der antrag

nein, nicht so einer. mich will doch niemand freiwillig heiraten (und ich würde sowieso dankend ablehnen).
ich beabsichtige, bei der BfA eine kur zu beantragen und bin auch sehr zuversichtlich, dass die genehmigt wird. aber dazu muss ich erst mal einen antrag ausfüllen, den sogenannten “selbstauskunftsbogen”. das ist gar nicht viel papier. trotzdem krieg ich schon beim gedanken daran wahnvorstellungen von kleinen kästchen, betitelt mit JA und NEIN, die ungeduldig darauf warten, von mir wahrheitsgemäß angekreuzt zu werden. interessant ist allerdings eine frage, bei der ich nichts auswählen muss, sondern was reinschreiben darf.
“Gibt es in Ihrem beruflichen / privaten Bereich Umstände, die Sie besonders belasten? (Falls Platz nicht ausreicht, gesondertes Blatt verwenden)”
ich bräuchte wahrscheinlich mehrere gesonderte blätter, um den damen und herren in berlin einen einigermaßen vernünftigen einblick in mein gestörtes leben zu gewähren und die gründe für meine körperlichen und seelischen aussetzer zu erklären. aber dann schicken die mich nicht zur kur, sondern ganz woanders hin.
ihr lieben, ich wünsche euch eine angenehme nacht. schlaft gut. und träumt was schönes.

der SPRUCH des tages
Ein Lächeln ist oft das Wesentliche.
Antoine de St. Exupéry

Geschrieben von emily am 20. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt |

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