drei nächte …

… habe ich darüber geschlafen. jetzt ist es entschieden. ebola wird nicht operiert. es lässt sich nicht abschätzen, wie weit sich der krebs bereits nach innen ausgebreitet hat. für ratten stellt die narkose außerdem ein erhebliches risiko dar, welches ich nicht eingehen möchte.
ebola wurde im august zweitausendfünf geboren. sie hat ein gutes alter erreicht, und ich musste damit rechnen, dass sie früher oder später krank wird. geschockt und traurig bin ich trotzdem. sie gehört schließlich zur familie.
ebenfalls entschieden ist, dass sie nicht friedlich zu hause in ihrem käfig einschlafen wird. wenn der tumor wächst, kann sie nicht mehr richtig laufen. beim klettern wird sie runterfallen. und sie wird vor allem schmerzen haben. diese erfahrung musste ich bei luna und venus leider schon machen. irgendwann bleibt nur noch die fahrt zur tierärztin und die erlösende spritze. das wird schlimm.

Geschrieben von emily am 14. November 2007 | Abgelegt unter gelebt |

3 Kommentare zu “drei nächte …”

  1. Binaam 14. November 2007 um 16:23 Link zum Kommentar

    Ich habe Ähnliches gerade hinter mir. Der Wellensittich meiner Mutter, der auch mir sehr am Herzen lag, ist vor anderthalb Wochen gestorben, an einer schweren Kehlkopfentzündung.
    Und seinen Vorgänger musste ich auch einschläfern lassen. Es ist furchtbar, aber manchmal bleibt keine andere Wahl, wenn man dem lieben Tierchen ein letztes Mal Respekt zollen und ihm unnötige Qualen ersparen will.
    Und es ist eben nicht nur bei “großen” Tieren wie Katzen und Hunden schwer, sie zu verlieren, auch wenn die meisten Leute den Verlust da wenigstens nachvollziehen können.

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern, dass Ebola noch eine möglichst lange schmerzfreie Zeit vor sich hat.

  2. herr axelam 14. November 2007 um 16:58 Link zum Kommentar

    ganz genau die richtige entscheidung, liebe emily. dies ist genau diese sache, die unsere tiere den menschen voraus haben. ihnen kann leiden erspart werden. meine beiden mäuse aldi und lidl sind im september zwei jahre alt geworden, also muss ich auch täglich mit dem schlimmsten rechnen. trotz allem werde ich ihnen nie im leben schmerzen zumuten, wenn ich sie erlösen kann. natürlich tut der abschied weh - allerdings nicht unseren lieben familienmitgliedern sondern ausschließlich uns selbst. das sollten wir uns immer vor augen halten. auch die erlösung gehört zu der verantwortung, die wir unseren lieben gegenüber besitzen. alles andere als schön solch eine sache, die ebola da gerade durchmacht, trotzdem müssen sie ihr mit ihrer hilfe zur seite stehen, auch wenn es ihnen weh tut.

  3. schoko-bellaam 15. November 2007 um 18:14 Link zum Kommentar

    gute entscheidung - wenn man das in so einem fall so sagen kann. tut mir wirklich leid für die kleine ratte. so ersparen sie ihr aber ganz sicher eine menge leid.

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