Monatsarchiv für März 2006

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emily goes shopping

urlaub, kinder in der schule und ein grund, warum ich vom stadtrand ins zentrum muss - ausweis abholen. und da dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin, dann gehe ich doch ein wenig shoppen. so ein kleiderschrank will schließlich auch mal was neues zu futtern. rein in den ersten laden, völlig schockiert wieder raus. gibt es etwa keine einigermaßen normalen jeans mehr? müssen die alle völlig übertrieben mit strass und glitzer übersät sein oder mit ostereierfarbigen schmetterlingen bestickt oder beides zusammen? etwas positives hatte das ganze doch: die anprobiererei und den frust, weil mein hintern ohnehin nicht reinpasst, das habe ich mir erspart. ab in den nächsten laden, geschaut, was hübsches gesehen, anprobiert, saß äußert bescheiden. die anderen zwei teile auch. mit leichten zornesfalten auf der stirn weitergezogen. ich habe dann überlegt, ob ich mir H&M wirklich antun soll. hätte ich mich nur für “nein” entschieden. der laden wird nicht besser. ich drehte eine runde und verließ die heimat des schlechten geschmacks mit tiefen zornesfalten auf der stirn. doch inzwischen hatte mein lieblingsladen geöffnet. meine lieblingsverkäuferin zeigte mir gleich die neuesten highlights. ich verschwand bepackt mit einem stapel klamotten in die umkleide zur modenschau. es hat alles gepasst. es sah alles verdammt gut an mir aus. es hätte alles bei mir einziehen dürfen. ich musste aber trotzdem aussortieren, denn acht teile waren im budget einfach nicht drin. jetzt bin ich erst mal fast glücklich. fast, weil noch schuhe fehlen.

das FAZIT des tages
nächstes mal gehe ich gleich in meinen lieblingsladen. dann reicht die zeit auch noch zum schuhe kaufen.

Geschrieben von emily am 30. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

schmerz lass nach

mir ist doch heute am spätnachmittag nichts besseres eingefallen, als den weg vorm haus zu kehren. ich muss dazu erklären, dass unser hausmeister jede noch so dünne schneeschicht äußerst ergiebig mit streugut dekoriert hat. jetzt ist der schnee weg. übrig bleibt eine dicke schicht steinchen, die optisch nicht sonderlich ansprechend wirkt und die es mir fast unmöglich macht, mit absätzen darüber zu laufen. der verursacher des ärgernisses hat zwar schon mal versucht, die überreste des winters mit einer kehrmaschine zu beseitigen, die aktion war allerdings nur von bescheidenem erfolg gekrönt. also habe ich meinen straßenbesen aus dem keller geholt und mit viel schwung drauflosgefegt. nach ein paar minuten hörte ich in der ferne ein motorengeräusch, das mir bekannt vorkam. und richtig, der hausmeister nahte mit seinem kleinen traktor, holte die kehrmaschine aus dem heizhaus und begann mit seiner arbeit. diesmal konnte sich das ergebnis sogar sehen lassen. ich brauchte also nicht mehr kehren. dafür nahm ich mir mein blumenbeet vor, denn außer zu viel streugut verteilen kann unser hausmeister noch etwas wirklich gut. er ist außerordentlich begabt darin, beim schneeräumen in mein beet zu fahren und dort alles gnadenlos zusammenzuschieben. das habe ich alles wieder in ordnung gebracht. und das laub vom letzten herbst ist auch weg. nun hoffe ich, dass ein paar meiner frühjahrsblumen überlebt haben und sich in den nächsten tagen aus der erde heraustrauen. das wäre ein sehr nettes dankeschön dafür, dass mich jetzt wieder schmerzende knochen und gelenke quälen.

das EXTRA des tages
ich habe morgen und am freitag urlaub, die letzten zwei tage aus 2005. und weil für mich deshalb jetzt schon wochenende ist, werde ich es mir mit einer flasche sekt auf der couch bequem machen.

Geschrieben von emily am 29. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

vom aussterben bedroht

von “roten listen” hat wohl jeder schon mal gehört. wer nun aber glaubt, dass es EINE für flora und EINE für fauna gibt, der irrt gewaltig. das ganze lässt sich doch sooooo schön auseinandernehmen. es gibt rote listen für alle möglichen gefährdeten kreaturen wie wildbienen, spinnen, fische oder amphibien, für jede art von wildwuchs wie farn- und samenpflanzen, flechten, algen oder pilze und sogar für sogenannte pflanzengesellschaften wie armleuchteralgengesellschaften oder knollendistel-pfeifengras-rasen. in deutschland erhebt natürlich jedes bundesland anspruch auf eigene listen. die bayern wollen schließlich nicht das gleiche ausrotten wie die bundesbürger im hohen norden. laut roter liste der gefährdeten fledermäuse in nordrhein-westfalen ist dort beispielsweise die mopsfledermaus vom aussterben bedroht. und das saarland hat eine eigene rote liste der heuschrecken.
sehr interessant - die gesellschaft zur erhaltung alter und gefährdeter haustierrassen e.V. stellt uns die bedrohten nutztierrassen in deutschland vor. dort wird das rauhwollige pommersche landschaf als stark gefährdet aufgelistet, in der kategorie hühner gilt der bergische schlotterkamm sogar als extrem gefährdet.
aber nicht nur für flora und fauna gibt es solche listen. die unesco hat bedrohte stätten des natur- und kulturerbes in einer roten liste zusammengestellt.
und wer hätte das gedacht, es gibt auch bedrohte wörter, nachzulesen sind sie hier.
wirklich bemerkenswert ist allerdings eine meldung des männermagazins men’s health. dort wurde nämlich folgendes festgestellt: “wenn die deutschen aussterben, dann sind die magdeburger und die chemnitzer die ersten”.

damit ist die LISTE des tages die “rote liste der vom aussterben bedrohten deutschen”.

Geschrieben von emily am 28. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

graphologie

bei fräulein anna und bei legolas bin ich auf einen grapologischen test aufmerksam geworden und hatte natürlich nichts besseres zu tun, als mich selbst analysieren zu lassen.
Die Deutung der Handschrift brachte folgendes Ergebnis:

emily ist ein Individualist.
Sie ist eher introvertiert mit relativ wenig Kontakt zu anderen Menschen.
Trotzdem kann sie sehr spontan werden,
manchmal wirkt sie etwas sprunghaft.
Sie ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll.
Im Großen und Ganzen wirkt sie gelassen bis uninteressiert,
wenn sie aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht sie
ihre Umwelt durch ihr überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.
emily ist überdurchschnittlich intelligent.
Nüchtern und zweckmäßig bewältigt sie ihre Aufgaben.
emily legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen.
Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen.
Sie arbeitet sehr genau und zeichnet sich durch rationales, analytisches Denken aus.
emily ist ein impulsiver und phantasievoller Idealist.
Sie ist dickköpfig und neigt schon mal zu trotzigen Reaktionen.

erstaunlich, wie man von der eigenen handschrift verraten wird. mit ausnahme von “introvertiert mit relativ wenig kontakt zu anderen menschen” wurde ich doch sehr genau beschrieben.
für alle, die diesen test auch machen möchten, gibt es hier den LINK des tages.

Geschrieben von emily am 27. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

also doch frühling

wer hätte das gedacht. erst drei wochen ist es her, da musste ich mein auto von einer wirklich dicken schneeschicht befreien. es war dieses schreckliche wochenende, an dem auch mein lieblingsbaum vorm küchenfenster der schneelast nicht mehr standhielt. drei wochen. und jetzt ist nur noch an ganz vereinzelten stellen etwas übrig von dem weißen horror. heute war nun der erste tag des jahres, den ich reinen gewissens als frühling bezeichnen kann. ich saß zwar letztes wochenende schon draußen, aber heute, das war einfach - mir fehlen die worte. ich habe den kürzesten rock und das shirt mit dem tiefsten ausschnitt angezogen, ganz besonders sorgfältig sonnencreme mit LSF 50 aufgetragen, die füße auf der balkonbrüstung abgelegt und dann eine stunde lang die wärme absorbiert. morgen soll auch noch mal ein schöner tag werden, dann wird es wohl wieder kälter und regnerisch. also macht es so wie ich und genießt jede sekunde sonnenschein, die ihr kriegen könnt.
ich wünsche euch einen guten start in eine hoffentlich ruhige und stressfreie woche!

Geschrieben von emily am 26. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

querbeet

es gibt jede menge geschichten, die ich euch heute erzählen könnte, aber da frauen erfahrungsgemäß sehr oft probleme bei der entscheidungsfindung haben, weiß ich natürlich nicht welche. also gibt es zur abwechslung nur ein kleines durcheinander.

  • beim verlassen des büros am heutigen nachmittag zeigte meine stempelkarte (ja, so etwas altmodisches gibt es noch) ein plus von 8 stunden und 5 minuten an. theoretisch kann ich also morgen zu hause bleiben. praktisch nicht.
  • polli hat sich heute selber zu meiner ernährungsberaterin ernannt und mir zum amtsantritt ein überproportional großes und extrem leckeres stück bienenstich auf den schreibtisch gestellt. in zukunft kümmert sie sich darum, dass ich regelmäßig und vor allem in ausreichender menge nahrung zu mir nehme. morgen mittag will sie mit mir das neue “hong ky” ausprobieren. die karte liest sich auf jeden fall schon mal sehr gut.
  • was mache ich eigentlich am wochenende? außer einem besuch bei bunny ist bis jetzt NIX geplant. GAR NIX!
  • ich habe beim arzt meines vertrauens einen TÜV-termin organisiert. was mich natürlich gleich wieder wütend macht: blutentnahme geht nur früh, der rest nur nachmittags. ich muss also zwei mal dort hin.
  • “Sehr geehrte(r) Herr/Frau …, ihr beantragter Bundespersonalausweis liegt zur Abholung bei der Stadt … bereit.” das ging zum glück ziemlich schnell. der alte ausweis ist seit 10. märz ungültig. halte ich mich jetzt eigentlich illegal auf unserem planeten auf?

den LINK des tages solltet ihr euch unbedingt anschauen. es ist schon erstaunlich, auf welch abstruse ideen manche vertreter der rasse mensch kommen.
institution zur erforschung total interessanter tatsachen

Geschrieben von emily am 23. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

im zeichen der haselnuss

auf geht es in die nächste runde des keltischen baumhoroskops, diesmal für alle in der zeit vom 22. bis 31. märz und 24. september bis 3. oktober geborenen.

Haselnuss (außergewöhnlich) - charmant, anspruchslos, sehr verständnisvoll, weiß es einen Eindruck zu hinterlassen, aktiver Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, beliebt, gefühlvoll, komplizierter Liebhaber, ehrlicher, toleranter Partner, genaue Vorstellung von Gerechtigkeit.

Geschrieben von emily am 23. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

mitten in der nacht

ich sitze hier so rum, schlürfe ein glas rotwein und weiß, dass es noch gar keinen sinn hat, ins bett zu gehen, weil ich sowieso nicht schlafen kann. ich bin einfach viel zu aufgedreht. polli hat mir gestern abend etwas geschenkt, sozusagen ein leicht verfrühtes birthday present. ich saß ziemlich sprachlos da, als sie mir eine eintrittskarte präsentierte und dann meinte, dass sie lieber wieder mal bei ihren kindern zu hause bleiben möchte. ich soll mir doch einen schönen abend mit herrn M. machen. das habe ich auch gemacht. mein sitzplatz war “parkett - mitte - reihe 1″, also GANZ VORN. und dann kam er auf die bühne gehüpft, hat mich drei stunden lang stilvoll-witzig zum lachen gebracht und mir dabei ein paar mal tief in die augen geschaut. der abend war unglaublich gut!!!
ganz anderes thema. ich musste gestern im zeichenkurs ernsthaft überlegen, was ich eigentlich zeichnen möchte. für nächste woche habe ich schon das richtige gefunden. herr S. hatte meinem weihnachtsgeschenk (was mache ich eigentlich damit? selber essen?) eine überaus reizvolle karte beigelegt. genau dieses motiv werde ich etwas vergrößert mit bleistift zu papier bringen. das wird ganz bestimmt nicht einfach, aber die strümpfe sind eine herausforderung, der ich nicht widerstehen kann. wenn das bild gut wird, dann dürft ihr es sehen.

das VERSPRECHEN des tages
morgen gibt es den nächsten teil von “rotkäppchen und der wolf”.

Geschrieben von emily am 21. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

die eiche …

… ist der baum, von dem am 21. märz geborene gefallen sind. die eiche ist nur für menschen diesen geburtsdatums reserviert. so viel exklusivität leisten wir uns insgesamt nur an vier tagen des jahres :) happy birthday!

Eiche (mutig) - robuste Natur, mutig, stark, unnachgiebig, unabhängig, gefühlvoll, mag keine Veränderungen, behält seine Füße immer auf dem Boden der Tatsachen, Person der Tat.

Geschrieben von emily am 21. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

ein tag mit emily

05:20 mein kleiner blauer freund weckt mich, ab in die küche, kaffee kochen, medikamente einwerfen, frühstück machen, brotzeit herrichten, unter die dusche, was ziehe ich an?, zähne putzen, kinder wecken und mit ihnen frühstücken, überall die fenster aufreißen, haare fönen, farbe ins gesicht, waschmaschine “programmieren”, mädels füttern, fenster wieder schließen

07:00 kinder in die schule schicken, eis von den scheiben kratzen, ins büro fahren, kennwort abgelaufen, schnell ein neues ausdenken, update hat nicht funktioniert, erst mal ne tasse tee trinken, jede menge arbeit, telefon, kaffeeverkostung mit firma seeberger, wieder telefon

16:00 schluss für heute, kinder abholen, trockene wäsche abnehmen und nasse aufhängen, abendessen, hausaufgaben anschauen und 3er in deutsch unterschreiben, geschirr spülen

18:40 von den kindern verabschieden, zum zeichenkurs fahren, picasso mit hilfslinien malen, dann ein pferd ohne, sieht gut aus, mit polli in die weinstube, sie schenkt mir was ganz tolles, *FREU*, über männer und liebe und gott und die welt reden, polli und dann mich selber nach hause fahren

ins bett gehen, hoffentlich nicht so oft aufwachen und bitte nichts träumen.

Geschrieben von emily am 20. März 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

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