die woche war bis jetzt nicht schlecht. alles hielt sich im rahmen des machbaren, auch wenn es teilweise recht anstrengend und nervtötend war. mit dem gedanken, dass nach drei tagen schon das wochenende beginnt, lebt und arbeitet es sich einfach besser.
heute mittag war ich etwas länger mit polli unterwegs. ein bisschen shoppen, in paula’s kleinem italienischen laden etwas essen, über den wochenmarkt schlendern und einen latte caramel genießen und dabei das hirn von der sonne austrocknen lassen. göttlich. jetzt tobt draußen ein ganz wundervoller sturm und treibt die dicken wolken voran, als gelte es, einen geschwindigkeitsrekord zu brechen. sonne und regen hat er auch im gepäck. nur den regenbogen habe ich bisher vergeblich gesucht. aber bis ich ihn erreicht hätte, wäre der topf mit dem gold ja sowieso schon wieder weg.
ich wünsche Ihnen einen angenehmen abend und morgen einen ganz prächtigen feiertag
das erste buch einer japanischen autorin íst ausgelesen. es handelte sich um drei geschichten, die seltsamer nicht hätten sein können. dass die asiaten in sachen zeitgenössische literatur anscheinend einen völlig anderen schreibstil haben, wurde mir schon bei herrn murakami bewusst. frau tawada setzte dem aber noch eins drauf. ellenlange sätze, die jeder normale schriftsteller durch den gebrauch von punkten leicht lesbar gemacht hätte, die sie aber lediglich durch kommas voneinander trennte. dialoge, die nicht durch gänsefüßchen als solche erkennbar waren. inhalte, die skurriler nicht hätten sein können. und plötzlich waren die erzählungen zu ende. als hätte frau tawada keine zeit mehr gehabt für ein paar weitere sätze. diese lektüre war wirklich anstrengend. jetzt brauche ich ein bisschen leichtere kost. die feuchtgebiete von charlotte roche sind da bestimmt das richtige. nachdem die kritiken der leser bisher nicht sonderlich wohlwollend ausfielen, denke ich, dass mir das buch außerordentlich gut gefallen wird.
welche lektüre ist denn bei Ihnen gerade angesagt?
gestern hüpfte ich in den frühen abendstunden richtung dachboden. dabei wäre ich zwischen erstem und zweitem stock beinahe auf eine biene getreten, die auf den kalten fliesen saß. wenn ich auch sonst einiges an kleingetier gnadenlos eliminiere, die honigsammler stehen unter meinem persönlichen schutz. und so hüpfte ich zurück in die wohnung, holte ein stückchen pappe, ließ maja auf diese krabbeln und setzte sie dann ganz vorsichtig in einen blumenkübel auf dem balkon. da saß sie, vollbepackt mit blütenstaub und rührte sich nicht von der stelle. ich hatte ja gehofft, dass sie nur ein bisschen erschöpft ist und nach ausreichend nächtlicher erholung zurück zu ihrer familie düst. aber sie sitzt immer noch an der gleichen stelle und ist einfach tot. ich hole mal die kleine schaufel. die tochter möchte, dass wir sie beerdigen. passend dazu weint gerade der himmel.
kommen nun gäste oder nicht? sieht man sich nach ungefähr zwanzig jahren wieder mal? soll ich freitag urlaub machen oder ins büro fahren? mit diesen fragen musste ich mich heute unter anderem herumschlagen. am nachmittag habe ich dann beschlossen, dass mir ein langes wochenende nicht schaden kann, egal ob jemand kommt. drei tage büro, vier tage frei. ich persönlich halte das für ein sehr ausgewogenes verhältnis. und Sie?
wenn ich mich in meinem “garten” austobe, schaffe ich es wirklich jedesmal, voller elan in dieses dornige gestrüpp zu greifen, das immer an der gleichen stelle wächst, und implantiere mir dabei diverse holzteile unter der haut. auch heute war das wieder so. und auch beim nächsten mal wird das wieder so sein. egal. nachdem die sonne ein weiteres mal in schönster pracht vom himmel grinste, habe ich endlich das größere meiner zwei blumenbeete in angriff genommen und es wenigstens ansatzweise vom laub des letzten herbstes befreit. jetzt sieht das alles wieder einigermaßen gepflegt aus. ein bisschen frische erde sollte noch aufgefüllt werden, und die kleine rose braucht unbedingt einen anderen platz, damit sie besser wachsen kann und überhaupt wahrgenommen wird. meine tulpen blühen leider immer noch nicht. aber es lässt sich zumindest schon erahnen, wo demnächst welcher farbklecks zu sehen ist. es kann also nicht mehr allzu lange dauern. ganz besonders schön ist auch dieses jahr wieder die schachbrettblume. fällt Ihnen irgendetwas ungewöhnliches an ihr auf?

was für ein wetter!!! sonne und nur gelegentlich ein paar wölkchen. davon hätte ich morgen gern eine wiederholung. so muss frühling aussehen. so und nicht anders. dagegen sieht der heutige abend wieder mal eher trostlos aus. es ist ja nicht so, dass nichts los wäre, aber unsere partygemeinschaft wird anscheinend von chronischer lustlosigkeit geplagt. und alleine durch die nacht ziehen? das thema hatten wir schon mehrfach.
was gibt es denn sonst noch zu erzählen …
aus den drei samenkörnern sind inzwischen kleine eierbäume geworden. acht zentimeter groß sind sie jetzt. vor zwei wochen habe ich wieder etwas ausgesät. vom elefantengras sind nun die ersten kleinen spitzen zu sehen. kaum vorstellbar, dass das zeug bis zu drei meter hoch werden soll. ganz besonders freue ich mich über die zwei winzigen blätter des sydney redgum. das allerbeste kommt aber hoffentlich noch. im kühlschrank liegt der samen des lebkuchenbaumes. kennt sich mit dem gewächs zufällig jemand aus? ich habe ganz widersprüchliche informationen über die dauer der kalten lagerung, von einer woche bis drei monate. und auch in sachen standort und empfindlichkeit scheiden sich die geister. falls jemand von Ihnen mit so einem baum schon mal experimentiert haben sollte, ich bin für jeden tipp dankbar. im laufe des jahres wird dann noch mehr saatgut bei mir wurzeln schlagen, unter anderem ein afrikanischer tulpenbaum und ein eukalyptus. zu verdanken habe ich das zeug übrigens einem kollege beziehungsweise seinem kalender, der jeden monat etwas exotisches für den hobbygärtner abwirft. wenn wirklich alles aufgeht und dann auch noch überlebt, brauche ich statt einer wohnung mit balkon bald ein haus mit garten
… das gefühl, das mein flugzeug vom kurs abkommt. ich könnte gegensteuern, wenn ich den mut und die kraft dazu hätte. es fehlt aber beides. und ich weiß auch nicht, in welche richtung ich eigentlich fliegen soll, damit es besser wird. scheiß turbulenzen.
bei diesem test konnte ich einfach nicht widerstehen.
Ihre rechte Gehirnhälfte dominiert über Ihre linke!

Die meisten Menschen mit einer ausgeprägten rechten Gehirnhemisphäre - so wie Sie - sind in den meisten Lebenslagen sehr flexibel. Ob es darum geht, feine Nuancen eines Musikkonzerts heraus zu hören, die subtilen Details in einem Kunstwerk zu erkennen oder die Welt von einer neuen Perspektive aus zu betrachten, Menschen wie Sie sind kreativ, haben Phantasie und passen sich gut Ihrer Umgebung an.Viele Menschen halten Ihre Denkweise für außergwöhnlich und das mag sich auch auf Ihre physikalische Umwelt übertragen. Manche mögen Sie für etwas chaotisch halten. Das bedeutet nicht, dass Sie unorganisiert sind, es bedeutet nur, dass Sie andere Wege finden, Ihre Dinge zu ordnen (nach Thema, Farbe oder Datum). Stringente Alphabetisierungen und akkurat geordnete Hefter entsprechen nicht dem Naturell von Menschen mit einer ausgeprägten rechten Hemisphäre.
wer braucht schon akkurat geordnete hefter? hauptsache ist doch, dass ich das finde, was ich suche. es dauert halt manchmal etwas länger …
gefunden beim herrn schmidt.
die masern sind zurück und scheinen in unserem land einen fruchtbaren boden gefunden zu haben. bisher ist offiziell nur baden-württemberg mit inzwischen mehr als zweihundert fällen betroffen. doch als ich heute nachmittag beim kinderarzt darauf wartete, mit der tochter zur audienz gebeten zur werden, vernahm ich die worte “masern” und “sofort ein fax an die schule”. vielleicht ist bayern jetzt auch dran. mich soll das nicht stören. alle im ausweis aufgeführten impfungen plus die gegen FSME wurden bei den kindern und mir gemacht. so ein kleiner piekser ist doch nun wirklich nicht schlimm. selbst ich mit meiner angst vor spritzen lasse das ganz locker über mich ergehen. nebenwirkungen sind heutzutage auch kaum zu befürchten. warum also sind viele menschen so nachlässig und riskieren erkrankungen, die gravierende folgen haben können und das, obwohl sie so einfach vermeidbar wären?
weil ich gestern keine dienstagsfrage gestellt habe, reiche ich sie heute nach und möchte wissen, wie es denn bei Ihnen mit dem impfschutz aussieht. alles im grünen bereich? oder sollten Sie sich auch wieder mal stechen lassen?
und dann, wenn man es am wenigsten erwartet, kann es passieren, dass die welt wieder ins lot kommt.
meredith grey