freitag abend überfällt mich immer eine ganz hinterhältige müdigkeit. nach fünf tagen büro von früh halb acht bis nachmittag vier uhr, dem ganzen kram mit kindern und haushalt und nächten mit viel zu wenig schlaf, fordern körper und seele eine auszeit. meine innere uhr sagt ihnen dann wohl, dass freitag ist. manchmal kämpfe ich dagegen an. sitze ich mit freunden irgendwo in lustiger runde zusammen, dann gelingt es mir in der regel auch, den tiefpunkt zu überwinden. doch gestern war ich zu hause. mit dem immer noch nicht zu ende gelesenen buch gesellte ich mich zu den kindern auf die couch. ich wickelte mich in eine kuschelige decke, schlürfte eine tasse tee, versank in japanischer literatur und war irgendwann weg. halb zehn weckten mich die kinder, weil sie ins bett wollten. nach einem kurzen abstecher ins bad verkroch ich mich bis oberkante unterkiefer unter der bettdecke und schlief mit ein paar schönen gedanken an Siewissenschonwen ein. die nacht verlief ohne störende zwischenfälle. der vollmond hat mir seit ewigen zeiten das erste mal wieder gut getan. kein seltsamer traum ließ mich aufschrecken. nichts, aber auch gar nichts, hielt mich vom schlafen ab. es war halb acht, als ich wach wurde. ich weiß nicht, wann mir das letzte mal so viel erholung vergönnt war. draußen kann der himmel endlos trüb und grau sein. in meinem kopf scheint die sonne. mir geht’s gut. das habe ich Ihnen neulich schon mal gesagt. und wenn ich mich auch sonst nur ungern wiederhole, das schreibe ich mit freude immer wieder. mir geht’s gut. mir geht’s gut. mir geht’s gut.
schönes wochenende allerseits
dann wünsche ich dass es laaaaaaange anhält. wunderbar.
bis jetzt hält das gute gefühl an