emily goes shopping
urlaub, kinder in der schule und ein grund, warum ich vom stadtrand ins zentrum muss - ausweis abholen. und da dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin, dann gehe ich doch ein wenig shoppen. so ein kleiderschrank will schließlich auch mal was neues zu futtern. rein in den ersten laden, völlig schockiert wieder raus. gibt es etwa keine einigermaßen normalen jeans mehr? müssen die alle völlig übertrieben mit strass und glitzer übersät sein oder mit ostereierfarbigen schmetterlingen bestickt oder beides zusammen? etwas positives hatte das ganze doch: die anprobiererei und den frust, weil mein hintern ohnehin nicht reinpasst, das habe ich mir erspart. ab in den nächsten laden, geschaut, was hübsches gesehen, anprobiert, saß äußert bescheiden. die anderen zwei teile auch. mit leichten zornesfalten auf der stirn weitergezogen. ich habe dann überlegt, ob ich mir H&M wirklich antun soll. hätte ich mich nur für “nein” entschieden. der laden wird nicht besser. ich drehte eine runde und verließ die heimat des schlechten geschmacks mit tiefen zornesfalten auf der stirn. doch inzwischen hatte mein lieblingsladen geöffnet. meine lieblingsverkäuferin zeigte mir gleich die neuesten highlights. ich verschwand bepackt mit einem stapel klamotten in die umkleide zur modenschau. es hat alles gepasst. es sah alles verdammt gut an mir aus. es hätte alles bei mir einziehen dürfen. ich musste aber trotzdem aussortieren, denn acht teile waren im budget einfach nicht drin. jetzt bin ich erst mal fast glücklich. fast, weil noch schuhe fehlen.
das FAZIT des tages
nächstes mal gehe ich gleich in meinen lieblingsladen. dann reicht die zeit auch noch zum schuhe kaufen.