das städtische freibad hat heute den letzten tag geöffnet. deshalb liege ich dort gerade auf der wiese, genieße das traumhafte wetter und lade meine sonnenakkus noch mal randvoll auf.
Ihnen allen einen schönen spätsommer-frühherbst-oder-was-auch-immer-sonntag
polli hat mir neulich ein buch geschenkt, “liebe gesucht, wege aus dem single-leben zu einer glücklichen beziehung”. geschrieben hat es die diplom-psychologin und psychotherapeutin claudia clasen-holzberg. im großen und ganzen geht es darum, wie frau bei der partnerwahl von ihren kindheitserlebnissen mit mutter und vater beeinflusst wird und dass frau sich von ihren vorstellungen des traumprinzen verabschieden soll. nichts neues also, dachte ich. bis ich gestern abend auf seite 105 folgendes las:
Übung
Den Märchenprinzen begraben
Dieses kraftvolle Ritual hilft, blockierende Vorstellungen loszuslassen: Besorgen Sie sich eine “Ken”-Figur (das männliche Gegenstück zu Barbie). Kleiden Sie die Puppe so, wie es zu Ihrem Traumprinzen passt und denken Sie auch an die Accessoires, die Ihre Vorstellung vom idealen Partner widerspiegeln. Gehört ein Sportwagen zu Ihrem Traumprinzen, geben Sie ihm einen Spielzeugflitzer mit. Soll der Prinz gebildet sein, versehen Sie ihn mit Büchern.
Suchen Sie dann einen passenden “Sarg” (Kiste, Schuhkarton), in dem Sie Ihren Prinzen samt Beigaben begraben können. Gestalten Sie das Ritual nach Ihren Wünschen, klein und schlicht oder als feierliche Zeremonie. Sie können sich auch mit Freundinnen zusammentun, die ebenfalls ihre Traumprinz-Fixierung loslassen möchten, und die Beerdigung gemeinsam zelebrieren. Wenn Sie sich auf diese Art - oder mit einem anderen Ritual, das Sie sich selbst aussuchen - von Ihrem Fantasiebild verabschieden, treffen Sie gleichzeitig eine wichtige Entscheidung: In Zukunft werden Sie für die “echten”, ganz normalen Männer mit ihren guten und weniger guten Seiten offen sein.
aha, tupperpartys sind also out. wir veranstalten stattdessen massenbegräbnisse. wenn wir glück haben, dann werden wir nur wegen illegaler entsorgung von sondermüll angeklagt. vielleicht verdonnert man uns auch wegen mord zu lebenslänglichem spielen mit barbiepuppen. schlimmstenfalls steckt man uns in diese schicken weißen jacken, verknotet hinten die ärmel und bringt uns zu frau clasen-holzberg. die soll sich mit psychisch geschädigten ja auskennen.
ich spreche von marilyn manson.
für alle, die es bis jetzt noch nicht wussten: ich mag den. wirklich. ganz im ernst.
heute war großkampftag im schlafzimmer. entrümpeln. sortieren. hier ein haufen mit unterlagen zum abheften. da ein haufen mit papiermüll. und noch ein haufen mit klamotten für die nächste kleidersammlung. während der aktion waren in der wohnung alle türen geöffnet, und die anlage lief etwas lauter als sonst. ich hatte unter anderem mechanical animals im player. ein wahrer hörgenuss mit, wie ich finde, unglaublich guten texten. probe gefällig? bitteschön!
user friendly fucking dopestar obscene
will you die when you’re high
you’d never die just for me
she says,
“I’m not in love, but I’m gonna fuck you
’til somebody better comes along.”
(user friendly)
a pill to make you numb
a pill to make you dumb
a pill to make you anybody else
but all the drugs in this world
won’t save her from herself.
(coma white)
when you want it
it goes away too fast
when you hate it
it always seems to last
but just remember when you think you’re free
the crack inside your fucking heart is me
(the speed of pain)
… im wohnzimmer fenster putzen. aber dann dachte ich mir, dass das viele grünzeug ein wenig pflege braucht, und wenn ich die töpfe sowieso schon mal in der hand habe, könnte ich das gleich mit erledigen. also wurden große blätter abgewischt und kleine blätter besprüht. der ficus, der mich inzwischen überragt, bekam ein paar extras. er wurde von erde auf granulat umgesetzt und in der badewanne lauwarm abgeduscht. ganz zum schluss wagte ich mich an den hier.

wer dieses gewächs nicht kennt: das ist ein pandanus. genauer gesagt DER pandanus. männlich, stachelig, widerspenstig. eben wie im wahren leben. die gezahnten blattränder lösen bei berührung eine recht bösartige reaktion aus, allerdings merkt man das erst nach ein paar minuten. meine hände und arme waren mit unzähligen weißen flecken und beulen übersät. und wissen Sie, wie es sich anfühlt hat? nein? stellen Sie sich vor, Sie sitzen inmitten von brennesseln, die auf einem ameisenhaufen wachsen. das trifft es wohl am besten. es war doch sehr angenehm, als ich nach einer halben stunde wieder schmerzfrei war. nur die beulen, die sind jetzt nach über zwei stunden immer noch da. wenn er nicht so schön wäre und mit zunehmender größe nicht noch schöner werden würde, dann hätte dieses undankbare geschöpf heute wahrscheinlich das zeitliche gesegnet.
bei littleandy habe ich was witziges gefunden und musste sloganmaker.de gleich mal mit ein paar entwürfen beauftragen.
hier meine top ten:
- emily ist immer eine süße idee.
- auf emily hat die welt gewartet.
- das kleine wunder hat einen namen: emily.
- emily ist die rosine im käsekuchen.
- lecker. locker. emily.
- ein kluger kopf nimmt emily.
- früher oder später erwischen wir Sie mit emily.
- emily - einen seitensprung wert.
- auch verrückt nach emily?
- warnung: emily kann süchtig machen.
nun sind Sie an der reihe. welcher slogan gefällt Ihnen denn am besten?
und zwar zwetschgendatschi, ein ganzes backblech voll.
man nehme für den teig
- 300 g mehl
- 150 g zucker
- 160 g quark
- je 6 esslöffel öl und milch und
- 1 päckchen backpulver
kneten Sie das zeug bitte zu einem schönen teig, den Sie dann ausrollen. für alle, die dabei keinen nervenzusammenbruch oder wutanfall erleiden wollen, ein kleiner tipp: versuchen Sie das gar nicht erst auf einer bemehlten arbeitsfläche. der teig ist sehr widerspenstig und zieht sich sofort in seine ursprüngliche größe plus maximal ein paar millimeter zusammen. rollen Sie ihn also am besten gleich auf dem gefetteten blech aus. fertig? dann kommen jetzt die früchte drauf. Sie können sie in gleichmäßigen reihen oder mustern oder einfach irgendwie anordnen. da sind Ihrer fantasie und kreativität keine grenzen gesetzt. sehr lecker wird der kuchen, wenn Sie auch noch zimtzucker und mandelsplitter darauf verteilen. zum schluss vermischen Sie bitte
- 200 g mehl
- 100 g zucker und
- 100 g butter
zu einer krümelig-süßen masse und streuseln sie oben drüber. das blech gehört bei etwa 175 grad für (über den daumen gepeilt) eine dreiviertel stunde in den backofen. rausnehmen, ein paar minuten abkühlen lassen, zerstückeln und genießen.
guten appetit.
… wo sie hingehört. zu hause.
die fahrt war recht anstrengend. vor allem zwischen nürnberg und memmingen herrschte unerwartet viel verkehr. aber wenigstens das wetter war mir gewogen. kein regen, kaum sonne, ideale wetterbedingungen auf der autobahn.
die taschen und rucksäcke sind inzwischen alle ausgepackt. die waschmaschine rumpelt und quietscht vor sich hin. die johannisbeeren, die während der fahrt zeit zum auftauen hatten, sind bereits zu marmelade verarbeitet worden.
zeit für eine tasse kaffee.
ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie in einer dieser grell beleuchteten und klaustrophobie auslösenden umkleidekabinen stehen, um sich vor dem erwerb eines neuen stoffstückchens in selbigem kritisch zu betrachten. ich wagte mich heute in so eine kammer des optischen grauens. vom dabei erlittenen schock habe ich mich bis jetzt noch nicht vollständig erholt. nun liegt das aber nicht an den anprobierten teilen - die sahen bezaubernd an mir aus - sondern daran, dass ich selbst wieder mal ziemlich furchtbar aussehe. das frustriert mich wirklich sehr.