wir starteten gegen sieben. erste anlaufstelle und treffpunkt für alle “teilnehmer” war die pilsbar chaplin. zehn leute, ein bunter haufen, eine zusammensetzung, wie es sie vorher noch nie gab. die band spielte gut und verdammt laut. die kneipe füllte sich schnell. also machten wir platz und zogen weiter ins mango. einer der jungs bestellte eine runde ficken. ich hatte dieses getränk bis dahin noch nie probiert und war auch überhaupt nicht begeistert davon. zumindest geschmacklich habe ich das nämlich ganz anders in erinnerung. ok, in diese richtung wollte ich jetzt eigentlich nicht abschweifen
auch im mango spielte die band sehr gut, und die stimmung war prächtig. aber weil wir noch mehr erleben wollten, ging es weiter ins razzmatazz. meinetwegen hätten wir das ausfallen lassen können, börget wollte aber unbedingt hin, weil sie die dort spielenden musiker anja & rico kannte. ich kannte die auch und verspürte so gar keine lust auf siebziger jahre und flowerpower. der rest unserer truppe anscheinend auch nicht, denn bereits nach zehnminütiger verweildauer beschloss die mehrheit einen erneuten wechsel der location. wir wollten in die lobby. leider war es dort so voll, dass man uns nicht reinließ. wir zogen weiter zur klostersteige und blieben dort etwas länger, obwohl mich weder stimmung noch band überzeugen konnten. aber wir hatten so was wie gruppenzwang vereinbart. das hieß, entweder alle bleiben oder alle gehen. gegen mitternacht war die metro dran. reggae, naja, nicht so unser geschmack. also weiter ins cave. leider pausierte die band gerade. doch das publikum war erfrischend anders und ließ auf punkrock und ähnliches schließen. hätte mir sicher gut gefallen, aber ich wurde überstimmt und pilgerte mit ins flair. eine ganz junge band spielte, deren sängerin eine verdammt gute stimme hatte. die gäste waren im schnitt um die zwanzig und bewiesen wieder mal, dass ein großteil dieser altersklasse keine ahnung zum feiern hat. wie kann man nur so gelangweilt und desinteressiert in der gegend rumsitzen! mangelnde begeisterung war das letzte, worauf wir lust verspürten. auf wiedersehen. wir beendeten unseren nächtlichen streifzug am ausgangspunkt, dem chaplin. unter lautstarkem protest von andi verabschiedete ich mich, weil ich ganz einfach keine lust mehr hatte und nach hause wollte.
fazit: gemischt. wir hatten unseren spaß, und es gab schon schlechtere events, aber auch eindeutig bessere. und bei der nächsten musiknacht wird mit anderen regeln gespielt. wenn es mir irgendwo gefällt, dann will ich da auch ein bisschen länger bleiben, notfalls alleine. gruppenzwang? bitte ohne mich.