hab ich alles? eine halbe tonne hygiene- und kosmetikartikel, meine drogen, schlafsäcke für die kinder, diverse klamotten, playstation inklusive mikros und fünf mal singstar, kamera, knaller, riesenwunderkerzen, kartoffelsalat … nichts vergessen, hoffentlich.
ich freue mich auf den jahreswechsel. es wird sicher eine ganz besonders schöne party. das erste mal seit ewigkeiten muss nicht meine hütte dran glauben, denn wir feiern auswärts, zusammen mit börget’s familie und einigen freunden. knapp dreißig leute werden wir sein.
in gut drei stunden ist abfahrt. noch ein paar tipps von mir. falls Sie wäsche auf der leine hängen haben, dann nehmen Sie die bitte ab, weil das sonst unglück bringt. essen Sie reichlich, Sie wissen schon, als grundlage für den alkohol. trinken Sie nur so viel, wie mit aller gewalt reingeht. fallen Sie beim tanzen nicht vom tisch. passen Sie einfach gut auf sich auf, rutschen Sie gut rüber nach null acht, und denken Sie um mitternacht alle mal an mich.
wenn das so weitergeht, dann habe ich bald keine hirnzellen mehr. dann wurden die alle mit rotwein & co. weggeschwemmt. gestern hatte die alex dazu eingeladen, ihren christbaum zu loben. langsam aber sicher halte ich das für eine saudämliche tradition. so viel alkohol braucht doch wirklich kein mensch. ich trat gegen mitternacht freiwillig den rückzug an, weil mein letztes bisschen verstand mich darum bat, weiterleben zu dürfen. und heute nachmittag war ich bei polli. drei mal dürfen Sie raten … richtig, sie hat auch ein kleines bäumchen. zum glück musste ich fahren und konnte mich deshalb nur auf eine winzige kostprobe des holunderbeerlikörs einlassen.
nun ja, es ist noch ein restbestand an brauchbarem hirn vorhanden. es reicht, um die entschuldigende theorie aufzustellen, dass es doch besser ist, sich mit viel spaß den verstand wegzusaufen, als irgendwann im besitz aller hirnzellen auf ein freudloses leben ohne alkohol zurückblicken zu müssen
… wenn frau ein auto übersieht. sie kann von glück reden, dass sie bei dem crash nur leicht verletzt wurde. die damen und herren in weiß werden ihre blessuren schon richten. aber ob es sich lohnt, das am haken hängende ding in die autoklinik zu bringen?
für den nachmittag hatte ich mich mit börget und lenka im einkaufstempel verabredet. es war ein längerer aufenthalt im städtchen geplant, weshalb sich die suche nach einem parkplatz schwierig gestaltete. irgendwo zwei stunden lang das auto stehen lassen, kein thema. aber länger … da kamen nur gebührenpflichtige sachen in betracht, die ich mir verkneifen wollte. nach einer nervigen suche hatte ich aber doch erfolg, raubte zuerst die bank aus und traf mich dann mit den mädels. wir wollten einen kaffee schlürfen. das fellows war mein ziel. leider erwies es sich als unmöglich, zu sechst einen tisch zu bekommen. wir zogen also weiter ins gelati. dort fanden wir eine passende ecke mitten im getümmel. leider zeigte sich das personal sehr desinteressiert. es dauerte ewigkeiten, bis eine der schnepfen überhaupt mal in der lage war, das geschirr der vorherigen gäste zu entfernen und unsere wünsche entgegen zu nehmen. die völlig emotionslose bemerkung, dass es eine viertelstunde dauern könnte, die bestellung zu servieren, war das tüpfelchen auf dem “i”. servicewüste deutschland. das zeug kam irgendwann. für die kinder hatte ich eisbecher bestellt, damit sie beschäftigt sind und endlich mal die klappe halten. die qualität ließ zu wünschen übrig. ein dessert mit bananen verlangt unbedingt, dass die früchte reif und voller geschmack sind. wenn das nicht gewährleistet werden kann, dann muss man das temporär von der karte streichen. und der von mir gewählte milchkaffee hatte zwar eine wunderbare schaumkrone, war allerdings sehr dünn und nur lauwarm. als die bedienung endlich zum kassieren erschien und nach wiederholter erkärung verstanden hatte, dass nicht alles auf eine rechnung geht, verkniff ich mir jegliche kritische bemerkung, zahlte kein trinkgeld und schwor mir, dort nicht noch mal hinzugehen. wir schlenderten noch kurz durch den blödmarkt, bevor sich unsere wege trennten und ich einige dringend benötigte dinge im drogeriemarkt besorgte. danach saß ich mit den kindern im kino. die beiden wollten “bee movie” schauen. anfangs war ich von der idee gar nicht begeistert. mir erschien das zu … ach, ich weiß nicht. die beiden sind ja keine kleinen kinder mehr. doch der film war wirklich süß, ein wunderschönes modernes märchen über das verhältnis zwischen menschen und bienen, das von mir viereinhalb von fünf EMIs verliehen bekommt. schlussendlich wollte ich gerade ins auto einsteigen, als der BB klingelte und die bine wissen wollte, ob ich ihr noch ein bisschen gesellschaft leisten möchte. nun schwimmt schon wieder eine halbe flasche rotwein in meinem inneren und vermischt sich mit der pizza, die ich gerade gegessen habe. eine ganze pizza mit lecker salami und viel käse.
urlaub ist was schönes. das lassen wir jetzt einfach mal so im raum stehen.
auf dem weg zum discounter meines vertrauens bin ich einem prächtigen unfall begegnet. zwei mal feuerwehr, zwei mal die grünen und ein rettungswagen standen mitten auf der kreuzung, und es hatten sich natürlich jede menge schaulustige versammelt. derzeit genieße ich das probeabo der regionalen tageszeitung, weil sich im urlaub genügend zeit findet zum lesen. morgen wird darin bestimmt näheres über die unfallursache berichtet. ich vermute, dass sich die beiden beteiligten fahrzeuge wie rivalisierende schildkrötenmänner aufgeführt haben. die vorfahrt war wohl das objekt der begierde. das unterlegene auto lag jedenfalls auf dem rücken, so wie man das aus dem tierreich kennt. hat nur gefehlt, dass es mit den beinen rädern strampelt. hoffentlich ist den insassen nicht allzu viel passiert.
mit meinem auto hatte irgendwann in den letzten tagen übrigens auch jemand eine meinungsverschiedenheit. an der beifahrerseite sind deutliche schwarze spuren, gummiabrieb nennt man das wohl, und eine winzige delle über dem hinteren radkasten erkennbar. das ist zwar nicht wirklich schlimm, aber ärgerlich und ganz zweifelsfrei ein fall von fahrerflucht. mir ist es auch schon passiert, dass ich beim ausparken ein fremdes auto leicht angeschrammt habe. obwohl überhaupt nichts zu sehen war, habe ich trotzdem meine freunde von der polizei verständigt. das gehört sich einfach so. aber manchen menschen fehlt es einfach an der nötigen ehrlichkeit.
schon wieder sind die beiden restmülltonnen so voll, dass ihre deckel nicht mehr schließen. das kotzt mich an. echt. und wenn ich sehe, was da alles drin liegt, dann wundert es mich auch nicht, dass ihre kapazität erschöpft ist. nun ist es ja nicht so, dass die nächsten wertstoffinseln kilometerweit entfernt wären. sie sind bequem zu fuß erreichbar. sogar ein wertstoffhof ist in unmittelbarer nähe. aber entweder kapieren manche leute nicht, wie man müll trennt, oder sie gehören der spezies verweigerer an. ihnen gebührt mein tiefster dank. endlich erfüllt mein balkon auch im winter einen zweck … als zwischenlager fürs mülltütchen. wenn das allerdings noch mehr hausbewohner praktizieren, dann sind die tonnen nach der leerung, die sich durch neujahr auf nächsten mittwoch verschiebt, sofort wieder voll, und die ganze schei*e geht von vorn los.
vier frauen. ein christbaum. drei flaschen sekt. eine flasche baileys bis zum letzten tropfen. ein bisschen singstar. ein bisschen gitarre. viel plaudern. viel lachen.
kann mich jemand ins bett bringen? ich weiß den weg nicht mehr …
nun ist weihnachten fast vorbei. ganz anders als sonst war es, nämlich richtig schön. wiederholung erwünscht.
natürlich belästige ich Sie auch heute wieder mit einem bild vom mittagsmahl. das ist dann aber vorläufig das letzte. wie kartoffelpampe und andere alltagsleckereien aussehen, das wissen Sie ja selber. und das ist die gulaschsuppe á la emily. inhalt: lecker fleisch, paprika, kartoffeln, zwiebeln, tomaten, diverse kräuter und gewürze und ein ordentlicher schuss sahne.
und nun muss ich schauen, dass ich in die gänge komme. die nachbarschaft wird gleich zum besäufnis christbaumloben eintreffen. ich sollte mir langsam etwas publikumstaugliches anziehen und ein bisschen farbe im gesicht verteilen.
auf wiederlesen.
ein weiterer schöner tag geht zur neige. und auch heute habe ich wieder lecker gekocht. ich dachte immer, ich kann das nicht und war ein bisschen skeptisch, weil mein zukünftiger ex, seines zeichens koch von beruf, der meinung war, dass karamelisierte kartoffeln und ente nicht zusammenpassen. von wegen. die ente war innen weich und außen super knusprig. die soße hatte einen angenehmen, aber nicht zu aufdringlichen apfel-orangen-geschmack. und die kartoffeln, mit butter, zucker und ein paar kräutern in der pfanne zubereitet, schmeckten ganz hervorragend. es war eine perfekte kombination. ich kann es also doch!

und sonst? das wetter war heute ganz wunderbar und lud zu einem nachmittäglichen spaziergang mit den kindern ein. in der sonne war es herrlich warm, im schatten dafür umso frostiger. nach einer dreiviertelstunde hatte ich die befürchtung, dass mir ohren, nase und hintern gleich abfrieren. ein guter grund für einen glühwein. wieder aufgewärmt, startete ich mit den zwergen die ”deutschlandreise”, ein wirklich empfehlenswertes spiel. wie immer lagen wir dabei auf dem wohnzimmerboden. und das war keine gute idee, denn meinem rücken hat das überhaupt nicht gefallen, was ich allerdings erst merkte, als ich nach knapp zwei stunden wieder in die vertikale wollte. autsch! ein heißes bad bringt hoffentlich die nötige entspannung. schließlich will ich heute noch ins PT
was hatte ich panische angst davor, dass der tag in einem tiefen loch endet. und was war er schön!!! als ich in der mittagszeit die geschenke unter dem baum platzierte, fühlte ich, wie sich das erste mal echte weihnachtliche gefühle in mir breitmachten. am spätnachmittag, gerade als ich mit meiner kleinen kochorgie beginnen wollte, rief die alex überraschend an … ob sie schnell zum christbaumloben vorbeikommen könnte, wenn es mich nicht stört. natürlich störte es nicht. das essen konnte auch noch ein paar minuten warten. und der martini stand ja schon im kühlschrank. eine ganz herzliche begrüßung war es, wie man sie selbst unter allerbesten freunden nur selten erlebt. und der baum gefiel ihr richtig gut. der martini ebenfalls. zum kochen kam ich schließlich auch noch. die kinder halfen dabei, wendeten das fleisch und rührten das gemüse und die nudeln dazu. sehr gut hat es geschmeckt.

und dann, endlich, gab es die geschenke. im wohnzimmer duftete es nach räucherwerk. die kerzen leuchteten. der christbaum glitzerte. aus der spieluhr erklang “stille nacht”. es war alles so wie jedes jahr. doch diesmal war ich wahrscheinlich aufgeregter als die kinder. ich musste wissen, was in diesen päckchen ist. zuerst kamen die dran, die mir die zwerge ”heimlich” unter den baum gelegt hatten. es folgte das geschenk meines fachbereichsleiters (verliehen für außerordentliche verdienste bei der ausübung meines nebenjobs als sekretöse). der inhalt der tüte vom wichtelabend war mir ja schon bekannt. ich hatte sie nur der vollständigkeit halber dazu gestellt. mein geschenk für mich selbst (ich schenke mir immer etwas) war natürlich auch keine überraschung. und dann waren die letzten zwei päckchen an der reihe, und es war genau das drin, was ich mir gewünscht hatte. *seufz*
gerade war die alex noch mal da. nun ist die flasche martini leer. die kinder sind im bett und träumen vielleicht in genau diesem moment etwas schönes. es war ein ganz wundervolles fest. ich hoffe, dass sie den tag genau so schön (v)erleben konnten.
hallo welt - frohe weihnachten