mittelschwer schlaftrunken schlurfte ich in die küche und befüllte die kaffeemaschine mit wasser. ich öffnete den schrank und … noch bevor ich überhaupt einen blick hineinwarf, überkam mich das grauenvolle wissen, dass ich etwas elementar wichtiges vergessen hatte. gestern verbrauchte ich die letzte filtertüte, und anstatt den leeren karton unübersehbar zu platzieren und mich damit an den zwingend notwendigen einkauf zu erinnern, hatte ich ihn in einem anflug von ordnungswahn in der papiermüllkiste abgelegt. ein hauch von panik schien sich ausbreiten zu wollen, denn ohne kaffee geht früh überhaupt nichts. mein denkvermögen war plötzlich hellwach und startete das notfallprogramm zur abwendung lebensbedrohlicher katastrophen. ganz leise vernahm ich eine stimme in meinem kopf, die mir vorschlug, es doch mal mit küchenpapier zu probieren. nun ja, einen versuch war es wert. mit ängstlichem blick und eine überschwemmung erwartend beobachtete ich die maschine. langsam bahnte sich das braune lebenselixier seinen weg. tropfen für tropfen landete wohlbehalten in der kanne. es gab keinen stau im filterprovisorium. es drang auch kein krümeliger satz durch. es schien alles gutzugehen. und dann kam der große augenblick. ich goss mir den kaffee in meine lieblingstasse, fügte hingebungsvoll etwas milch dazu, kostete vorsichtig und … er schmeckte genauso gut wie immer. der tag war gerettet. was bin ich froh, dass es nur eine fehlende filtertüte war. nicht auszudenken, wenn die kaffeedose leer gewesen wäre.
meine wenigkeit ist gestern abend gemeinsam mit buch, dicker decke und lieblingskuscheldingens auf der couch ins reich der träume entschwunden. das ist ja so weit nichts ungewöhnliches. nur der zeitpunkt stimmt mich nachdenklich, denn das passierte bereits gegen einundzwanzig uhr. es handelte sich auch nicht um ein standardzehnminutennickerchen. ich erwachte erst um kurz vor eins und schwankte ins bett, um dort die schlaforgie bis halb sechs fortzusetzen. normal ist das nicht. war das nun der winterschlaf in seinen letzten atemzügen oder schon die erste amtshandlung der frühjahrsmüdigkeit? ich weiß es nicht. auf jeden fall fühle ich mich heute geringfügig ausgeruhter, was ich als durchaus positiv bewerte. ich wünsche Ihnen allen einen wunderprächtigen tag.
so heißt der asteroid, der heute um neun uhr dreiunddreißig mit einem abstand von nur fünfhundertsiebenunddreißigtausendfünfhundert kilometern an uns vorbeispaziert. hoffentlich ändert er seine route nicht noch kurzfristig, um auf eine tasse kaffee vorbeizukommen. ich hänge nämlich ein bisschen an meinem leben.
zum thema “einschlagendes ereignis” führte ich neulich mit börget und sonja schon mal eine kleine diskussion. wir stellten dabei die theorie auf, dass eine von uns ein himmlisches gesteinsbröckchen entdeckt, das sich auf kollisionskurs mit der erde befindet und der menschheit nur noch eine bescheidene galgenfrist von einer woche gewährt. dabei kam natürlich die frage auf, was wir in diesem fall tun würden. die entdeckung verschweigen und hoffen, dass es ein rechenfehler war und das ding ganz knapp an uns vorbeischrammt? die letzten tage mit familie und freunden genießen? oder die welt informieren und eine panik auslösen? ich tendiere zu einfach die klappe halten und sieben tage leben und spaß haben und gebe die frage an Sie weiter. was würden Sie tun, wenn Sie als einziger erdenbewohner wüssten, dass der spezies homo sapiens nur noch eine woche zeit bleibt?
… die spamschleudern. neununddreißig mal haben sie mich in den letzten elf stunden dazu aufgefordert, blumen für den valentinstag zu kaufen. geht’s eigentlich noch???
… die kopfschmerzen. nicht so schlimm, wie beim letzten mal, aber schlimm genug, um mir den tag zu vermiesen.
das dritte mal in folge verbrachte ich den samstag abend im kino. die karten für ganz hervorragende plätze hatte ich bereits am donnerstag morgen reserviert, was sich als gut erwies. die hütte war nämlich bis zum filmbeginn ausverkauft.
auf das vermächtnis des geheimen buches war ich sehr gespannt und wurde diesmal auch nicht enttäuscht. ich verrate natürlich nicht viel über den film, weil Sie ihn sich vielleicht noch anschauen wollen. nur so viel sei gesagt: nicolas cage glänzte wieder mal in einer rolle, wie man sie von ihm erwartet. in wilden verfolgungsjagden wurden autos zu schrott gefahren, jeder noch so irrwitzige plan in die tat umgesetzt. die verbalen rundumschläge fehlten genauso wenig wie der in solchen filmen notwendige patriotismus und die verteidigung der familienehre. natürlich war alles in gewisser weise vorhersehbar, weil der inhalt so oder ähnlich schon x-mal verarbeitet wurde. trotzdem war der film ganz großartig anzuschauen und keine sekunde langweilig.
ich verleihe fünf von fünf EMIs.
@börget: warum am ende dann doch der eine stirbt und nicht der andere? der eine war ed harris, der böse. der andere war nicolas cage, der gute. und in modernen märchen überleben meistens die guten. so einfach ist das.
ein weniger schöner tag neigt sich seinem ende entgegen. ich will mich jetzt aber nicht verbal bei Ihnen über büro, haushalt und prämenstruelles syndrom auskotzen, sondern dem hans ein großes DANKESCHÖN sagen. das überraschungspäckchen ist nämlich angekommen und war eines der seltenen hightlights des heutigen tages. der inhalt: ein lieber brief und ein kleiner (sport-)MP3-player mit radio, den ich mir wahlweise umhängen, ans handgelenk kleben oder am gürtel befestigen kann und der damit bestens geeignet ist für unterwegs. darüber habe ich mich ganz sehr gefreut. wirklich. lieber hans, woher wussten Sie, dass ich genau so etwas dringend brauche?
abgehakt:
die gästeliste hängt jetzt an der pinnwand.
in der nachbarschaft ist thomas heute eingezogen.
noch zu machen:
ich muss einen rundruf wegen caveman und helge schneider starten, am besten auch gleich alle karten besorgen und den kalender vervollständigen.
die spielwiese sollte entweder neu gestaltet oder planiert werden.
… zeigte sich letzte nacht der mond. beim thomas kann man ihn bewundern. und auch ich habe den “pfannkuchen” geknipst. das ergebnis ist nicht perfekt, für eine nachtaufnahme mit meiner kleinen kamera und ohne stativ aber durchaus herzeigbar.
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in meinem briefkasten fand ich heute diesen kleinen kalender, der inzwischen auf dem heimischen schreibtisch einen platz gefunden hat und sich dort nützlich machen kann. der herr H. mag mich anscheinend. sonst würde er mir ja nicht einfach etwas schenken. wenn Sie, liebe kandidaten für den stadtrat, mich auch mögen, dann dürfen Sie mir das gern mit kleinen aufmerksamkeiten zeigen. kalender brauche ich jetzt keine mehr. kugelschreiber übrigens auch nicht. sehr freuen würde ich mich dagegen über gutscheine für den ortansässigen einkaufstempel und diverse textilverkaufseinrichtungen. Sie möchten doch bestimmt, dass ich am wahlsonntag hübsch angezogen bin. |
ich sehe mit den kleinen zöpfchen ganz bezaubernd kindisch aus. aber ich sehe ganz sicher nicht aus wie pebbles feuerstein oder nina hagen. UND SCHON GAR NICHT WIE EIN “HASI”!!!
hatten Sie damit schon mal zu tun? und wenn ja, taugt das was?
warum mein schreibtisch so aufgeräumt aussieht, wollte die kollegin wissen. ich weiß es nicht. echt. ich habe die ganze zeit so vor-mich-hin-gearbeitet, und plötzlich war da nix mehr. ich fühle mich schuldig.
ein hauch maOam kirsch wird in meinem mund gerade von ritter sport vollmilch überwältigt. wolln ‘Se mal probieren?
im blackberry läuft puddle of mudd - nobody told me (where to go) … in einer halben stunde gehe ich nach hause. braucht mir auch niemand sagen. da komme ich von selber drauf. aber bis dahin muss ich noch ein paar mails verschicken.