… während der arbeitszeit sind nicht mein ding. ich versuche immer, so was zu vermeiden. manchmal geht es aber nicht anders. heute beispielsweise. am vormittag war ich unterwegs, um den sohn in der realschule anzumelden. ich musste zwar etwas länger warten, bis ich an der reihe war, aber es hat alles reibungslos geklappt. im september wird das kind also die schule wechseln und die fünfte klasse noch mal wiederholen. großer pluspunkt: es gibt dort sowohl mittagsverpflegung als auch hausaufgabenbetreuung. das macht die KiTa überflüssig, was den sohn sehr freuen wird
ich hätte eine lange erklärung zu den kommentaren des letzten eintrages schreiben können. stattdessen mache ich daraus einen neuen eintrag, denn vielleicht gibt es ja noch mehr geneigte leser, die sich für die beweggründe meiner shoppingtour interessieren.
die inliner für die kinder hielt ich für etwas, was unbedingt sein musste, auch wenn viele das in hinblick auf meine kritische finanzlage anders sehen mögen. ich halte nun mal nichts davon, am ohnehin schon dürftigen freizeitvergnügen zu sparen. der mensch braucht einen ausgleich zum anstrengenden alltag, und ein gewisses maß an abwechslung sollte da geboten sein. natürlich hätte ich billige inliner kaufen können. die ersten waren auch solche, was man schon daran merkte, dass die kinder darin nicht sonderlich gut standen und das fußgelenk abknickte. zum lernen waren sie ok, für mehr aber auch nicht. also mussten es diesmal richtig gute sein, aus dem fachgeschäft, inklusive erstklassiger beratung. die wahl fiel auf K2 bzw. rollerblade. ich habe übrigens auch welche, weil der herr G. das wissen wollte. demnächst sind wir also zu dritt auf “rädern” unterwegs.
kommen wir zum thema schuhe. lieber herr G. und lieber herr axel, die tochter brauchte dringend neue schuhe, weil sie sich nun mal im wachstum befindet. davon bleiben die füße nicht verschont. sie wird natürlich nicht beide schuhpaare gleichzeitig tragen können. das kind wurde nicht gentechnisch manipuliert und hat so wie alle anderen nur zwei gehhilfen. bei so einem wetter, wie es derzeit herrscht, wird sie die sneakers tragen. es sind übrigens ihre ersten kangaroos, super bequem und in ihren lieblingsfarben rot und orange. sie ist mächtig stolz darauf. und weil ich damit rechne, dass der regen demnächst wieder aufhört und die sonne uns verwöhnt, hat die tochter noch ein paar hübsche sandalen bekommen. frische luft hat noch keinem geschadet, den füßen auch nicht. und den herren ganz allgemein sei gesagt: es mag frauen geben, die sich nicht für schuhe interessieren. zu denen gehöre ich definitiv nicht. ich habe die anzahl meiner exemplare noch nicht gezählt und werde das auch aus gründen des selbstschutzes nicht tun. es sind schon einige, die sich im schuhschrank tummeln. ich hätte auch gerne wieder mal ein paar neue. nur finde ich im moment leider nichts, wofür ich guten gewissens geld ausgeben kann. ballerinas ohne oder mit kleinem absatz, wie es sie derzeit im überfluss gibt, sehen bezaubernd aus. mich haben da beispielsweise welche angelächelt, die waren schwarz mit totenköpfen drauf. wirklich entzückend. aber ich bilde mir gerade welche ein, die mich etwas größer erscheinen lassen, so ungefähr acht zentimeter, würde ich sagen. da konnte ich nichts finden. und einfach irgendwas nehmen, nur damit ich sagen kann, ich habe mir neue schuhe gekauft, das verstößt gegen meine prinzipien. hach, was bin ich manchmal diszipliniert.
letzter punkt - der drogeriemarkt. das ist ja auch ein paradies für frauen. was habe ich denn da alles gekauft? es waren zwei packungen farbe für die haare, weil ich mit meiner straßenköterbraunen “kopfbedeckung” nicht wirklich glücklich bin. zwei flaschen haarkur, die man aufsprüht und nicht ausspülen muss. mit dem zeug lassen sich die haare ganz leicht kämmen und neigen dadurch weniger zum abbrechen. eine miniausgabe haarspray, die in der handtasche platz hat. zwei mal zahncreme, eine normale für die kinder und eine für meine empfindlichen zahnhälse. makeup für eine gleichmäßig blasse haut. der bereits erwähnte duftstoff. das war alles. und nun seien Sie mal ehrlich. ist da etwas unnützes dabei?
generell erliege ich übrigens niemals, wirklich niemals einem kaufrausch. es gibt natürlich diese ungeplanten spontankäufe, aber das passiert doch jedem von uns mal. in der regel erwerbe ich jedoch nur dinge, die auch wirklich benötigt werden. so wie letzten freitag.
amen.
heiliges kanonenrohr. habe ich wieder viel geld ausgegeben.
- sandalen für die tochter: dreiundzwanzig fünfundneunzig
- sneakers für die tochter: siebenunddreißig fünfundneunzig
- inliner für die tochter: neunundneunzig fünfundneunzig
- inliner für den sohn: neunundneunzig fünfundneunzig
- diverses aus dem drogeriemarkt: achtunddreißig fünfundachtzig
für mich war nicht wirklich viel dabei. ein bisschen farbe für die haare, makeup und bruno banani pure woman. keine schuhe. kein shirt mit unverschämt tiefem ausschnitt. kein luftiges röckchen.
hat jemand eine idee, wie ich schnell an … sagen wir mal … dreihundert euronen komme? (telefonsex brauchen Sie übrigens nicht vorschlagen. diese mögichkeit habe ich bereits selber ernsthaft in betracht gezogen.)
ein paar anstrengende tage liegen hinter mir. die zeit zum schreiben, lesen, kommentieren hat meistens gefehlt. dafür gibt es jetzt einige wild durcheinander gewürfelte häppchen.
bunny hat urlaub. es ist schon der hammer, wie oft ich diese woche autos gebucht und wieder storniert habe, termine für vorstellungsgespräche vereinbaren und wieder verschieben musste und speisen und getränke servieren durfte.
das phänomen ist ein bug in der software. betroffen ist nur das modell 8800, und erwischt hat es bis jetzt mich als einzige in diesem unternehmen. eine neue firmware, die das problem beheben soll und hoffentlich auch wird, gibt es voraussichtlich noch diesen monat. leider lässt die sich nicht over the air verteilen. das heißt: geräte einsammeln, updaten und wieder verteilen. ich habe ja sonst auch nichts zu tun und müsste vor langeweile qualvoll sterben.
gestern abend kam eine SMS, die mich ziemlich traurig gemacht hat. mein allerbester freund, der geplant hatte, das wochenende bei mir zu verbringen, kann nun doch nicht kommen.
der sohn hat am dienstag geburtstag. die inliner, die er von mir bekommt, werden heute nachmittag gekauft. weil die tochter auch bald wieder ein jahr älter wird und ebenfalls ihren inlinern entwachsen ist, kriegt sie natürlich auch welche.
wetterwechsel. bewölkter himmel. heute abend soll es regnen. das hätte den vorteil, dass ich nicht wieder mit der gießkanne unterwegs sein muss und dass es nächste woche im büro nicht mehr nach der ekelhaften “brühe” stinkt, die der landwirt aus der nachbarschaft voller begeisterung auf seiner wiese verteilt hat.
in sechs minuten beginnt mein wochenende.
hätte ich keine filmreife vollbremsung hingelegt, dann wäre mein auto jetzt schrott, ich würde ziemlich zermatscht in der klinik liegen und der fahrer des passat kombi müsste darüber nachdenken, warum er mir die vorfahrt genommen hat.
manchmal glaube ich, dass bei der entstehung meines sohnes irgendetwas ganz gründlich daneben ging. ich kann jedem kind ein gewisses maß an schlamperei zugestehen. kinder sind schließlich auch nur menschen. und selbst ich als, zumindest theoretisch, erwachsenes wesen habe gelegentlich eine keine-lust-zum-aufräumen-phase und möchte im moment beispielsweise niemanden in mein schlafzimmer lassen. aber da will ja auch keiner rein. entschuldigung, ich schweife vom thema ab …
am spätnachmittag/frühabend (suchen Sie sich was raus) des letzten freitag waren beim sohn recht deutliche atemgeräusche vernehmbar. auf meine bitte, das asthmaspray zu benutzen, kam nur ein schulterzucken und der hinweis, dass es leer ist. na prima. es ist freitag. es ist halb sechs. und das verf***te spray ist leer. vielleicht ist beim kinderarzt noch jemand da und erhört mein flehen, dachte ich mir und rief dort an. und tatsächlich, ich hätte am samstag vormittag das rezept abholen können. nun stand aber für freitag abend ein picknick auf dem programm. er brauchte das spray also sofort. ich suchte im telefonbuch nach der nummer meiner haus- und hofapotheke. ja, man hätte noch eine packung da. ich könnte die vorläufig auch ohne rezept bekommen, müsste sie aber bezahlen. schnell rein ins auto, zum drogendealer gefahren, schlappe zweiundfünfzig euronen und siebzehn centauris (in zahlen 52,17) für das mein-kind-kann-einen-monat-beschwerdefrei-atmen-medikament abgedrückt und wieder nach hause gedüst. alles wunderbar. bis heute abend. nachdem das zimmer des sohnes eher einer müllhalde glich als einer kindlichen behausung, hatte ich ihn heute früh zum ausmisten und aufräumen verdonnert. das ergebnis war zwar nicht überwältigend, aber man soll sich ja manchmal auch mit kleinen erfolgen zufrieden geben. es war zumindest wieder möglich, den raum gefahrlos zu begehen. der sohn war also heute abend auf dem weg ins bett. weil er nicht nur schlampig sondern auch vergesslich ist (da muss wirklich was schief gegangen sein), erinnerte ich ihn an sein asthmaspray. ähm, wo hatte er das noch mal hingelegt? fein. wirklich klasse. ganz toll. die suche konnte beginnen. Sie glauben nicht, wie ich geflucht und geschimpft habe. völlig desorientiert und planlos hüpfte das kind von einer ecke in die andere, hob hier einen stapel papier an, schaute dort in eine kiste. ich musste mitsuchen. und endlich, in einer kleinen plastiktüte, zwischen bleistiften, murmeln, bunten wollfäden, kaugummipapier, einer lupe usw. tauchte die heißbegehrte lila packung auf.
der sohn schläft jetzt. morgen muss er sein zimmer gründlich aufräumen. morgen gebe ich mich nicht mit einem kleinen erfolg zufrieden. und den rest der woche hat er hausarrest - ohne playstation und fernseher - und viel zeit, über das leben, das universum und alles andere nachzudenken.
und ich räume morgen mein schlafzimmer auf. man weiß ja nie, ob nicht doch mal jemand …