vermisstenanzeige

meine schmerzen sind weg. richtig ganz vollständig weg. ich bin gerade ein halbes stündchen durch die vom schnee erhellte nacht spaziert. dabei habe ich sie verloren. der ehrliche finder wird höflichst darum gebeten, mit ihnen zu machen, was er will. nur zurückbringen soll er sie auf gar keinen fall und überhaupt niemals nicht.

hach, das fühlt sich aber gut an, wenn das klopfen in der rechten schädelhälfte nicht mehr da ist. richtig schlimm war das heute. das allgemeine unwohlsein und ein gewisser hang zur übelkeit kamen ja erschwerend noch dazu. doch wenn man dann denkt, dass es zu hause schön ruhig ist …
da lag ich nun mit meiner kuscheldecke zusammengerollt auf der couch und versuchte, über nichts nachzudenken. schon gar nicht über den sinn des lebens, des universums und so weiter. ich wollte schlafen und einfach nichts mehr von dem ganzen elend mitkriegen. zuerst erschienen die hausmeister, um die siebenundzwanzig matschigen schneeflocken, die bis dahin vom himmel gefallen waren, wegzuräumen. nach dem lärmpegel zu urteilen, müssen sie mit schwerem geschütz unterwegs gewesen sein. als ich dachte jetzt wird es ruhig, polterte die putzkolonne heran. die schafften es ganz vortrefflich, ihre wischdinger in unregelmäßigem rhythmus mit dem treppengeländer kollidieren zu lassen, was akkustisch natürlich im ganzen haus zu vernehmen war. etwas später rollte erneut das hausmeistergeschwader an. denen muss heute furchtbar langweilig gewesen sein. wenn richtig viel schnee liegt, dann lässt sich von dem überbezahlten pack keiner blicken. aber heute, da wollten sie mal allen zeigen, was für prachtvolle und pflichtbewusste kerle sie sind. in mir kam zu dem zeitpunkt ein gewisses verständnis für amokläufer auf. ehrlich. in solchen situation kann bleihaltige luft eine durchaus vertretbare lösung sein. nun gut, es wurde dann doch irgendwann still. irgendwann, als die nachbarn über mir nichts mehr zu hämmern hatten. ich könnte wetten, dass an allen anderen tagen, wenn ich kerngesund und gutgelaunt im büro sitze, eine oscarverdächtige grabesstille im und ums haus herrscht. wenn das mir vorbestimmte schicksal jemals wieder solch beschissene bösartige schmerzen für mich bereit hält, dann könnte es diese ja vielleicht an einem der ruhigen tag vorbeibringen. noch einfacher wäre es natürlich, wenn ich zukünftig von weiteren attacken verschont bleibe. wo kann man denn einen antrag auf schmerzfreiheit stellen?

genug des unsinns. es folgt noch eine kleine ankündigung in eigener sache. ich wollte Ihnen vor einiger zeit etwas zeigen. leider musste ich es auf irgendwann verschieben. morgen ist irgendwann. also kommen Sie doch irgendwann morgen bitte wieder.

Geschrieben von emily am 11. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt |

7 Kommentare zu “vermisstenanzeige”

  1. Katjaam 11. Dezember 2007 um 22:57 Link zum Kommentar

    die neueste heißeste Frisüüür des Sohnes?? :-)

  2. emilyam 12. Dezember 2007 um 08:03 Link zum Kommentar

    nein, das ist es nicht. noch ein wenig geduld, dann sehen Sie es.
    vielleicht hat ja vorher noch jemand eine idee?

  3. Hubiam 12. Dezember 2007 um 08:08 Link zum Kommentar

    Das versprochene Bild mit dem Kleidchen und margenta Pulli drunter?

  4. emilyam 12. Dezember 2007 um 08:51 Link zum Kommentar

    richtig, es ist das bild mit dem kleidchen. nur musste ich den magentafarbenen rolli diesmal leider weglassen ;-)

  5. herr axelam 12. Dezember 2007 um 09:01 Link zum Kommentar

    boah! ein oben ohne bild?

  6. emilyam 12. Dezember 2007 um 09:29 Link zum Kommentar

    herr axel, die rede ist von einem kleid, nicht von einem rock. kleider haben oben eine mehr oder weniger verhüllende wirkung. oder meinten Sie mit “oben ohne”, dass ich den kopf weglassen soll?

  7. herr axelam 12. Dezember 2007 um 10:34 Link zum Kommentar

    oh, da habe ich wohl kleider mit röcken verwechselt. kenne mich da nicht wirklich gut aus, weil ich beides selten trage… kopf weglassen? NIEMALS.

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