marmelade, extra lecker

mitte september ist die zeit der holunderbeeren. jedes jahr ziehe ich mit einem karton zum sammeln los, diesmal wurde in der KiTa geernet. die meisten wissen, dass man aus den beeren saft und wein gewinnen kann, die wenigsten dagegen haben schon mal marmelade daraus gemacht. ich gebe zu, dass das eine recht aufwändige angelegenheit ist. die beeren müssen nämlich handverlesen werden. ich kann mir gut vorstellen, dass die gebrüder grimm dereinst eine küchenmagd dabei beobachtet haben und so die geschichte vom aschenputtel entstanden ist. ich fühle mich dabei jedenfalls so. aber ich schweife vom thema ab, denn eigentlich will ich Ihnen ja erzählen, wie Sie auch zu dieser leckeren marmelade kommen können. hier also mein rezept.
ernten Sie vom holunderbusch/-baum Ihres vertrauens reichlich dolden, am besten mit einer schere abschneiden. die beeren sollten Sie von hand verlesen, die guten ins töpfchen, die schlechten ins kröpfchen. nee, das ist jetzt unfug. werfen Sie vertrocknete oder überreife exemplare einfach in den biomüll. und achten Sie darauf, dass möglichst keine stiele mehr an den früchtchen dran sind. waschen Sie anschließend die beeren, lassen Sie sie gut abtropfen und stellen Sie sie auf die waage. ein kilo ist ok.

lady_marmelade.jpg

jetzt brauchen Sie süße äpfel, die Sie schälen, vom kerngehäuse befreien und in kleine stückchen schneiden müssen. auch die äpfel sollten ein kilo auf die waage bringen.
beeren und apfelstückchen gehören zusammen in einen großen topf. geben Sie zwei kilo gelierzucker “1 und 1″ und zwei gestrichene teelöffel zimt dazu. schalten Sie den herd auf “volle kraft voraus” und bringen Sie das ganze unter rühren zum kochen. nach vier minuten kochzeit bei geringer wärmezufuhr ziehen Sie den topf vom herd und holen Ihren zauberstab. nein, das ist jetzt der falsche. mit magischen sprüchen und einem dazu geschwungenen zahnstocher in XXL werden Sie die früchte nicht klein kriegen. ich meine diese geniale erfindung unserer schweizer nachbarn. mit dem pürrieren Sie alles. aber vorsicht! gekochte holunderbeeren sind sehr leicht reizbar und hinterlassen bleibende schäden in form von nicht entfernbaren flecken.
füllen Sie die heiße masse randvoll in leere gläser, verschließen Sie diese gut und stellen Sie sie erst mal auf den kopf. nach ein paar minuten dürfen Sie die gläser umdrehen und sich aufs nächste frühstück freuen.

Geschrieben von emily am 24. September 2006 | Abgelegt unter geküchelt |

4 Kommentare zu “marmelade, extra lecker”

  1. börgetam 24. September 2006 um 17:30 Link zum Kommentar

    lecker, dass ist ja fast mal ein Grund zum Frühstücken :-) wird demnächst nachgemacht. Feini

  2. mapeam 25. September 2006 um 08:27 Link zum Kommentar

    guten montag, sicher süss die marmelade; die erinnert einem an letzte woche “happy börsday” wir warten auf s bildli.

  3. schoko-bellaam 25. September 2006 um 19:41 Link zum Kommentar

    und hast dich getraut, es wie der bio zu machen?

  4. emilyam 25. September 2006 um 22:20 Link zum Kommentar

    @börget: demnächst wird bei mir gebruncht, da gibt es auch diese marmelade.
    @mape: zum thema bild kommt dann gleich noch ein neuer eintrag.
    @schoki: nein, das war mir doch zu riskant. stellen Sie sich mal vor, das schmeckt nicht, und die ganze arbeit war umsonst. der biolek hätte mir die marmelade dann bestimmt auch nicht abgenommen ;-)

Einen Kommentar schreiben