… Sie anfangen, sich sorgen um mich zu machen, melde ich mich schnell mal zu wort.
seit drei tagen wird gefeiert, und ich ernähre mich überwiegend in flüssiger form. festbier, pils, mohren und vierspuriger stehen bei mir ganz hoch im kurs. ich sage Ihnen, die festwoche ist eine ganz prächtige zeit. vom inneren des bierzeltes habe ich noch nicht viel gesehen, denn bei überfüllung wird das schon mal geschlossen. aber mit parkterrasse und parkschenke stehen ja alternativen zur verfügung. und im freien macht das feiern bei schönem wetter sowieso viel mehr spaß.
ich bin dann mal im bad und restauriere mich ein bisschen. wo Sie mich anschließend finden können, das wissen Sie ja …
ich bin wieder da. es war eine anstrengende angelegenheit. auf der fahrt in richtung osten musste ich mich bei backofenähnlichen temperaturen zwischen LKWs und durch einen baustellenstau quälen. dafür war heute auf der rückfahrt die autobahn gleich mal komplett wegen eines unfalls gesperrt. und es hat geregnet. nein, es hat sintflutartig geschüttet. aber trotz aller widrigkeiten bin ich wohlbehalten zuhause angekommen. zuerst habe ich mich ganz artig bei allen freunden und nachbarn als “wieder anwesend” gemeldet und wurde von der bine daraufhin gleich mal zum essen und auf ein gläschen wein eingeladen. morgen früh erfreue ich die kollegen im büro mit meiner anwesenheit bei der kaffeepause, und für den nachmittag wurde ein längst überfälliger plausch mit alex vereinbart. danach startet die festwoche, auf die ich mich schon sooooo lange freue. zehn abende im bierzelt, das wird der oberhammer.
ich bin wieder da und mitten im leben
morgen bringe ich die kinder zu ihren großeltern. ungefähr vierhundersiebzig kilometer werden wir unterwegs sein, größenteils auf der autobahn. es wird alles andere als spaßig, zwischen unzähligen LKWs durch die landschaft zu tuckern. zudem soll es recht warm werden. naja, das ist immer noch besser als regenwetter. mein corsa ist hoffentlich tapfer und hält durch. nachdem ich ihm neulich einen kundendienst spendiert habe, bei dem diverse kleinigkeiten für großes geld gerichtet wurden, habe ich zumindest diesbezüglich ein gutes gefühl.
meine rückreise ist für donnerstag geplant. bis dahin ist es hier mucksmäuschenstill. vergessen Sie mich nicht, und machen Sie sich eine schöne zeit. bis bald.
am anfang hatte ich etwas mühe, dieses buch zu lesen. inzwischen lässt es mich nicht mehr los. es sind eigentlich zwei geschichten, die sich in zwei welten abspielen. die kapitel wechseln entsprechend von hier nach dort. eine geschichte ist in der vergangenheit, die andere in der gegenwart geschrieben. die verbindung zwischen beiden ist die hauptperson, denn es ist ein und dieselbe. über den inhalt werde ich natürlich nichts verraten. ihn in ein paar worte zu fassen, wäre auch ein ding der unmöglichkeit. das buch muss man einfach selbst gelesen haben. wobei ich es nicht uneingeschränkt empfehlen kann. es ist schon ein stoff, der ganz weit von der norm abweicht. ich habe es auch nur deshalb aus der bücherei mitgenommen, weil bina den autor schon mal sehr wohlwollend erwähnt hat. und bis jetzt waren alle ihre empfehlungen genau nach meinem geschmack. an dieser stelle also ein dankeschön an Sie, liebe nachbarin, und zur abwechslung mal eine buchempfehlung von mir.
obwohl mir noch einige seiten bis zum ende fehlen - hier sind zwei stellen, die mir besonders gut gefallen haben.
“… In dieser Stadt kannst du alles haben, was du willst.”
“Nur keine Seele, nicht wahr?”
“So ist es. Seelen gibt es nicht”, sagt der Alte. “Bald wird auch deine verschwinden. Und wenn sie erst weg ist, vergeht auch das Gefühl von Verlust und Verzweiflung. Liebe, die nirgendwo hin kann, vergeht. Nur das Leben bleibt. Ein stilles, ruhiges Leben …”
Eine ruhige, saubere Bar, ein Schälchen mit Nüssen, im Hintergrund spielt leise Vendome von MJQ, auf dem Tresen ein doppelter Whiskey on the rocks. Eine Weile sehe ich das Glas nur an. Whiskey will zuerst betrachtet werden. Erst satt sehen, dann trinken. Das ist wie mit einer schönen Frau.
das www ist eine wirklich geile erfindung, vor allem bei der beschaffung von informationen. auf so ziemlich jede frage fand ich bis jetzt eine antwort. ich muss nur höllisch aufpassen, weil ich dazu neige, von einem link auf den nächsten zu klicken und dann wer-weiß-wo zu landen. neulich kam es zu genau so einem digitalen spaziergang mit umwegen. ich verirrte mich dabei auf eine seite, die mit dem eigentlich gesuchten überhaupt nichts mehr zu tun hatte. doch schon die orthographische katastrophe in der navigation ließ mich neugierig werden. ich unterstelle der betreiberin dieser seite durchaus ernstgemeinte absichten, denn sie hat ganz sicher nicht aus jux und dollerei so viel zeit in deren erstellung investiert. einige textpassagen lassen aufgrund ihrer fehlerfreiheit die vermutung aufkommen, sie seien nicht Ihrem geiste, sondern der copy & paste funktion entsprungen, doch das meiste dieser recht umfangreichen seite wird sie wohl selbst geschrieben haben. natürlich erhebe ich für mich selbst auch nicht den anspruch auf perfekte rechtschreibung und grammatik. aber es gibt eine schmerzgrenze, die die autorin aus meiner sicht ganz weit überschritten hat. wenn jemand mit der deutschen sprache ein problem hat, dann sollte er/sie vor veröffentlichung des geschriebenen vielleicht jemanden um hilfe bitten und mit der korrektur beauftragen. vor allem, wenn bei den buchtipps darauf hingewiesen wird: “Hir und das tretten bei diesem aus dem Niderlendischen übersetztem Buch ein par Reschtschreibfehler auf.”
so, meine lieben, genug gelästert. ich mache mir jetzt ein Tostprod ganz nach meinen Forsthellungen. danach überdenke ich noch mal meine Idehen und Zihle und habe hoffentlich wieder den durschplick.
und Sie schauen sich das jetzt am besten mal an. holen Sie sich vorher bitte taschentücher, denn wenn Ihnen die tränen nicht vor entsetzen kommen sollten, dann ganz sicher vor lachen.
besonders empfehlenswert:
die Zuckunft –> Sternzeichen
Kräuter –> Kräuterpflege –> Fermerung