Monatsarchiv für Dezember 2007

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vorfreudige gefühle

eine große weihnachtsfeier war es wieder, mit zweihundert leuten oder vielleicht ein paar mehr. nicht nur der ressortchef hielt eine kleine rede, sondern erstmals auch der häupling unseres stammes. da wurde mir doch richtig warm ums herz. übers essen gab es diesmal rein gar nichts zu meckern. das gastronomische personal zeigte sich äußerst bemüht. und das rahmenprogramm gestaltete sich recht angenehm mit einer kabarettistischen einlage vom nikolaus und einer band, die zwar nicht meinen musikalischen geschmack traf, aber zumindest sehr gut spielte. alles wunderprächtig. es war ein schöner abend bis ganz zum schluss. gut schlafen konnte ich letzte nacht auch. und weil mich nun doch ganz langsam eine jahresendzeitliche stimmung beschleicht, werde ich morgen auf dem dachboden die kartons durchstöbern und wenigstens die wichtigste weihnachtsdeko in die wohnung stellen. so ganz ohne spieluhr, räuchermond und kerzen ist das einfach nichts. ich glaube inzwischen sogar, dass heiligabend gar nicht so übel wird. irgendwie kriege ich das schon hin.
ich bin jetzt mal weg. geburtstag feiern. bis morgen.

Geschrieben von emily am 8. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

aus die maus an nikolaus

freunde, ich bin gerade ein bisschen fertig und fühle mich sehr leer. der azubi wird mir hoffentlich verzeihen, dass ich mein bett heute nacht dem PT vorziehe. wenn man im büro statt SYSDOKU schon SUDOKU liest und die heimische wohnungstür nicht per schlüssel sondern mit dem zutrittschip öffnen will, wenn man zu hause mehrfach über die eigenen füße stolpert und sich von der küche bis zum wohnzimmer nichts merken kann, dann lautet die diagnose überarbeitet und urlaubsreif. ich kann echt nicht mehr. deshalb gibt es jetzt auch nur ein bisschen mischmasch.

die letzten zwei tage im büro waren geprägt von verwaltungskram und aufräumarbeiten. was bin ich froh, dass jetzt alles sortiert, in ordnern und kartons verstaut und mein schrank entrümpelt und wieder übersichtlich ist. da hatten sich wirklich unmengen von altlasten angesammelt. morgen muss ich nur noch klären, warum ich laut inventurliste vier blackberrys mein eigen nenne. da werde ich unter umständen noch mal eine detektivische meisterleistung vollbringen müssen.

seit zwei monaten stehe ich jeden nachmittag im stau. baustelle. sie hätte vor einer woche schon fertig werden sollen und wird es hoffentlich bald. was müssen die auch um diese jahreszeit straßen aufreißen und sich dann wundern, wenn wegen schlechten wetters nichts mehr geht. leider ist für nächstes jahr eine weitere straßensanierung geplant. was kostet eigentlich ein hubschrauber inklusive pilot?

morgen ist die große weihnachtsfeier, und ich brauche mir keine gedanken hinsichtlich der kleidung machen. das kleine schwarze und die lieblingsstiefel dürfen mich begleiten. so einfach ist das. manchmal staune ich über mich selbst. die rolle des chauffeurs übernehme ich diesmal freiwillig. bei mangelhafter stimmung, müdigkeit oder ähnlichen katastrophen verschafft mir das die möglichkeit, mich ganz schnell abzuseilen.

aus die maus. ich muss jetzt in die heia.

Geschrieben von emily am 6. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

in echt viel schöner

den stimmungsvollen glanz eines fertig geschmückten christbaums digital einzufangen, das ist mit meiner kamera leider unmöglich. stellen Sie ihn sich einfach um ein vielfaches schöner vor.
er wurde übrigens schon mehrfach gelobt.

IT_baum_fertig.jpg

Geschrieben von emily am 5. Dezember 2007 | Abgelegt unter geknipst | 9 Kommentare

wie man(n) küssen muss

wie muss mann eigentlich küssen, damit der zähler zurückgesetzt wird?

das möchte justina wissen. und weil das vielleicht noch mehr von Ihnen interessiert, gibt es heute eine kleine theoriestunde zu diesem thema, bevor ich wieder mal ungeküsst ins bett entschwinde.
ich weiß nicht, wieviel bedeutung Sie dem küssen beimessen. für mich ist es ein sehr wichtiger bestandteil der zweisamkeit. ich küsse sehr gern, wenn er es kann. den spruch “ein kuss ist, wenn zwei schnauzen aufeinanderplauzen.” können männer bei mir in die tonne treten. so was ist kein kuss. das ist nur ein bussi, den der zähler ignoriert. erst der einsatz der zungen macht einen kuss daraus. und an der stelle wird es beim zusammentreffen mit einem bisher unbekannten mund spannend. es darf prinzipiell nicht gesabbert werden, denn das ist einfach nur igitt. saftig wie ein knackiger apfel muss er sein, der kuss, aber nicht matschig wie fallobst. und er muss lecker und süß schmecken. schokolade, gummibärchen oder cola mag ich besonders gern. bier geht beispielsweise nur, wenn ich selber auch welches getrunken habe. in meinem mund ist übrigens kein platz für eine komplette zweite zunge, die mir mit aller gewalt bis zum anschlag reingerammt wird. das geht überhaupt nicht, meine herren. gier und feingefühl sind zwei eigenschaften, die sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern miteinander spielend harmonieren sollen.
so, das ist eigentlich schon alles, was es dazu zu sagen gibt. so einfach funktioniert ein kuss in der theorie. und dass er praktisch durchführbar ist, beweist der zähler. letzte woche donnerstag wurde ich nämlich genau so geküsst. es dauert diesmal hoffentlich nicht so lange, bis der zähler wieder auf null gesetzt wird.
und nun suchen Sie sich mal jemanden, mit dem Sie üben können …

Geschrieben von emily am 4. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 18 Kommentare

drei meter fünfzig

auch dieses jahr haben wir in der heiligen halle wieder einen weihnachtsbaum. bunny und die azubine befestigen gerade die lichter an ihm. ich dokumentiere das ganze in einer kleinen fotoshow und zeige Ihnen morgen natürlich auch den fertig geschmückten baum.

christbaum_IT.jpg

Geschrieben von emily am 4. Dezember 2007 | Abgelegt unter geknipst | 2 Kommentare

vorweihnachtliches stimmungsbarometer

normalerweise binde ich spätestens am vortag des ersten advent einen kranz und dekoriere ihn hübsch. eine heerschar von engeln, nussknackern und anderen bewohnern der weihnachtswelt tummelt sich im wohnzimmer, und es riecht nach räucherkerzen und frisch gebackenen plätzchen. doch dieses jahr ist nichts normal. ich habe weder zeit noch lust. in meiner hütte findet man bisher keinerlei dinge, die das bevorstehende fest ankündigen, und nicht mal ansatzweise will sich so etwas wie eine besinnliche stimmung in mir breitmachen.
wie ist das denn bei Ihnen? haben Sie Ihre wohnung optisch für weihnachten hergerichtet? oder verzichten Sie generell auf diesen kitschig-süßen schnickschnack? sind Sie mental schon auf friede, freude, eierkuchen eingestellt?

Geschrieben von emily am 4. Dezember 2007 | Abgelegt unter gefragt | 12 Kommentare

schnippel-die-schnappel-die-scher’

der sohn hatte schon mehrmals angedeutet, dass er sich von seinen langen haaren trennen möchte. das volk um ihn herum hatte sich zwar daran gewöhnt und nahm immer mehr abstand von geistlosen bemerkungen, doch trotzdem wollte er die blonde pracht loswerden. sie war ständig so schlimm verfitzt, dass das kämmen zur täglichen geduldsprobe wurde. und wenn ich ihm dabei half, dann hat das kleine weichei jedesmal ein filmreifes geschrei veranstaltet. das ganze viertel muss inzwischen an schwerste misshandlungen geglaubt haben. am samstag äußerte er erneut den wunsch, dass seine haare abgeschnitten werden sollen. mein wiederholter vorschlag, mit ein paar hübschen dreadlocks den kamm gänzlich überflüssig zu machen, stieß auch diesmal auf null gegenliebe. ein kompromiss musste her, denn schließlich wollten wir die aktion zu unser beider zufriedenheit und ohne seelische schäden überleben. wir einigten uns auf pi mal daumen schulterlänge.

ich gab ihm einen tag bedenkzeit …

Sie ahnen es bestimmt. gestern war sein wunsch nach einem techtelmechtel mit der schere immer noch hartnäckig vorhanden. einige schnipp-schnapps später waren die haare ab. und was soll ich sagen, der zwerg sieht verdammt gut aus mit der neuen frisur. wenn ich ein kleines mädchen wäre, dann würde ich mich sofort unsterblich in ihn verlieben.

Geschrieben von emily am 3. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

dreiundsechzig bilder …

… der all gay night sind online. und wer mehr über die beiden damen wissen möchte, schaut am besten hier vorbei.

Geschrieben von emily am 3. Dezember 2007 | Abgelegt unter geknipst | 6 Kommentare

happy birthday3

drei geburtstage wollten gestern und heute gefeiert werden. der freund einer nachbarin hatte zum vierundfünfzigsten eingeladen. das war noch recht harmlos. die party fand bei ihm zu hause statt, und es war wie immer ein bisschen chaotisch. die wohnung ist einfach zu klein für dreizehn leute. es gab wieder mal spaghetti, aber diesmal wenigstens nicht in der vollkorn-edition. leider gab es auch seine berühmte spinatsoße. die schmeckt ja wirklich lecker. doch knoblauch geht mal sowas von überhaupt nicht, wenn ich vorhabe, mich ins PT abzuseilen. die überredungsversuche der anderen gäste … wer dich liebt, küsst dich auch, wenn du nach knoblauch stinkst … waren mir egal. ich hätte notfalls pasta mit nix dazu gegessen. netterweise wurde dann aber eine fixundfertigtomatensoße für mich serviert. um kurz vor zehn wünschte ich einen schönen abend und entschwand zur nächsten feier. im PT war anlässlich des dreiunddreißigers von vladi und des einunddreißigers von stefan ein tisch für uns reserviert. es ging ganz gewaltig zur sache mit prosecco bis zum ertrinken. schade, dass niemand die flaschen gezählt hat. es wurde geplaudert, gelacht und getanzt. und nachdem ich nicht nach knoblauch stank, konnte ich auch hemmungslos flirten. pfui teufel, war das anstrengend!!! durch schlafmangel und einen kapitalen ganzkörpermuskelkater war ich nicht unbedingt in bestform. trotzdem hielt ich durch, bis das licht anging und hatte schon angst, dass man mir besen und putzzeug in die hand drückt. um fünf strandete ich zu hause. und wissen Sie was? wenn ich heute schon wieder ein event im kalender stehen hätte, dann würde ich das glattweg absagen. ich, die schon als verrücktes partyhuhn bezeichnet wurde und einen zehntägigen festwochenmarathon mit bravour absolvierte, muss zugeben, dass ich erledigt bin …

Geschrieben von emily am 2. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

ein date mit marilyn manson

stau, navigationsprobleme, eine autopanne. wir hatten alle widrigkeiten eingeplant und fuhren deshalb bereits um halb drei los, damit wir im ernstfall trotzdem rechtzeitig ankommen. ein bisschen regen, viel verkehr, sonst passierte nichts erwähnenswertes. nach zwei stunden standen wir auf dem parkplatz vor der sporthalle böblingen und hatten jede menge zeit, die wir mit einer kleinen einkaufsorgie totschlugen. in der zwischenzeit hatten sich jede menge hübsch anzuschauende fans eingefunden. es war optisch ein wahrer augenschmaus, wenn man von einigen ausrutschern mal absieht. dann wurden die türen geöffnet. strenge kontrollen durch die security, jacken abgeben, beim catering etwas essbares kaufen, rein in die halle. und nun hatten wir die qual der wahl. wollten wir den ganzen abend stehen oder sitzplätze nehmen? wir entschieden uns für letzteres. zum einen begann mein kreislauf rumzuzicken, zum anderen bestand so keine gefahr, dass uns die sicht zur bühne versperrt wird. die entscheidung erwies sich als richtig. schon während des vorspiels mit turbonegro drängten sich die massen so dicht zusammen, dass das medizinische personal mehrfach zum einsatz antreten musste. in dem getümmel wäre ich mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit auch einer ihrer kunden geworden. die spannung stieg. umbau auf der bühne. irgendwann ging das licht aus, und es war plötzlich nur noch laut und geil. stellen Sie sich ein paar durchgeknallte typen vor, die ihre instrumente vergewaltigen und dazu ein wahnsinniges genie, das es liebt, sich selbst in die hose zu greifen, vor dem publikum zu liegen und sich dabei die seele aus dem leib schreit. durch die ganze show zog sich wie ein roter faden die geschichte von alice im wunderland. nach jedem song wurde es dunkel auf der bühne, damit sich herr manson schnell mal umziehen oder diverse requisiten in windeseile aufgebaut werden konnten. der absolute höhepunkt wurde uns bei are you the rabbit? präsentiert. ein stuhl von, keine ahnung, ich schätze mindestens fünf metern höhe, stand auf der bühne. und darauf turnte herr manson herum. hach, war das hübsch anzuschauen. so, wie die party begann, so endete sie schließlich auch. ganz abrupt. das licht ging an, und die band verschwand. die rückfahrt verlief leider nicht ganz so gut. es dauerte fast eine dreiviertelstunde, um vom parkplatz und aus böblingen heraus zu kommen. ein mal haben wir uns verfahren, weil vor lauter gequassel keiner mehr richtig auf die schilder achtete. und kurz vor ulm ging dann bei mir gar nichts mehr. ich war so fertig, dass ich an einer raststätte raus musste und sonja die restliche strecke überließ. halb drei war ich endlich im bett. meine ohren rauschten, und mein herz stolperte ganz furchtbar. aber ich war so glücklich, dass es richtig weh getan hat. herrn manson live zu erleben, das war wie verdammt guter sex. wiederholung sehr wünschenswert.

Geschrieben von emily am 2. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

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