wonach bin ich süchtig??? schokolade, gummibärchen, kaffee, schuhe und … lassen wir das. auf all das kann ich aber mit ganz viel eisernem willen und ein paar derben schlägen auf den inneren schweinehund durchaus verzichten. ich wurde allerdings auch schon mal als kommunikationssüchtig bezeichnet. nun ja, ich kann still sein und mich zurückziehen. manchmal brauche ich das sogar. dieses bedürfnis nach tuteinfachsoalswäreichnichtda hält aber nur in ausnahmefällen länger als ein paar minuten an. also JA, ich bin süchtig nach zwischenmenschlichem meinungs- und gedankenaustausch in jeder nur möglichen form.
stellvertretend für die vielen arten der kommunikation stehen die dinge auf dem foto zu projekt 52, woche 5: meine süchte. mein laptop zum surfen und quatschen in blogs, foren und per mail. mein telefon fürs festnetz. ein bisschen papier und ein stift zum verfassen von liebesbriefen. mein handy für SMS und MMS. mein blackberry für mail, SMS und zum telefonieren. und zu guter letzt, weil man auch mittels fotos ganz phantastisch miteinander sprechen kann, meine alte kamera.

bei der hamburgersonne habe ich wieder mal einen dieser zweifelhaften tests gefunden. und natürlich, wie könnte es anders sein, habe ich geklickt und gespannt das ergebnis gelesen.
Hm, Zimt! In Ihnen liegt ein feuriger Geschmack, wie man ihn von mexikanischem Essen kennt. Nicht umsonst bezeichnet man diese Geschmacksrichtung als scharf! Sie sind leidenschaftlich und impulsiv, und wenn Sie kreativ tätig sein können, dann sind Sie mit voller Begeisterung dabei! Mit Ihrer Spontaneität wittern Sie überall ein Abenteuer, und mal ehrlich – wie man Spaß haben kann, das braucht Ihnen niemand zu erzählen! Mit Ihrer Meinung halten Sie niemals hinter dem Berg. Wenn Ihnen etwas unter den Nägeln brennt, raus damit, denn Sie gehen stets nach Ihren Gefühlen und leben im Hier und Jetzt. Sie schmecken so berauschend und intensiv, dass viele davon gar nicht genug bekommen können!
aha. das lasse ich jetzt einfach mal unkommentiert im raum stehen …
heute ist der alljährliche liebe-mich-nicht-tag, und da muss ich dir einfach mal sagen, dass du ganz großartig bist und ich ohne dich nicht mehr leben könnte. ich hätte dir das natürlich auch an jedem anderen tag sagen können. aber heute scheint mir genau der richtige zeitpunkt dafür zu sein, denn dank dir habe ich IHN nun scheinbar doch gefunden. ich glaube fast, dass das ein schöner tag werden könnte …
das projektthema zeitzeuge hatte es in sich. da musste ich wirklich überlegen, was ich nehme. nun lese ich ja sehr gerne, die meisten bücher nur ein einziges mal und dann nie wieder. aber es gibt eins, das mich viele jahre meines lebens begleitet hat und deshalb mein zeitzeuge ist. meine großeltern schenkten es mir weihnachten neunzehnhundertzweiundsiebzig. da war ich gerade mal drei jahre alt. es ist ein dickes märchenbuch der brüder grimm. einige der geschichten sind doppelseitig bunt illustriert, bei allen anderen unterstreichen viele kleine zeichnungen deren inhalt. vier umzüge gingen mit so manchem verlust einher. doch das buch fand sich zum glück jedesmal wieder. es weist inzwischen mehr als deutliche gebrauchsspuren auf, verschmutzungen und unzählige fliegende seiten. trotzdem ist es für mich eines meiner wertvollsten besitztümer. die großeltern leben nämlich nicht mehr, und das buch ist so ziemlich alles, was mir von ihnen geblieben ist. (klick macht BIG)

mir hat leider der zeitliche vorlauf gefehlt, um die vielen themen des projektes 52 in chronologischer reihenfolge umsetzen zu können. deshalb kommt heute nicht woche 3, sondern erst mal woche 6.
a forest von the cure, für meinen geschmack einer der besten musiktitel überhaupt, und speziell die worte into the trees ließen diese fotografische interpretation entstehen. (klick macht BIG)

´
come closer and see
see into the trees
find the girl
while you can
come closer and see
see into the dark
just follow your eyes
just follow your eyes
I hear her voice
calling my name
the sound is deep
in the dark
I hear her voice
and start to run
into the trees
into the trees
into the trees
suddenly I stop
but i know it’s too late
I’m lost in a forest
all alone
the girl was never there
it’s always the same
I’m running towards nothing
again and again and again
was ist denn bei denen heute wieder los? warum kommen keine mails rein? streiken die? oder ist die leitung verstopft? ist meine mail überhaupt rausgegangen und am anderen ende auch angekommen? man weiß es nicht …
passend zum vorherigen beitrag stelle ich Ihnen heute auch gleich folgende dienstagsfrage(n):
mögen Sie märchen? wurden Ihnen in Ihrer kindheit welche vorgelesen? hatten Sie eine lieblingsgeschichte? und verspürten Sie wegen der teilweise recht grausamen handlungen manchmal ein bisschen angst?
schneewittchen, was für ein schönes thema. wer denkt dabei nicht an längst vergangene zeiten, in denen märchenprinzen auf prachtvollen rössern drachentötend durchs königreich ritten, die jungen damen der edlen gesellschaft ihre beine brav und sittsam bis zur hochzeitsnacht zusammenkniffen und böse stiefmütter allerlei niederträchtige dinge trieben, beispielsweise mit vergiftetem obst, so wie im fall von schneewittchen.
mir schwirrten mehrere ideen zu diesem thema durch den kopf. nachdem ich die bereits veröffentlichten projektarbeiten angeschaut hatte, blieben noch zwei übrig, die ich auch beide realisierte, von denen ich eine allerdings nicht hier veröffentlichen werde. beim anblick von schneewittchen 2.0 würden die herren sonst wieder die tastatur vollsabbern. ich beschränke mich also auf die klassische darstellung der geschichte, für die ich mich einfach nur in der heimischen spielwarenabteilung bedienen musste. dabei fiel mir übrigens auf, dass die hersteller dieses plastikmülls das wichtigste bei der ausstattung vergessen haben. geschirr, werkzeug, edelsteine und so weiter sind reichlich vorhanden. aber es fehlt ein apfel. nichtsdestotrotz liegt das hübsche ding so weiß wie schnee, so rot wie blut und so schwarz wie ebenholz … scheinbar tot auf dem boden der zwergenbehausung. bitteschön. (klick macht BIG)

ab heute bin ich teilnehmer am projekt 52. das thema der ersten woche war das neue jahr.
am ersten tag jedes neuen jahres entsorge ich die alten kalender in der ablage P. etwas frisches muss an die wände. fester bestandteil ist dabei diese kleine dame, deren düstere lebenseinstellung mir außerordentlich gut gefällt. ist es nicht herzallerliebst anzuschauen, wie sie das zweiköpfige kuschelkätzchen fest an sich drückt?
nur eine tote hexe ist eine gute hexe und bedeutet das ende des winters. und deshalb wurde sie heute verbrannt und mit ihr die kalte jahreszeit vertrieben. der funkensonntag ist eine ganz wundervolle tradition des allgäus. beinahe hätte ich das spektakel dieses jahr ausfallen lassen, weil die kinder krank sind. aber nachdem die alex am nachmittag sehr überzeugend auf mich eingeredet hat, bin ich dann doch mitgegangen und ließ die hustenden und niesenden zwerge einfach zu hause. es war wunderschön. der scheiterhaufen brannte wegen des anhaltend trockenen wetters ganz hervorragend. die funken flogen, und es regneten verbrannte überreste ausrangierter christbäume und wasweißichnochalles auf uns hernieder. vertrieben wurde dabei nicht nur der winter, sondern wegen des glühweinwetttrinkens auch so manch unschöner in mir schlummernder gedanke.
natürlich hatte ich, wie fast immer, die kamera dabei. und das ist er, der brennende scheiterhaufen, der dem frühling und der guten laune die tür öffnet.
