heute ging es in der küche weiter. ein appetitlicher, aber leider viel zu junger monteur, machte sich am wasser zu schaffen. nachdem er seine arbeit verrichtet hatte, bin ich zum baumarkt gefahren. die löcher und schlitze in der wand mussten schließlich mit irgendetwas gefüllt werden. und weil sich für diesen job nicht mal unter gewaltandrohung jemand finden ließ, hatte ich beschlossen, das ganze einfach selbst zu machen. ich verspürte allerdings keine lust, zwischen all den vielen baumaterialien das zeug zu suchen, was ich brauchte. also entführte ich einen der angestellten, lächelte ihn an und erzählte von meinem vorhaben. als mann wäre ich mir dabei wohl ziemlich dämlich vorgekommen. im gegensatz dazu ist das bei einer frau mit tiefem ausschnitt, hohen absätzen und lackierten nägeln völlig legitim und wahrscheinlich sogar erwünscht. der nette herr packte mir alles benötigte auf den wagen, und ich war gespannt, ob ich das alleine auch wirklich hinkriege. zu hause stand ich vor dem ersten problem. ich wollte ja keine fünfundzwanzig kilo von dem zeug verarbeiten, sondern erst mal nur ein bisschen. wieviel wasser braucht man denn da? keine ahnung. also putz abwiegen, wasser abmessen und dann rechnen? ich entschied mich für die variante “pi mal daume ins quadrat”, kippte etwas vom putz in den kübel, schüttete ein wenig wasser dazu, rührte eine pampe von cremigzarter konsistenz zusammen und dachte voller wehmut an die sandkastenabenteuer meiner kindheit. *seufz* schließlich beförderte ich ein häppchen auf die kelle und warf es an die wand. in zeitlupe rutschte das zeug runter und klatschte auf den boden. verdammte scheiße, das versprach eine echt üble angelegenheit zu werden. noch ein versuch mit etwas mehr schwung. aha, diesmal blieb es kleben. so geht das also, dachte ich mir und schmiss die nächste ladung an die wand. dann drückte und verrieb ich das ganze ein bisschen. so machte ich immer weiter, bis ich irgendwann fertig war. am ende sah der küchenboden aus wie ein schlachtfeld und die wände nicht wirklich schön. aber alle löcher waren zu, und der maler spachelt ja sowieso noch was obendrüber … am freitag … falls der putz bis dahin trocken ist.
wenn Sie auch mal etwas zu verputzen haben und mich um hilfe bitten wollen - vergessen Sie’s. ich habe nicht vor, mich jemals wieder zu so einer idiotischen drecksarbeit hinreißen zu lassen. das nächste mal organisiere ich einen profi (mit durchtrainiertem oberkörper, sonnengebräunt und einer kiste coca cola auf der schulter, grrrrr).
übrigens - ein bild vom derzeitigen zustand der küche erspare ich Ihnen lieber.
oh schade, ich hatte mich schon so auf das chaos gefreut…
Ich hätte jetzt auch das Bild erwartet! Kleine Unebenheiten sieht man auf einem Überblick-Foto doch ohnehin nicht.
Na, dann viel Glück für morgen, vielleicht kommt ja doch noch jemand von der Coke-Light-Werbung.
Na, das mit den Profis würde ich mir noch einmal gut überlegen
ich hätte mich auch über ein bild gefreut!!!
aber noch besser wäre natürlich ein bild von dem coke-mann