es ist schon lange her, dass ich fast neun wochen gebraucht habe, um ein buch zu lesen. bei den satanischen versen war das fall, was nicht nur mit meinem chronischen zeitmangel zu erklären ist. stellenweise schreibt salman rushdie so leicht und phantastisch bildhaft, dass das lesen ein wahrer genuss ist. doch immer wieder folgen passagen mit wild in sich verschachtelten sätzen, die regelrecht durchgearbeitet und mehrmals gelesen werden müssen, um den gedanklichen ausflügen folgen zu können. es ist das schwierigste buch, dass ich bisher zwischen den fingern hatte. jetzt habe ich es durch und nur einen wunsch: die verfilmung der geschichte über saladin chamcha und gibril farishta, gut und böse, liebe und hass, vergangenheit und gegenwart.
Wenn ein Mensch nicht sicher ist, was sein innerstes Wesen ausmacht, wie soll er dann wissen, ob er gut oder schlecht ist?