Monatsarchiv für September 2007

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ALLE MAL HERHÖREN!!!

ich könnte Sie jetzt zumüllen mit berichten über meine mordgedanken beim gestrigen einkaufen, fehlende drogen und damit einhergehende herzrhythmusstörungen, blühende orchideen, ungeputzte fenster, tagträumereien von phantastischen sexspielchen und so weiter. zur abwechslung gibt es heute aber mal einen etwas anderen und vor allem sehr ernstgemeinten eintrag.

liebe nachbarschaft, keinem von euch wird entgangen sein, was in burma gerade passiert. ich möchte daraus keinen politischen content generieren. das wurde von anderen schon zur genüge getan. vielmehr geht es mir darum, euch auf die aktion “free burma” aufmerksam zu machen, die am vierten oktober mit hoffentlich großer beteiligung über die bühne geht. wie das genau funktioniert und was ihr an diesem tag tun könnt, um sowohl protest als auch anteilnahme zum ausdruck zu bringen, könnt ihr hier und hier nachlesen. robert hält euch außerdem über die aktion auf dem laufenden. danke für die arbeit und zeit, die du schon aufgebracht hast. und schaut doch auch mal bei patsy vorbei. sie stellt netterweise eine grafik zur verfügung, die man verwenden darf. danke frau jones.
selbstverständlich werde ich am donnerstag beim “International Bloggers’ Day for Burma” mitmachen. alle, die ein weblog ihr eigen nennen, werden an dieser stelle von mir gebeten, sich ebenfalls in einer für sie geeigneten form daran zu beteiligen. ich verlass mich auf euch!

Geschrieben von emily am 30. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

morgendliches schattenspiel

schattenspiel.jpg

Geschrieben von emily am 29. September 2007 | Abgelegt unter geknipst | 2 Kommentare

aus fehlern lernt man

das trifft hoffentlich auch auf den sohn zu. es bringt ja sowas von überhaupt nichts, ihn von bestimmten dingen und grundregeln verbal überzeugen zu wollen. doch seit heute weiß er, dass ich recht hatte mit meiner täglichen predigt darüber, dass der geldbeutel in den schulranzen gehört und nicht in die hosentasche. schon gar nicht, wenn man diese weder durch knopf, klettverschluss oder sonst irgendwas verschließen kann. immer wieder habe ich ihn darauf hingewiesen, dass das kein sicherer aufbewahrungsort ist, weil die gefahr des herausfallens besteht. das hätte ich auch der wohnungstür oder meiner kaffeetasse erzählen können. die hätten mir dann wenigstens nicht diesen deingelabernervt-blick zugeworfen. heute musste der sohn jedenfalls nach hause laufen, weil nicht nur das geld für das mittagessen der nächsten woche verloren ging, sondern auch das geld für die busfahrt. pitschnass kam er hier an und berichtete mit weinerlichem gesichtsausdruck von seinem unglück. (bin ich eigentlich eine schlechte mutter, weil ich in dem moment trotz des ärgers über den finanziellen verlust ein berauschendes gefühl von schadenfreude verspürte?)
nun ja, Sie können sich bestimmt denken, wofür sein erstes taschengeld herhalten muss. richtig, er wird sich davon einen neuen geldbeutel kaufen. ich glaube nämlich eher an die unbefleckte empfängnis als daran, dass er den alten zurückbekommt.

Geschrieben von emily am 28. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

wenn der postmann zwei mal klingelt …

… dann bringt er unter umständen etwas, worauf man sehnsüchtig gewartet hat. zum beispiel tickets in freundlichem dunkelschwarz.

ticket_manson.jpg

Geschrieben von emily am 28. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

komische sache

voller stolz präsentierte mir das fieberthermometer heute früh eine temperatur von neununddreißig zwei. mir tut nichts weh. mein hals ist intakt. die nase ebenfalls. ich fühle mich allerdings so, als wäre ich nicht vollständig anwesend.
ok, dann bin ich eben heute krank und halte mich vom büro fern. das fieber wird jetzt mit einer überdosis vitamin C und überwiegend horizontaler körperlagerung bekämpft.
kommen Sie gut und beschwerdefrei durch den tag.

Geschrieben von emily am 28. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 10 Kommentare

zusammengefasst …

… ergeben Ihre wünsche für den neuen header folgendes bild:
emily alias rotkäppchen befindet sich in ihrer phantasiewelt. die nacht ist mattschwarz. der vollmond (aus aktuellem anlass) beleuchtet magisch das bunte herbstlaub. rotkäppchen ist nur mit einem megakurzen schottenrock bekleidet und ansonsten nackt. außerhalb des sichtbaren bereiches, er will ja schließlich unerkannt bleiben, steht Siewissenschonwer und heult sich einen wolf, was man leider nicht sehen kann. und rotkäppchen reicht ihm ihr zerrissenes herz.
amen.
schließen Sie mal für einen moment Ihre augen, und beschwören Sie dieses bild herauf. hallo!!! nur dieses bild!!! Sie sollten sich jetzt nicht vorstellen, wie der wolf sein rotkäppchen lustvoll von hinten vögelt zum haus der großmutter begleitet. mein gott, ist das tragisch und dramatisch und einfach wunderschön. jetzt stellt sich nur die frage, wie ich das alles umsetzen soll. haben Sie dazu auch eine idee? kann mir jemand von Ihnen dabei helfen, dieses bild in 760 x 200 px entstehen zu lassen?

Geschrieben von emily am 26. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 17 Kommentare

anders - aber wie???

es ist an der zeit, den header dieser seite neu zu gestalten. fragt sich nur, wie er am ende aussehen soll. ein einzelnes foto? oder doch lieber eine collage mehrerer bilder? vielleicht etwas, das typisch für mich ist? aber was ist denn typisch für mich? oder wie wäre es mit etwas passendem zur jahreszeit? ich habe eine unmenge an vorstellungen im kopf und kann mich nicht entscheiden, in welche richtung ich weiterdenken soll. was sagen Sie denn dazu? haben Sie ideen und wünsche?

Geschrieben von emily am 25. September 2007 | Abgelegt unter gefragt | 17 Kommentare

unterm strich …

… sieht es finanziell gar nicht so schlecht aus. naja, theoretisch zumindest. der sohn geht seit zwei wochen nicht mehr in die KiTa, sondern bleibt zum essen in der schule, erledigt danach mit pädagogischer betreuung seine hausaufgaben und fährt anschließend mit dem bus nach hause. wenn ich die dafür anfallenden kosten mit den monatlichen beiträgen der KiTa vergleiche, dann spare ich etwa vierzig euronen. dadurch ist es möglich, dass das kind endlich ein bisschen taschengeld kriegen kann. zehn euronen pro monat halte ich am anfang für ausreichend. schließlich muss er sich weder schulsachen noch klamotten davon kaufen. er kann das geld einfach verprassen. oder sparen. ist mir egal. er darf nur nicht auf die idee kommen, mich mitte des monats um weitere finanzielle spenden zu bitten.
so, und was mache ich mit der restlichen kohle? nach groben schätzungen wird die wohl komplett für die ständig steigenden lebenshaltungskosten draufgehen. extraausgaben sind also auch weiterhin nicht möglich. aber immerhin, ich schreibe keine roten zahlen. das ist doch schon mal was :)

Geschrieben von emily am 24. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

monolog

ich habe dich letzte nacht geschont und wirklich pfleglich behandelt. nur ein einziges alkoholisches getränk gönnte ich mir. dann trank ich an der bar sitzend wasser. anstatt trübsinnigen gedanken nachzuhängen, plauderte ich ungezwungen mit einer freundin und dem grünen thomas. die musik war wirklich nicht zu laut, und mit sieben stunden hast du ausreichend schlaf bekommen. der kaffee konnte dich ebenso wenig besänftigen wie die antischmerzpresslinge. weder der ruhige vormittag zu hause, noch der sonnige nachmittag im park mit freundin C. brachten dich zum schweigen. ich hatte gehofft, dass dich wenigstens der abend mit alex, lecker pizza und gut gekühltem weißwein von deiner arbeit abhält. fehlanzeige. du schiebst überstunden, obwohl sie nicht nötig sind und nicht bezahlt werden. den ganzen tag quälst du mich schon. seit dem morgendlichen erwachen pochst und hämmerst du mit einer ausdauer, die ich bis jetzt noch nicht von dir kannte. mein nacken schmerzt. es zieht bis in die schulter und den rechten arm. und bei jeder plötzlichen bewegung gibst du mir das gefühl, dass es dich gleich in millionen einzelteile zerreißen wird. wenn du mir damit irgendetwas sagen willst, dann mach endlich die klappe auf und sprich mit mir. habe ich dich in den letzten tagen überstrapaziert? womit bin ich in ungnade gefallen? was gefällt dir nicht? sag es einfach. und dann, lieber kopf, schraubst du dein geltungsbedürfnis bitte wieder auf ein normales und erträgliches maß herunter. ich spendiere dir sogar noch eine weitere aspirin, wenn du mir versprichst, dass du mich in ruhe schlafen lässt und mir einen schönen traum schenkst.

Geschrieben von emily am 23. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

rechnungsnummer 00481935

ich habe mir gerade ein paar tränen weggewischt. wegen einer rechnung. wegen der rechnung mit der nummer 00481935. das erste mal in meinem achtunddreißig jahre währenden leben musste ich vor freude darüber weinen, dass jemand geld von mir haben will. ich fühle mich wie ein kleines kind an weihnachten oder wie jemand, der einen millionendicken lottogewinn an land gezogen hat. nur eine liebeserklärung von Siewissenschonwem könnte mich noch glücklicher machen.
ach so, ich habe Ihnen ja noch gar nicht verraten, um was es überhaupt geht. riskieren Sie einfach mal einen blick in meinen kalender. und dann freuen Sie sich gefälligst mit mir!!!

Geschrieben von emily am 20. September 2007 | Abgelegt unter gelebt | 13 Kommentare

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