Monatsarchiv für Februar 2007

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gedankenschnipsel

gestern früh hat der liter super eins achtunzwanzig neun gekostet. heute waren es drei cent mehr. was bin ich froh, dass der tank noch halb voll ist. oder sollte ich lieber nachfüllen, weil der preis noch weiter steigen wird?

das wetter macht mir zu schaffen. der ständige wechsel zwischen warm und sonnig und dann wieder kalt und verregnet bekommt meinem kreislauf nicht. ich bin entweder hundemüde und komme nicht in die gänge oder verfalle in einen fast schon hyperaktiven zustand. dazwischen gibt es nichts.

seit neuestem MUSS unter geschäftlichen emails ein disclaimer erscheinen. das gilt natürlich auch für nachrichten, die mit dem blackberry verschickt werden. durch verschiedene firmengruppierungen sind auch verschiedene signaturen notwendig. die erstellung und verteilung war am ende einfacher als ich dachte. hausaufgaben gemacht.

im büro ist gestern die bombe hochgegangen. ich hatte ihre existenz schon seit einiger zeit vermutet, als einzige. langfristig gesehen ist die detonation für alle von vorteil. der zeitpunkt ist nur denkbar schlecht gewählt. und ich hätte etwas mehr kollegialität in form einer frühzeitigen ankündigung erwartet. schließlich bin ich diejenige, die jetzt bis oberkante unterkiefer in der scheiße sitzt.
also lass mal lieber den kopf nicht hängen, emily. das läuft so wie immer: du wirst die ärmel hochkrempeln und deine gesamte energie inklusive aller reserven investieren. du wirst wohl irgendwann auf dem zahnfleisch angekrochen kommen. aber du schaffst das. und die pläne, die du eigentlich hattest, die legst du erst mal auf eis.

martini leer + emily müde = ins bett gehen

schlafen Sie gut.

Geschrieben von emily am 28. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 15 Kommentare

bunt wie ein regenbogen

der chronische zeitmangel hat mich fest im griff. deshalb gibt es auch heute nur einen kurzen eintrag im logbuch, und zwar in form der bestimmt schon sehnsüchtig :D erwarteten dienstagsplauderei. und weil draußen so ein einheitsgraues wetter herrscht, dürfen Sie mit mir die welt ein bisschen bunter malen singen. los geht’s mit den ersten zehn farbenfrohen titeln.

red red wine - UB 40
yellow submarine - the beatles
green door - shakin’ stevens
blaue augen - ideal
goldener reiter - joachim witt
paint it black - rolling stones
fade to grey - visage
purple rain - prince
brown girl in the ring - boney m.
fine art in silver - phillip boa and the voodooclub 

Geschrieben von emily am 27. Februar 2007 | Abgelegt unter gehört, gefragt | 11 Kommentare

man sollte auch mal “nein” sagen

mein vermögensberater, der geheimnisvolle herr A., war heute bei mir. nun brauchen Sie aber nicht denken, dass es ein besonders schöner abend wurde. meine nachbarin, die auch kundin bei ihm ist, hatte mich gefragt, ob sie bei der gelegenheit schnell mal etwas mit ihm besprechen kann. sie würde dann auch gleich wieder verschwinden. und weil ich nicht nur unglaublich nett, sondern manchmal auch vollkommen dämlich bin, habe ich “ja” gesagt. nachdem sie alles geschäftliche geklärt hatte, trat sie allerdings nicht den erwarteten rückzug an, sondern blieb schön brav sitzen und plauderte munter weiter. sie saß fast zwei stunden wie angewachsen da und verzog sich erst, nachdem herr A. ebenfalls seinen auftritt beendete. als ergebnis sind meine fragen fast alle noch offen, und die gute laune ist gründlich verdorben.

Geschrieben von emily am 26. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

aufräumen …

… kann manchmal sinnvoll sein. manchmal aber auch nicht, denn nicht immer finde ich das, was ich aufgeräumt habe, wenn ich es ganz dringend brauche. so wie heute. freundin C. war mit ihren kindern da. um den großen brauche ich mich nicht weiter kümmern. der verschwindet mit meinen kids in deren zimmern und tobt dort nach lust und laune herum. damit sich aber auch das weltknuffeligste baby wohlfühlt und nicht gelangweilt über den inhalt meiner regale herfällt, wollte ich für ihn den karton lego primo vom dachboden holen. ich habe mich dumm und dämlich gesucht und stand recht hilflos zwischen zahllosen kartons mit spielsachen und sonstigem krempel. aber die bausteine waren einfach nicht auffindbar. am ende entschied ich mich für die kiste lego duplo. die sind zwar nicht optimal für sein alter, aber der kleine hosenscheißer war trotzdem glücklich damit. und so ein glückliches und zufriedenes baby ist etwas ganz wundervolles.

Geschrieben von emily am 25. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

monsieur linh und die gabe der hoffnung

ich hatte es angekündigt - den gestrigen abend verbrachte ich auf der couch. mit dabei war ”monsieur linh und die gabe der hoffnung” von philippe claudel, das ich neulich in der bücherei ausgeliehen hatte.

Monsieur Linh ist der Einzige, der weiß, dass er so heißt: Alle anderen, die seinen Namen kannten, sind tot. Nur er und seine kleine Enkelin, gerade ein paar Wochen alt, haben den Bombenangriff auf ihr Heimatdorf überlebt. Monsieur Linh flieht und gelangt nach langer Reise in eine kalte, verregnete Stadt, deren Namen er nicht aussprechen kann. In dem Flüchtlingswohnheim fühlt er sich einsam und verloren. Kraft geben ihm nur sein kleines Mädchen und der dicke Monsieur Bark, den er auf einem seiner Spaziergänge durch die fremde Stadt kennen gelernt hat. Der eine versteht die Sprache des anderen nicht, doch sie erzählen sich ohne Worte von Glück, Trauer, Sehnsucht und Hoffnung - und teilen ein trauriges Geheimnis. 

ich habe das buch von der ersten bis zur letzten seite am stück gelesen. es ist ungewöhnlich, kaum zu beschreiben. es ist nicht spannend, aber auch nicht langweilig. ich wollte unbedingt wissen, wie denn nun die geschichte des vom krieg vertriebenen monsieur linh ausgeht, was aus ihm und seiner enkeltochter sang diû in dieser fremden welt wird. und obwohl ich keinerlei vorstellung davon hatte, wie das ende aussehen könnte, war es doch überraschend und vor allem sehr traurig, denn am schluss offenbarte sich die wahrheit. und ich muss gestehen, dass ich geweint habe.
wenn Sie keine angst vor einer geschichte ohne happy end haben und auf der suche nach einer etwas anderen lektüre sind, dann empfehle ich Ihnen dieses buch.

Geschrieben von emily am 24. Februar 2007 | Abgelegt unter gelesen | 5 Kommentare

rein ins wochenende

gerade habe ich mich ein wenig durch die nachbarschaft gelesen. vor mir steht ein teller, vollgepackt mit wurstbroten, käsebroten mit sahnemeerrettich oben drauf, gurkenscheibchen und paprikastreifen. das stopfe ich jetzt alles in mich rein. ich habe nämlich ganz extrem viel hunger. das liegt bestimmt daran, dass ich seit drei tagen auf entzug bin. drei tage ohne süße gummibärchen, schaumige erdbeeren, saure apfelringe, mäuse mit quietschbunten schwänzen … und noch siebenunddreißig tage liegen vor mir. furchtbarer gedanke.
wochenende. und kein plan. am nachmittag stand das auto meiner lieblingsnachbarin A. auf dem parkplatz, was selten vorkommt. ich bin also gleich mal schnell zu ihr auf ein paar minuten plauderei. sie hätte noch eine karte für silbermond gehabt, aber ich werde heute zu hause bleiben. sogar A. meinte, ich soll es mir lieber auf der couch bequem machen und die füße hochlegen. ich würde furchtbar müde und fertig aussehen. ich habe es seitdem vermieden, in den spiegel zu schauen. vielleicht hat sie ja recht.
also mache ich es mir jetzt mit meiner kuscheldecke gemütlich. die kinder werden einen film schauen, und ich lese ein bisschen und werde ganz brav sein und heute nicht so spät ins bettchen gehen.
ich wünsche Ihnen ein … (suchen Sie sich was aus: schönes, entspanntes, geschmeidiges, lustiges, spannendes, sonniges, verträumtes usw.) wochenende.

Geschrieben von emily am 23. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

ihre bestellung 5403853 bei amazon.de

bis jetzt war nur eines meiner postfächer bei freemail opfer von spam und reichlich müll. inzwischen bekomme ich das zeug aber auch bei t-online, glücklicherweise nur auf die ursprüngliche email-adresse, die ich gar nicht mehr benutze, und nicht auf meinen emily-account. gerade habe ich etwas besonders hübsches bekommen. nachdem ich schon im intimsalon von neckermann mit meiner imaginären kreditkarte eine videosammlung gekauft habe, freue ich mich nun auf das notebook von sony, dass es bei amazon zum schnäppchenpreis von 1920 euronen gibt.
he, ihr dämlichen dreckschleudern da draußen! für wie blöd haltet ihr mich eigentlich??? ich bin schädlingsbekämpfer und habe täglich mit dem ungeziefer zu tun, mit dem ihr die menschheit belästigt. ich werde ganz sicher nicht die “rechnung” anklicken, um die rufnummer des kostenlosen kundenservices herauszukriegen, bei dem ich die bestellung stornieren kann. ich habe heute nämlich keinen appetit auf hinterlistige trojaner. und falls ihr jetzt auf die grandiose idee kommen solltet, mir auch noch eine rechnung von ikea zu schicken - der account wurde gerade stillgelegt. also bemüht euch gar nicht erst. besten dank. 

Geschrieben von emily am 21. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 8 Kommentare

mit verspätung …

… kommt die dienstagsfrage.
heute ist der faschingsspaß vorbei und die fastenzeit beginnt. nun bedeutet fasten für mich nicht unbedingt nahrungsverweigerung, sondern eher verzicht auf etwas, worauf ich lieber nicht verzichten würde. also bleiben seit heute gummibärchen von meiner fresslust verschont.
und wie halten Sie es mit der fastenzeit?

Geschrieben von emily am 21. Februar 2007 | Abgelegt unter gefragt | 16 Kommentare

bitches & players

ich wünsche mir gerade, dass das ganze jahr fasching ist. warum? weil die party der letzten nacht der absolut süchtig machende oberhammer war. und weil ich mehr davon will.
ich bin ja mit gemischten gefühlen ins PT, weil die mädels ganz furchtbar krank waren und ich deshalb alleine losziehen musste. vor dem PT stehend wurde ich bereits vom ersten mann in beschlag genommen, zumindest verbal. so ein wenig small talk ist ja manchmal ganz angenehm, aber der hat mich regelrecht zugetextet. ich stand also mit einer ansehnlichen menschenmenge vorm PT, ließ mich geduldig belabern und amüsierte mich ganz köstlich über die insassen der vorbeifahrenden autos. es grenzte fast an ein wunder, dass es nicht zu unfällen kam. hatten die noch nie männer in frauenklamotten gesehen? ok, einer war schon besonders auffällig mit perücke in pink, kurzem kleidchen, strümpfen und hohen absätzen unter den füßen. aber bitte, das ist doch kein grund, an der ampel die grünphase zu verpassen.
ich näherte mich dem eingang und wurde gebeten, meine jacke zu öffnen, aber nicht weil man einen sprengstoffgürtel oder illegale waffen darunter vermutete, sondern um mein outfit zu begutachten. prüfung bestanden. etwas anderes hätte mich auch gewundert. schließlich hatte ich das röckchen meines kostüms weggelassen und zeigte damit zumindest teilweise meinen hintern.
ich war also drin. den redseligen typ hatte ich nicht abschütteln können, er wurde aber etwas ruhiger. sehr angenehm. jede menge schlampen und zuhälter kamen, das haus füllte sich. und da war auch das erste bekannte gesicht. ein als politesse verkleideter, den ich auf dem cometsball kennengelernt hatte, bewegte sich in meine richtung und war sichtlich über meine anwesenheit erfreut. mit ihm wurde ich die plaudertasche erst mal los. wir haben ein wenig geflirtet, so wie man das auf faschingsparties eben macht. der gedanke, von der politesse geküsst zu werden, widerstrebte mir allerdings. um mich dazu zu überreden, hätte ich zumindest einen strafzettel kriegen müssen und vor allem viel alkohol. kriegte ich aber nicht. stattdessen kam einer der türsteher und baggerte mich gnadenlos an. halleluja, dachte ich mir, stolper ich jetzt die ganze nacht von einem mann zum nächsten? na gut, er hat mich an die bar entführt und mir einen drink spendiert. endlich mal einer, der wusste, wie das funktioniert. dafür durfte er auch noch ein bisschen mein outfit inspizieren und mit mir tanzen. dabei entdeckte ich das nächste bekannte gesicht. oha, er war mit sprühsahne bewaffnet, mit der er mein dekolleté verzierte, um danach alles genüsslich abzulecken. ich war begeistert und durfte ihn auch mit sahne besprühen. und ablecken natürlich. nach einer ausgiebigen runde hüftschwung pirschte sich während der verschnaufpause die politesse schon wieder an mich heran. und mister ich-laber-dich-bewusstlos steuerte auch auf mich zu. und dann stand noch einer vor mir, der mir den nächsten drink beschaffen wollte, obwohl mein glas noch gar nicht leer war. emily, jetzt hör auf, die männer verrückt zu machen. die kriegst du nicht mehr los. die kleben wie honig an dir fest. tja, das hatte ich nun davon. wenn man die männer reizt, dann muss man manchmal auch mit unangenehmen folgen rechnen. ich hätte am liebsten ganz laut HILFE! geschrien. brauchte ich aber gar nicht, denn genau in dem moment flüsterte mir jemand ein “hallo stubenmädchen” ins ohr. meine gänsehaut sagte mir, dass es nur herr S. sein konnte, der mich mit seinem auftritt überraschte. mit ihm hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet. aber er war es. und verdammt, sah er wieder appetitlich aus. er scannte mich von oben bis unten und dachte sich wohl das gleiche. den rest der nacht war er nur mit einer kurzen unterbrechung mit mir unterwegs und hat auf seine lieblingsschlampe aufgepasst.
zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ich auf der ultimativ besten party meines lebens war. ich feierte mit dürftig gekleideten mädels, männern in frauenklamotten, männern im zuhälterlook und männern mit nichts unterm schottenrock. ich war ein äußerst begehrtes objekt und habe das trotz einiger aufdringlichkeiten sehr genossen. ich hatte schon lange nicht mehr so viel spaß. nächstes jahr bin ich wieder am start. versprochen.

Geschrieben von emily am 20. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

rosen und disteln

es gibt viele dinge, an die ich nicht glauben kann und will. von anderen bin ich wiederum voll und ganz überzeugt. numerologie gehört beispielsweise dazu. hier gibt es einen test, wie gut man anhand des namens zum partner passt. das habe ich natürlich mit allen meinen männern ausprobiert. die ergebnisse waren so, wie ich es erwartet hatte. keiner von ihnen hat mir wirklich gut getan. allerdings gibt es eine ausnahme mit einem gefühlsbouquet bestehend aus immerhin sechs rosen und nur drei disteln.

Der Inbegriff eines romantischen und zugleich stabilen Verhältnisses: Sie verstehen sich prima, selbst wenn es von Zeit zu Zeit zu kleineren Unstimmigkeiten kommt. Sie halten sich an das Grundlegende und das sorgt für Stabilität in Ihrer Beziehung.

Sie wissen ja bestimmt, um wen es sich dabei handelt.

Geschrieben von emily am 18. Februar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 23 Kommentare

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