… sieht es finanziell gar nicht so schlecht aus. naja, theoretisch zumindest. der sohn geht seit zwei wochen nicht mehr in die KiTa, sondern bleibt zum essen in der schule, erledigt danach mit pädagogischer betreuung seine hausaufgaben und fährt anschließend mit dem bus nach hause. wenn ich die dafür anfallenden kosten mit den monatlichen beiträgen der KiTa vergleiche, dann spare ich etwa vierzig euronen. dadurch ist es möglich, dass das kind endlich ein bisschen taschengeld kriegen kann. zehn euronen pro monat halte ich am anfang für ausreichend. schließlich muss er sich weder schulsachen noch klamotten davon kaufen. er kann das geld einfach verprassen. oder sparen. ist mir egal. er darf nur nicht auf die idee kommen, mich mitte des monats um weitere finanzielle spenden zu bitten.
so, und was mache ich mit der restlichen kohle? nach groben schätzungen wird die wohl komplett für die ständig steigenden lebenshaltungskosten draufgehen. extraausgaben sind also auch weiterhin nicht möglich. aber immerhin, ich schreibe keine roten zahlen. das ist doch schon mal was
da haben sie glück frau emily. ich bin aus sparkurs. die vergangenen hochzeitsfeierlichkeiten gepaart mit der anstehenden zahnimplantatsgeschichte zwingen mich auf einen sparkurs. wir sprechen in einem halben jahr nochmal drüber….
sparen ist bei mir nach wie vor angesagt. falls mal etwas übrig bleiben sollte, dann wird es zukünftig auf die seite gelegt. vielleicht klappt es dann nächstes jahr auch mal mit urlaub im sonnigen süden. immer vorausgesetzt, ich brauche kein neues auto oder - so wie Sie - zahnimplantate …
wir haben alle unser päckchen zu tragen. traurig dass kaum mehr jemand aus der mittelschicht es schafft, was anzusparen. irgendwie aber auch tröstlich, dass wir dann doch alle in einem boot sitzen. im meinem nächsten leben werde ich 100%ig studieren. schade dass meinen eltern die mittel dazu fehlten das zu unterstützen…