn mir jetzt BITTE, BITTE, BITTE jemand von Ihnen sagen könnte, wo das problem liegt? ich will doch nur ein neues wordpress. das kann doch nicht so schwer sein.

Geschrieben von emily am 14. Mai 2008 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

ein kleiner hilferuf

heute gibt es eine sehr praktisch orientierte dienstagsfrage. ich müsste meinem wordpress version uralt ganz dringend mal eine frischzellenkur verpassen. wenn ich alles richtig verstanden habe, ist das nicht mal besonders schwierig. trotzdem habe ich vor dieser aktion ein klein wenig respekt.

  • den gepackten ordner downloaden, in meinem fall aber nicht den abgespeckten sondern die vollversion
  • den ordner entpacken
  • ein backup der datenbank erstellen
  • alle plugins deaktivieren
  • alle alten ordner löschen, außer wp-content
  • alle alten dateien löschen, außer wp-config.php und .htaccess
  • alle neuen ordner hochladen, außer wp-content
  • alle neuen dateien hochladen, außer wp-config.php und .htaccess
  • im browser meine URL eintippen und /wordpress/wp-admin/upgrade.php ranhängen
  • den anweisungen folgen
  • die plugins wieder aktivieren und hoffen, dass sie noch funktionieren
  • eine flasche sekt öffnen und feiern

bevor ich das mache, möchte ich von Ihnen gern mal wissen, ob das so richtig ist. oder habe ich etwas vergessen? wie hoch ist die wahrscheinlichkeit, dass danach irgendetwas nicht mehr funzt? mit welcher version spielen Sie eigentlich rum? und soll ich die recht neue 2.5.1 nehmen oder lieber nicht?
für sachdienliche hinweise bin ich Ihnen überaus dankbar.

Geschrieben von emily am 13. Mai 2008 | Abgelegt unter gefragt | 6 Kommentare

projekt 52, woche 19: meine lieblingsgeschichte

um meine lieblingsgeschichte geht es diesmal beim projekt 52. eingefallen ist mir dazu sofort ein buch aus kindertagen, ein kleines biberkind von nils werner. am weiher, der fast vor meiner haustür liegt, fand ich auch die passenden motive für die optische umsetzung. hier war es allerdings ein ausgewachsenes exemplar der gattung castor fiber, welches den baumbestand dezimierte. der nager ist zwar weitergezogen, die spuren seiner einstigen anwesenheit sind aber immer noch deutlich sichtbar.

Im Wald, wo klares Wasser rinnt,
wächst Bibi auf, das Biberkind.
Es wohnt am selbstgebauten Teich.
Sein Biberfell ist braun und weich.

Die Schneidezähne sind so scharf,
daß er schon Bäumchen fällen darf.
Die Großen fällen Stamm für Stamm
und bauen einen festen Damm.

projekt52_19_2.jpg

Sogar der Bibervater lacht,
wenn Bibi seine Späße macht.
Er schlägt im Wasser Purzelbaum,
so schnell und oft, man glaubt es kaum.

Er malt ein Bildchen in den Sand
und nagt ins Holz ein Musterband,
doch einer schimpft und kratzt sein Kinn:
Er hat nur dummes Zeug im Sinn!

Und einmal, weil er albern war,
gibt er das Zeichen für Gefahr.
Er klatscht aufs Wasser mit dem Schwanz
und sagt: “Ich bitte euch zum Tanz!”

projekt52_19_1.jpg

Der größte Biber ruft empört:
“Wer nur aus Spaß Gefahr beschwört,
der muß für immer von uns gehn.
Verschwinde, laß dich nie mehr sehn!”

Er singt: Es ist so schön allein,
jetzt muß ich nie mehr artig sein.
Ich tue nur noch, was ich mag
und bin vergnügt den ganzen Tag.

Er fragt den Hasen und gas Reh:
“Wer schwimmt mit mir im blauen See?”
Doch alle Tiere sagen: “Nein,
wir können’s nicht, schwimm du allein.”

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Auch wenn er schöne Späße macht,
was hilft es ihm, wenn keiner lacht?
Er spürt: Alleinsein bringt kein Glück
und sehnt sich nach dem Teich zurück.

Im Bach ist fast kein Wasser drin,
und Bibi murmelt vor sich hin:
Das Wasser fließt nicht, seh ich recht?
Dann geht es allen Bibern schlecht!

Er läuft besorgt am Bach entlang
und hört entfernten Plätscherklang.
Er sieht, daß sich das Wasser staut,
weil Holz und Laub den Weg verbaut.

projekt52_19_4.jpg

Damit das Wasser fließen kann,
fängt Bibi mit der Arbeit an.
Er müht sich ab und schafft für zwei.
Da kommt die Biberschar herbei.

Die alten Biber loben ihn.
Sein dummer Streich wird ihm verziehn.
Denn seine gute Tat beweist:
In Bibi steckt ein kluger Geist.

Jetzt schwimmt er wieder froh umher,
an seinen Streich denkt niemand mehr.
Doch jeder ist erfreut und lacht,
wenn Bibi kluge Späße macht.

Geschrieben von emily am 12. Mai 2008 | Abgelegt unter projekt 52 | 1 Kommentar

es riecht nach sommer

so lange musste ich auf den frühling warten, und nun fühlt es sich draußen an, als wäre schon sommer. von fünfundzwanzig grad spricht das thermometer auf dem balkon. und was macht man bei solch traumhaftem wetter? blumen kaufen beispielsweise. ich habe heute einen zweiten anlauf gestartet und ein weiteres gartencenter aufgesucht. die klassischen pflanzen wie geranien und petunien hatten auch dort die vormachtstellung. aber es gab zumindest die von mir gesuchte japanische scheinmyrthe. leider musste ich auf die buchsbaumkugeln verzichten, die ich in die mitte der blumenkästen setzen wollte. die preise waren einfach nicht akzeptabel. stattdessen entschied ich mich für verbene und schneeflocke. nun ist der balkon fertig bepflanzt und sieht recht hübsch aus. deshalb verziehe ich mich jetzt auch wieder nach draußen und genieße die sonne. und heute abend lasse ich diesen wunderschönen tag mit freunden auf dem rathausplatz ausklingen.
ich wünsche Ihnen ein prächtiges pfingstwochenende.

Geschrieben von emily am 10. Mai 2008 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

ganz anders als geplant

blumen wollte ich kaufen. für den balkon. so richtig begeistert hat mich das angebot im gartencenter aber nicht. alles nullachtfünfzehn und außerdem viel zu teuer. in den wagen wanderten deshalb nur zwei säcke erde, mein lieblingsbasilikum magic blue und ein kleiner lorbeerbaum. was überhaupt nicht geplant war, fand ich schließlich auf dem weg zur kasse. ich hatte bisher ja vergeblich auf einen anruf des zoogeschäftes gewartet, um meinen nachwuchs abholen zu können. und die kleinen pelzdinger, die da herumwuselten und mich neugierig anschauten, die waren einfach zu süß. die gesichter der kinder hätten Sie sehen sollen, als ich zu dem netten herrn sagt, dass ich drei davon haben will. seit heute gehören also yoshiko, mitsuko und naoko zur familie. bilder werden nachgeliefert. die kleinen brauchen jetzt erst mal ihren schlaf.

Geschrieben von emily am 8. Mai 2008 | Abgelegt unter gelebt | 10 Kommentare

projekt 52, woche 18: technik

mit verspätung kommt mein foto zum thema technik des projektes 52. einfach war das diesmal nicht, denn viel zu viel ist mir dazu eingefallen. schlussendlich raffte ich mich heute auf, befreite einige selten genutzte küchenhelfer aus schränken und schubkästen und gesellte sie zu denen, die öfter benutzt werden. da kam ganz schön was zusammen. und dabei besitze ich nicht mal so elementar wichtige dinge wie eierkocher, raclette-grill und elektrischen dosenöffner.
zu sehen sind waffeleisen, sandwichmaker, küchenmaschine, popcornmaschine, wasserkocher, toast-grill-dingens, mikrowelle, rührgerät und kaffeemaschine. ein teil davon steht auf dem herd, unter dem ein stück des backofens zu sehen ist. und über allem thront der dunstabzug. mit abwesenheit glänzt die friteuse. für die ist in der küche einfach kein platz, und ich war zu faul, sie aus dem keller zu holen.

projekt_52_18.jpg

Geschrieben von emily am 7. Mai 2008 | Abgelegt unter projekt 52 | 4 Kommentare

unerwarteter besuch

vogel.jpg

Geschrieben von emily am 7. Mai 2008 | Abgelegt unter geknipst | 3 Kommentare

vier zimmer, küche, bad

WC extra, kleiner balkon, keller, dachboden. drei häuser mit insgesamt achtundvierzig wohnungen verschiedener größe gehören zur gemeinschaft. sie stehen am stadtrand. schön ruhig ist es da. schön grün ist es auch. so wohne ich. und Sie?

Geschrieben von emily am 6. Mai 2008 | Abgelegt unter gefragt | 20 Kommentare

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