das, was Sie auf dieser zeichnung sehen, das ist eine kreuzung am rande des kleinen städtchens, in dem die emily wohnt. klingt komisch, ist aber so. an der kreuzung sind nur ein paar schilder mit straßennamen zu sehen. und eins mit dem hinweis, dass für emilys straße eine durchaus berechtigte und sinnvolle geschwindigkeitsbeschränkung verordnet wurde. und eins, dass LKWs dort nur eingeschränkt fahren dürfen. und ein eingebildetes sackgassenschild gibt es auch noch.
das blaue auto ist der weiße corsa, in dem die emily drin sitzt. ich habe ihn nicht weiß gemalt, weil Sie den sonst nicht sehen könnten. außerdem träumt die emily ja von einem blauen 3er mazda mit klimaanlage und ledersitzen und vielen PS. (soll sie mal ruhig weiter träumen.) die straße, auf der die emily gerade fährt, das ist die, in der sie wohnt, eine kleine straße in schlechtem zustand, auf der tempo 30 gilt. emily ist mit dem sohn an bord unterwegs, um ihn zum training zu bringen. dazu muss sie von ihrer straße links abbiegen auf eine andere straße, die breiter ist und auf der man auch schneller fahren darf.
das rote auto ist eigentlich ein gelber twingo mit bunten streifen. ich würde mir aber lieber die finger abhacken, als ein gelbes auto mit bunten streifen zu malen. gefahren wird der twingo von einer dämlichen trulla, die ihren führerschein wahrscheinlich auf dem letzten jahrmarkt an der losbude gewonnen hat. vielleicht hat sie ihn auch beim häschen totschießen als trostpreis bekommen. egal. trulla fährt geradeaus. natürlich hätte sie auch links abbiegen können. das spielt gar keine rolle. denn was hätte sie denn in jedem fall tun müssen?
wer jetzt ganz spontan antwortet: “die trulla hätte anhalten und der emily vorfahrt gewähren müssen.”, der bekommt von mir, hm, sagen wir mal, meine tiefste bewunderung.
und alle, die etwas anderes antworten und der emily genau wie die dämliche trulla die vorfahrt genommen hätten und nur durch ein gelungenes brems-und-ausweich-manöver seitens emily dem zusammenstoß entgangen wären, die bitte ich höflichst aber mit nachdruck darum, den nächstgelegenen aktenvernichter mit ihrem führerschein zu füttern.
mfg
Ihr fahrlehrer volker vollgas
Da war doch was, ich erinnere mich dunkel, so ne Vorfahrtsregel, die Basis aller Vorfahrtsregeln so zu sagen, Theorie erste Stunde, hm, …, jaaaa, RECHTS vor LINKS!!!! Wer so was vergisst ist wirklich ne dämliche (gefährliche) Trulla.
Wenn es nicht so viel Ärger, Arbeit und Rennereien geben würde, dann einfach draufhalten und es darauf ankommen lassen. Das wäre dann eine teure Lektion für die Unverbesserlichen (in diesem Fall die Trulla… obwohl, wer einen Renault fährt kann kein so schlechter Mensch sein) gewesen.
Aber am Ende traut man sich doch nicht, obwohl man Recht hat.
@micmox: Sie bekommen meine tiefste bewunderung. rechts vor links, das ist die einzig richtige verkehrsregel, die hier zur anwendung kommen kann. wenn Sie wüssten, wie oft mir an dieser kleinen, unscheinbaren kreuzung schon die vorfahrt genommen wurde …
@andi: draufhalten - wenn ein neuer 3er mazda dabei rausspringen würde, auf jeden fall. aber das ergebnis wäre wohl nur ein schleudertrauma oder vielleicht noch mehr und eine teilschuld von mindestens fünfundzwanzig prozent, weil ich überhaupt mit einem auto losgefahren bin und womöglich auf meine vorfahrt bestanden habe. renault ist übrigens ein sehr zuverlässiger hersteller, aber ein gelber twingo mit bunten streifen, davon bekommt man doch augenkrebs oder wird mindestens blind. und, äh, ich bin zwar selbst eine frau, aber trotzdem behaupte ich mal, dass männer meistens besser fahren.
[…] erinnern Sie sich noch an diese geschichte? heute war es ein schwarzer passat variant mit OA-kennzeichen. OA wie OberArschloch. ich weiß nicht, wie oft es an der stelle schon fast gekracht hätte. wenn einer von euch hirnlosen vollspackos noch mal das bedürfnis verspürt, sich früh um viertel nach sieben oder sonst irgendwann an dieser kreuzung seitlich und ungebremst in mich rammen zu wollen, fahre ich dem-/derjenigen solange hinterher, bis er/sie anhält. und dann dürfte es schwierig sein, mich von meinen mordgelüsten abzuhalten. […]