das ende des sommers

hier im allgäu sagt man, dass mit dem ende der festwoche auch der sommer zu ende geht. eigentlich hat er uns bereits vor drei wochen verlassen. seitdem war das wetter, von kurzen ausnahmen abgesehen, überwiegend kühl, nass und windig. der morgendliche nebel, den ich diese woche über den illerwiesen sah, ist ein weiteres indiz dafür, dass der herbst die meteorologische herrschafft an sich reißt.
nicht nur festwoche und sommer enden heute. auch die zeit der mit partys überfüllten wochenenden ist erst mal vorbei. die vorerst letzte heiße nacht ist gelaufen. nach ein paar stunden festwoche schwächelten bereits die ersten. im PT waren wir nur noch zu dritt, ab ein uhr zu zweit. kurz nach zwei ging die letzte freundin. ich drehte noch eine runde in der hoffnung, jemanden zu finden. das einzige bekannte gesicht war der appetitliche schwule, mit dem man sooooo schön tanzen kann. und der war unterwegs in richtung ausgang. dorthin begab ich mich dann auch und spazierte morgens um halb drei barfuß nach hause.
ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht beim gedanken daran, dass der herbst vor der tür steht. ich freue mich darauf. ich freue mich auf bunte blätter und frische holunderbeermarmelade. auf die sonne, die am morgen den kampf gegen den nebel gewinnt. auf regen, der von herbststürmen ans fenster gedrückt wird. auf die kuschelige wärme zu hause und ein meer aus kerzen.
und auf was freuen Sie sich?

Geschrieben von emily am 20. August 2006 | Abgelegt unter gelebt |

7 Kommentare zu “das ende des sommers”

  1. Binaam 20. August 2006 um 15:20 Link zum Kommentar

    Auf so ziemlich das gleiche. Den Geruch des Herbstes, sich gegen trübes Wetter abschotten, indem man es sich mit einer Wolldecke, einer Tasse Tee und einem Buch/ einer DVD auf dem Sofa gemütlich macht. Herbstspaziergänge, warm eingemummelt in Mantel und Schal, Kerzenlicht, irgendwann Plätzchen backen…

    Jede Jahreszeit hat irgendwo ihre Vorzüge, die es zu genießen gilt, auch wenn wir immer alle jammern…

  2. emilyam 20. August 2006 um 16:54 Link zum Kommentar

    die tasse tee hatte ich ganz vergessen. bei mir gibt es immer eine reiche auswahl an leckeren teemischungen, und dieses jahr das erste mal pfefferminz aus eigener ernte :)

  3. Binaam 20. August 2006 um 17:47 Link zum Kommentar

    Pfefferminz aus eigener Ernte? Beneidenswert! Ich hole mir immer den losen aus dem Bioladen, der ist schon recht lecker, aber selbst geernteter stellt bestimmt alles in den Schatten!
    Zu schade, dass ich den schwarzen Daumen habe…

  4. emilyam 20. August 2006 um 18:21 Link zum Kommentar

    also bei pfefferminz kann man nicht viel falsch machen. ich habe das in einen balkonkasten mit bewässerungssystem gepflanzt. das zeug wächst wie unkraut.

  5. pheerceam 20. August 2006 um 23:45 Link zum Kommentar

    ich will auch im allgäu wohnen, wenn man sich da auf den herbst freuen kann… hier in berlin wird er kurz gesagt GRAUSAM.

  6. emilyam 21. August 2006 um 07:52 Link zum Kommentar

    Sie dürfen mich gern mal besuchen, lieber herr pheerce, egal zu welcher jahreszeit. hier ist es nämlich immer schön :)

  7. littleandyam 21. August 2006 um 15:44 Link zum Kommentar

    Ja, doch, Herbst ist ganz okay. Zumindest wenn die Tage nicht ganz so grau werden.
    Worauf ich mich nicht so freue, ist der Winter. Zumindest einige Aspekte davon: Einkaufen im Mantel beispielsweise, wenn das Kaufhaus auf 25°C hochgeheizt ist. Aber natürlich hat auch der Winter schöne Seiten :-)

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